Aktuelle Veranstaltungen
Konzert im FLÄCHENLAND: Baustelle No.5
Kultur Salon im Mastul
Sommerfest im DRK Jugendladen Wedding
ExRotaprint-Immobilienentwicklung als Möglichkeitsraum
"Rap und Religion"
Erzählcafé Wedding - Zu Gast Ruth Frey
Breakdance Competion: Back in The Day Jam
Wohnen in Berlin
Zeitalter der Partizipation: Paradigmenwechsel in Politik und politischer Bildung?
Präsentation Kultureller Bildungsverbund Pankstraße
"Abhängen in prekärer Zeit"
Dass seine Aktivisten 'abhängen' kann man dem 1991 gegründeten Verein " Unter Druck - Kultur von der Straße" allerdings nicht ernstlich vorwerfen. Menschen am Existenzminimum und ohne Wohnung bekommen Hilfe zur Selbsthilfe, Beratung und einen Treffpunkt. Was die Initiative jedoch vor allem von anderen unterscheidet, ist ihr kulturelles Engagement für und mit sozial ausgegrenzten Menschen.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Theaterarbeit. "Theater stellt an wohnungslose Menschen wegen der notwendigen Disziplin auf den Proben hohe Anforderungen. Ist aber diese Hürde überwunden, dann überwiegen Spaß und Freude am gemeinsamen Spiel", heißt es in der Selbstdarstellung. Seit 1994 wurden nahezu 20 Produktionen auf die Bühne gebracht, darunter dramatische Klassiker wie Samuel Becketts "Warten auf Godot" aber auch von den Spielern selbst entwickelte Stücke wie "Für drei Groschen Oper".
Herzstück, Proben- und Veranstaltungsort ist das Café "Unter Druck". Hier werden täglich Speisen und Getränke angeboten, außerdem stehen Waschmaschine, Trockner und eine Dusche sowie ein Computer mit Internetzugang zur Verfügung. Es gibt eine Malgruppe, Ausstellungen und Lesungen, und im Schwarzweiß-Fotolabor können unter fachlicher Anleitung Filme entwickelt und Fotos abgezogen werden.
In den Wintermonaten sind die Öffnungszeiten verlängert und jeden Donnerstag stellt das Nacht-Café fünfzehn Schlafplätze bereit. Hunde sind erlaubt, Alkohol oder Drogen müssen draußen bleiben.
Weil Kultur leider immer noch Luxus ist, wurde die finanzielle Unterstützung für die Kulturarbeit im vergangenen Jahr gestrichen. Unterkriegen lässt sich "Unter Druck" davon nicht – aber umso mehr sind Spenden jederzeit willkommen.
Oudernarder Straße 26, 13347 Berlin, Tel.: 247 290 40
MO bis MI: 12-16 Uhr (18 Uhr*); DO: 11-15 Uhr, Kleiderausgabe 12 Uhr (Nachtcafé: 19-8 Uhr*); FR, Frauentag: 12-16 Uhr; (SA: 12-18 Uhr*); SO: 12-16 Uhr (18 Uhr*). (* Nur von November bis März)
www.unter-druck.de









