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radius of art: Kreative Politisierung des öffentlichen Raums / Kulturelle Potentiale für soziale Transformatio
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Psychologische Auswirkungen rassistischer und diskriminierender Gewalt auf Migranten
Situation Utrechter Platz

- So beschaulich kann es am Utrechter Platz auch aussehen. Doch in der letzten Zeit häufen sich extreme Lärmbelästigung und Verschmutzung. Trauriger Höhepunkt: Am 27. August musste der Kinderspielplatz Utrechter Ecke Malplaquetstraße wegen grober Verunreinigung geschlossen werden! Die Verursacher können nicht zur Rechenschaft gezogen werden, dem Bezirk fehlen die 6000 Euro, um den Sand auf dem Spielplatz wieder zu erneuern. Den Kindern fehlt ihr Spielplatz.
Die Polizei und das Ordnungsamt sehen sich nicht in der Lage mehr Präsenz zu zeigen, und eine Maßnahme mit Straßensozialarbeitern, die das Quartiersmanagement über zwei Jahre finanziert hatte, ist 2006 ausgelaufen. „In der Zeit, in der die Sozialarbeiter vor Ort waren, sind die Probleme auch mit den auffälligen und raumgreifenden Trinkern zurückgegangen“, sagt Christian Luchmann, Quartiersmanager im QM Pankstraße. „Die Situation hatte sich so weit stabilisiert, dass es noch im Folgejahr positiv spürbar war. Aber das Quartiersmanagement kann solche Projekte nur für einen begrenzten Zeitraum anstoßen. Hier müsste eine gezielte und dauerhafte Regelung geschaffen werden.“
Die forderten auch die Anwohner bei einem Gespräch mit dem Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke und mit Vertretern des Polizeiabschnitts 35 und des Ordnungsamtes, das Bewohner Ende Mai organisiert hatten. Kritisiert wurde auch, dass es immer noch keine kostenlose, öffentliche Toilette auf dem nahegelegenen Leopoldplatz gibt, obwohl die Anwohner diese seit langem mit Nachdruck und mit Unterschriftenlisten einfordern. Denn stattdessen werden nicht nur umliegende Bäume und Straßenecken für die Notdurft zweckentfremdet, sondern auch ihre Hauseingänge. Die Wohnungsgesellschaft GESOBAU zeigte sich auf Anfrage des Quartiersmanagements, warum die Häuser nicht wenigstens abschließbare Eingänge haben, ratlos. Man habe mehrfach Schlösser reparieren lassen, doch die seien immer wieder zerstört worden.
Die Anwohner werden sich dennoch weiter dafür einsetzen, dass ihr Kiez wieder lebenswert, sauber und ruhiger wird und mit Bewohnern und Initiativen aus der näheren Umgebung Erfahrungen austauschen und gemeinsame Strategien entwickeln.
Interessenten können sich an das Quartiersmanagement Pankstraße wenden.
Ansprechpartnerin:
Sükran Altunkaynak
Prinz-Eugen-Straße1
13347 Berlin
Tel.: 7474 6347






