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Aushängeschild für den Nettelbeckplatz

Nettelbeckplatz

Viele ansässige Gewerbetreibende beklagen nach wie vor, dass die Kassen zu selten klingeln. Damit auch das ansässige Gewerbe von den Veränderungen profitieren kann, hat das Quartiersmanagement Pankstraße gemeinsam mit der Stadtteilgenossenschaft Wedding eG eine Image-Kampagne gestartet.

Wie kann man den Handel, die Handwerker und Dienstleister im Kiez um den Nettelbeckplatz unterstützen? Gemeinsam mit den Anwohnern und den Gewerbetreibenden wurden im Rahmen der vergangenen Nettelbeckplatz-Foren Ideen und Entwürfe diskutiert, die zu einer Verbesserung der Situation beitragen sollen.

Favorisiert wurde zunächst ein Leitsystem mit einer Info-Säule als Blickfang. Die Anschub-Finanzierung sollte über das Programm "Soziale Stadt" laufen, den Unterhalt und die Wartung der Infosäulen hätten die ansässigen Gewerbe in Form von Anzeigen tragen müssen. Doch das können sich viele zurzeit nicht leisten.

"Die Stimmung ist bei vielen Gewerbetreibenden eher depressiv", sagte Willy Achter von der Stadtteilgenossenschaft anlässlich des 6. Nettelbeckplatz-Forums im QM Pankstraße. "Ursprünglich hatten 20 Geschäfte und Firmen ihr Interesse angemeldet, am Schluss sind nur noch elf übrig geblieben. Nicht zuletzt, weil einige Angst hatten, sich über fünf Jahre vertraglich zu binden."

Erfahrungen im Sprengelkiez, wo sich die Info-Säulen seit geraumer Zeit bewähren, haben gezeigt, dass mindestens 22 Teilnehmer notwendig sind, um die Kosten für die regelmäßige Wartung und die jährliche Aktualisierung zu decken

"Aber wir wollten das Projekt nicht aufgeben", sagte Susanne Walz, Quartiersmanagerin im QM Pankstraße. "Mit dem Bezirksamt und den Teilnehmern des Nettelbeckplatz-Forums haben wir dann als Alternative ein Imageplakat entwickelt. Es besteht ja durchaus Bedarf, den Kiez als Gewerbestandort stärker ins allgemeine Bewusstsein zu rücken.

Denn in der unmittelbaren Umgebung arbeiten mehr als 180 Kleinunternehmer und Dienstleister. Übersichtlich aufgeteilt, in acht Rubriken und mit einem Lageplan ausgestattet, bietet das Plakat Orientierung, praktische Tipps und Adressen. Zugleich ist es ein 'Aushängeschild' für die Angebots-Vielfalt

Die Anwohner finden hier vom Biobäcker über den Elektrohändler bis zu Freizeit- und Kultureinrichtungen, alles was sie im täglichen Leben brauchen. Aber auch Besucher aus anderen Kiezen sollen angesprochen werden. Im A2-Format dient das Plakat als Aushang, und zugleich kann es auf eine handliche Größe zum Mitnehmen gefaltet werden. In abgewandelter Form wird es auf der Homepage des QM Pankstraße eingestellt, so dass man sich künftig auch per Mausklick informieren kann.

Über den Nettelbeckplatz und Dinge, die seine Identität ausmachen, erzählen elf Geschichten auf der Rückseite. Schließlich handelt es sich nicht um irgendeinen Platz, sondern um den Ursprung des Weddings!

Das einstige Dorf, das 1251 zum ersten Mal namentlich erwähnt wurde, hatte am Nettelbeckplatz seinen historischen Ortskern. Darum gehört natürlich auch das Weddinger Wappen auf das Plakat.

Nicht zuletzt soll es ein Zeichen für die umliegenden Gewerbe setzen, sie motivieren und zeigen, dass sich weiterhin etwas tut.

Die öffentliche Präsentation fand am 14. Dezember während eines Kiezrundgangs mit dem Wirtschaftsstadtrat statt. Verschiedene Inhaber fanden die Gelegenheit zu einem direkten Gespräch mit Joachim Zeller.

Quartiersmanagement Pankstraße
Ansprechpartnerin:
Susanne Walz
Prinz-Eugen-Straße 1
13347 Berlin
Tel.: 7474 6347


Michaela Nolte