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2. Förderrunde BIWAQ gestartet

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) startet die 2. Förderrunde zum ESF-Bundesprogramm "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)". Alle interessierten Bewerberinnen und Bewerber sind aufgerufen, vom 10. Januar bis 9. Februar 2011 ihre Projektideen einzureichen.

Förderansatz
Gefördert werden Projekte, die dem integrierten Ansatz des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt" Rechnung tragen und bei denen die Handlungsfelder Bildung, Beschäftigung, soziale Integration und Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Wertschöpfung im Quartier im Vordergrund stehen. (Förderrichtlinie vom 1. Dezember 2010)

Gefördert werden Projekte mit folgender Zielsetzung:

  • Integration von langzeitarbeitslosen Frauen und Männern in Arbeit
  • Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit (inklusive der Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf)
  • Stärkung der lokalen Ökonomie

Zuwendungsvoraussetzungen
Die Projekte müssen den Zielsetzungen des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt" Rechnung tragen und sollen im Sinne einer ganzheitlichen Aufwertungsstrategie an die integrierten Entwicklungskonzepte der Kommunen anknüpfen. Erforderlich ist, dass die Projekte in Kooperation mit relevanten Partnern vor Ort - insbesondere den Kommunen, dem Quartiersmanagement, der Arbeitsverwaltung und den Kammern - durchgeführt werden und möglichst in Zusammenhang mit Organisationsstrukturen oder Investitionen der Städtebauförderung stehen.

Die 2. Förderrunde BIWAQ wird eine Laufzeit von 2011 bis Oktober 2014 haben.

Projektvorschläge können ab 10. Januar 2011 mittels eines Online-Bewerbungsformulars eingereicht werden (Ausnahme Bewerbungen für Quartiersarbeits- und Ergänzungsprojekte).

Förderung der Quartiersarbeit
Neu im Rahmen der 2. Förderrunde BIWAQ ist die Förderung von quartiersbezogener sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im gemeinnützigen Bereich als eigenständiges Handlungsfeld "Quartiersarbeit".

"Mit Quartiersarbeit soll Langzeitarbeitslosen, die bis jetzt nicht in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden konnten, eine neue Perspektive gegeben werden. Gleichzeitig soll im Sinne eines integrierten Handelns Stadtentwicklungspolitik mit städtebaulichen Investitionen und Arbeitsmarktpolitik vor Ort besser verzahnt werden."

Konkret bedeutet dies, dass durch BIWAQ neben den bisherigen Fördermöglichkeiten auch Projekte gefördert werden können, die Beschäftigungsmöglichkeiten im gemeinnützigen Bereich für Langzeitarbeitslose ab 25 Jahren bereithalten. Voraussetzung ist allerdings, dass durch die Beschäftigungsmöglichkeiten gleichzeitig stadtentwicklungspolitische Ziele unterstützt werden und die Beschäftigungsmöglichkeiten in Programmgebieten der Städtebauförderungsprogramme stattfinden.

Gefördert werden sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (ohne Versicherungspflicht in die Arbeitslosenversicherung) von langzeitarbeitslosen erwerbsfähigen Leistungsbezieherinnen / Leistungsbeziehern nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch mit einem zeitlichen Umfang von durchschnittlich 30 Wochenstunden und einem Arbeitnehmerbrutto von mindestens 900 Euro monatlich vorrangig aus Programmgebieten der "Sozialen Stadt", die älter als 25 Jahre alt sind und nach einer mindestens sechsmonatigen Aktivierungsphase (Beratung / Standortbestimmung, Vermittlung, Qualifizierung / Förderung) durch die Grundsicherungsstelle nicht in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten.

Das Bewerbungsformular für Quartiersarbeitsprojekte wird am 10. Januar 2011 online gestellt.

Förderung von ressortübergreifenden Ergänzungsprojekten
Fördergegenstand können ferner Begleit- und Qualifizierungsmaßnahmen sein, die ausgewählte Modellvorhaben aus dem Ideenwettbewerb "Modellprojekt Bürgerarbeit des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) inhaltlich sinnvoll ergänzen und nicht bereits anderweitig gefördert werden.

Projekte, die unmittelbar Quartiersarbeit fördern oder Modellvorhaben des Ideenwettbewerbs Bürgerarbeit des BMAS ergänzen, müssen in Zusammenhang mit den Zielen der gebietsbezogenen integrierten Stadtentwicklungspolitik stehen. Dies ist insbesondere bei folgenden Themenfeldern der Fall:

  • Aufwertung des Wohnumfeldes und des öffentlichen Raums,
  • Zwischennutzungen innerstädtischer Brachen,
  • Förderung und Aktivierung der gesellschaftlichen Teilhabe (z.B. Bürgerengagement, Stadtteilleben, soziale Integration, Quartierszentren),
  • Sicherheit und Konfliktprävention im Quartier,
  • Integration von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund,
  • Daseinsvorsorge im Kontext des demografischen Wandels,
  • Zugang zu Nahversorgung und haushaltsbezogenen Dienstleistungen auch für bedürftige Bevölkerungsgruppen, Quartiersservice / Sozialkaufhäuser,
  • Sport und Gesundheitsvorsorge,
  • (inter-)kulturelle und soziale Angebote im Quartier, Jugend -arbeit, Barrierefreiheit,
  • Landschaftspflege und Tourismus,
  • Umweltschutz und Umweltbewusstsein.

Das Bewerbungsformular für Ergänzungsprojekte wird am 10. Januar 2011 eingestellt.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten des BMVBS.

biwaq.de/ Bundesanzeiger Nr. 192 / bearb. J. Meier, H. Brauns