Aktuelle Veranstaltungen
Wohnen in Berlin
Zeitalter der Partizipation: Paradigmenwechsel in Politik und politischer Bildung?
Präsentation Kultureller Bildungsverbund Pankstraße
Präsentation Kultureller Bildungsverbund
Öffentlicher Workshop "Nachbarschaftstreff im Quartier Pankstraße"
Petunien #9 - Performance-Serie für Improvisationn (gegründet von: Sandra Wieser & Meltem Nil)
Fest im SprengelHaus
30 Jahre NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße
Die Zukunft der europäischen Stadt - das Beispiel Berlin
Händlerfrühstück Müllerstraße
Das "Erzählcafé" im Wedding ist zurück aus der Sommerpause
Seit dem Februar 2009 gibt es im über hundertjährigen Bürgersaal der 1906 von der Berliner Bau-Genossenschaft errichteten Wohnanlage Malplaquetstraße wieder regelmäßig ein „Erzählcafé“.
Zweimal im Monat kann man sonnabends um 15 Uhr interessanten Menschen begegnen, die ihr Leben erzählen.
Bei Kaffee und Kuchen kann man zuhören, miteinander reden und begegnet vielleicht anderen Sichtweisen und Lebenshaltungen, fremden Erfahrungen, die das eigene Leben reicher machen.
Vorbereitet und moderiert wird das Erzählcafé Wedding von der Schriftstellerin Regina Scheer.
Programmübersicht:
Sonnabend, 5. September 2009, 15 Uhr
Zu Gast: Manfred Fischer
Seit drei Jahrzehnten ist er Pfarrer der evangelischen Versöhnungsgemeinde in der Bernauer Straße. 1985 sah er die Sprengung der alten Versöhnungskirche, die er nie betreten hat, denn sie stand auf dem Mauerstreifen und war von der Gemeinde abgeschnitten. Manfred Fischer war ein Seelsorger an der Schnittstelle der politischen Systeme, er verstand und versteht sich als zuständig für die Nöte , Sorgen und Freuden der Menschen, die hier leben. An Stelle der gesprengten Kirche steht seit 1999 eine „Kapelle der Versöhnung“, ein beeindruckend schlichter Bau aus Lehm und Holz, in dem täglich auch für die Toten gebetet wird, die an der Berliner Mauer starben. Ein Getreidefeld auf dem ehemaligen Mauerstreifen symbolisiert das Leben. Manfred Fischer gehört zum Vorstand der Mauer–Gedenkstätte an der Bernauer Straße, der er einen Teil seines Gemeindezentrums zur Verfügung gestellt hat. Im Erzählcafé wird er aus seinem Leben berichten und von den Erfahrungen der letzten 30 Jahre als Pfarrer im Wedding.
Sonnabend, 26.September 2009, 15 Uhr
Zu Gast: Wolfgang Holtz
In seiner Jugend spielte der Berliner Junge Fußball in der Oberliga, bereiste 40 Länder. Heute interessiert den pensionierten Geographielehrer und ehemaligen Steglitzer Museumsleiter vor allem seine nähere Heimat. Er ist ein begeisterter Berliner, der (fast) alles über seine Stadt weiß. Er erkundete auch alte Pilgerwege in der Mark Brandenburg und anderswo, ging Spuren und Überlieferungen nach, um die alten Postkutschenwege in Erinnerung zu bringen, er wanderte auf den Spuren Moses Mendessohns. Seit langem lässt er andere an seinem Wissen teilhaben, macht Führungen, lädt zusammen mit seiner Frau Wilma in sein Lichterfelder Haus ein zu Lesungen und Gesprächen. Wolfgang Holtz ist es zu verdanken, dass der Grabstein des Malers Leistikow (1865-1908) zum 100. Todestag restauriert wurde. Der menschenfreundliche und gesprächige Heimatforscher, Gedenktafelanreger und Poststreckenwanderer hat uns viel zu erzählen.
Sonnabend, 10. Oktober 2009, 15 Uhr
Zu Gast: Rose Brotherton
Sie kam als Besucherin ins Erzählcafé und bot an, auch aus ihrem Leben zu erzählen. Rose wurde in Kalifornien (USA) geboren, der klassische Tanz war ihre Liebe und wurde ihr Beruf. Später arbeitete sie an verschiedenen Tanztheatern in den USA und Deutschland, sie wirkte an vielen modernen Choreographien mit, war auch Dozentin an der Universität der Künste in Berlin und Theaterpädagogin. Heute unterrichtet sie Ballett- und Musikschüler und lernt selbst immer noch. In Deutschland hat sie zwei Kinder geboren und aufgezogen, ihr Sohn studiert heute in den USA. Rose lebt im Wedding, aber ein Stück ihres Herzens ist immer noch zu Hause, in den Landschaften ihrer Kindheit. Das spürte sie, als sie ihren über 90jährigen Vater neulich besuchte. Für eine Tänzerin ist der Körper ihr Ausdrucksmittel, deshalb wird Rose Brotherton nicht nur erzählen, sondern auch tanzen, was sie uns zu sagen hat.
Sonnabend, 31. Oktober 2009, 15 Uhr
Zu Gast: Tina Veihelmann
2006/2007 war sie Stadtteilschreiberin im Wedding, im Soldiner Kiez. Ihr aufmerksamer Blick, ihre genaue Sprache, das fast kindliche Staunen über die Besonderheiten fremder Leben machen die Eigenart ihrer Texte aus. Ihr Buch „Aurith-Urad- zwei Dörfer an der Oder“ wurde mit dem Deutsch-Polnischen Journalistenpreis ausgezeichnet und durch die Stiftung Buchkunst zu einem der schönsten deutschen Bücher gekürt. Schönheit und Poesie findet Tina Veihelmann auch da, wo andere nur Armut und soziale Spannungen sehen. Doch sie beschönigt nichts.. Im Erzählcafé wird sie von ihrem Jahr als Stadtteilschreiberin berichten, in dem sie Menschen nahe kam, denen sonst kaum jemand zuhört. Und sie wird aus ihren Texten lesen.
Veranstaltungsort:
Bürgersaal der Berliner Bau-Genossenschaft
Malplaquetstraße 15a
13347 Berlin
Der Eintritt ist frei. Um eine kleine Spende wird gebeten.
Kontakt:
Regina Scheer
Email: Erzaehlcafe[at]web[.]de
Programmflyer für September und Oktober zum Herunterladen:
Flyer_Erzaehlcafe_Okt.pdf (480,4 KB)
Flyer_Erzaehlcafe_Sep.pdf (379,2 KB)







