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Freitag, 16.05.2014

Der Kiez hat gewählt

Neuer Vergabebeirat im QM-Gebiet Pankstraße

Ulrich Zacharias, Mahmut Hatun und Peter Klugmann mögen sich zumindest im Nachhinein eine andere Terminierung gewünscht haben – aber nun ist es zu spät. Die von den drei QM-Mitarbeitern organisierten Wahlen zum Vergabebeirat in unserem Kiez fanden pünktlich zu den Eisheiligen statt. Wir vermuten zwar, dass Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die kalte Sophie nicht stimmberechtigt sind; ihren Einfluss auf die Wahl hatten sie gleichwohl. Denn was im Mai eigentlich auch eine gemütlich-sonnige Freiluftveranstaltung sein könnte, wurde so zu einer frostigen Tortur: Standbetreuung der Open-Air-Wahlurne für die Vergabebeiratswahl.

Vor dem Eingang zum QM-Büro stand die Urne, geschützt vor Regentropfen und Wind durch eine Zeltkonstruktion des Zirkus Internationale. Erstmals finden 2014 die Wahlen zu Vergabebei- und Quartiersrat getrennt voneinander statt. Die „erste Runde“ ist die Wahl zum Vergabebeirat am 13. und 14. Mai. Eingeladen waren alle Bewohnerinnen und Bewohner des QM-Gebietes, insgesamt ca. 16.000 Menschen, von denen um die 20% unter 18 Jahre alt sind. Gekommen sind leider nur 91 Nachbarn, um ihre Stimme für einen oder mehrere Kandidaten abzugeben. Neben dem mauen Wetter und der Terminierung unter der Woche macht Quartiersmanagerin Sükran Altunkaynak vor allem die getrennte Wahl der beiden lokalen Bürgergremien für die ausbaufähige Wahlbeteiligung verantwortlich. „Bei der Wahl zum Quartiersrat erwarten wir noch einen Schwung mehr Menschen, das Gremium ist auch deutlich bekannter.“, meint Altunkaynak. Während unserer Stippvisite im Wahllokal haben wir Glück: Ein ganzer Schwung Kiezmütter kommt vorbei, hier ansässige Frauen geben ihre Stimme ab, allen zusammen werden danach Bedeutung und Arbeit des QM erklärt. Auch einige weitere Nachbarn schauen vorbei, wählen oder erkundigen sich nach dem Fortgang der Wahlen. Die Kollegen Zacharias, Hatun und Klugmann werden am Mittwochabend froh gewesen sein, den Stand abbauen zu können, denn nach zwei Tagen frösteln war nun die Wahl vorbei.

Fortsetzung. Appetitanregend steigt der Duft von Brötchen und frisch gebrühtem Kaffee in die Nase. Ein reichlich gedeckter Tisch im gut geheizten Sitzungsraum in der Adolfstraße: Auszählungsfrühstück am Donnerstagmorgen. Hauptattraktion ist die noch verschlossene Wahlurne, der nach einigen kräftigenden Bissen Quartiersmanagerin Gesine Schulze beherzt mit einem Messer zuleibe rückt. Schnippschnapp, Deckel ab: Schon flattern die ausgefüllten Stimmzettel auf den Tisch, kritisch beäugt von den Beobachtern Sükran Altunkaynak, Marcel Flasch und Andris Fischer. Vor dem eigentlichen Auszählen werden zunächst die Stimmzettel in Zehnerstapel sortiert. So lassen sie sich erstens besser zählen und zweitens gerechter verteilen, denn nun sind Stimmbänder gefragt. Während sich Andris vom Gewerberaumprojekt an der Tafel postiert, um die einzelnen Stimmen aufzunehmen, lesen die Quartiersmanagerinnen Altunkaynak, Krüger und Schulze die gewählten Kandidaten auf den einzelnen Zetteln vor. Dies dauerte eine ganze Weile, denn auf jedem der 91 Stimmzettel können bis zu zehn Personen für den Vergabebeirat gewählt werden. Häufig schwirren die Namen Kurzweg, Gumm und Flasch durch den Raum; eindeutig die meisten Stimmen erhält aber Esra Yilmaz. Mit sagenhaften 54 von 91 möglichen Stimmen fährt sie ein Politbüro-würdiges Ergebnis ein.

Marcel Flasch, selbst Kandidat und auf Anhieb in den Vergabebeirat gewählt, ist froh, dass er für seinen Kiez aktiv werden kann. „Alle meckern immer und sagen mir, es habe ohnehin keinen Sinn, sich zu engagieren. Aber wenn ich dann frage: ‚Was genau habt ihr denn versucht?’, dann kommt meistens nichts. Das ist nicht mein Weg.“, sagt der Inhaber von MF-Haushaltsgeräte aus der Reinickendorfer Straße. Wir freuen uns über so viel Engagement und gratulieren zur Wahl als eine weitere Vergabebeirätin den Raum betritt: Brigitte Kurzweg. Sie wurde wieder in das Gremium gewählt und freut sich auf zwei weitere Jahre Kiezentscheidungen. Gemeinsam trinken wir einen Kaffee auf die freudige Nachricht während Pauline, das Hundchen von Quartiersrat-Sprecher Carsten Schulz, unterm Tisch die Wahl bewedelt. Der Kiez kann sich freuen über zehn couragierte Menschen, die sich in das Kiezleben einbringen wollen.

In den Vergabebeirat wurden gewählt:

01. Esra Yilmaz

02. Güler Güliz Avci (wiedergewählt)

03. Hannah Gumm

04. Brigitte Kurzweg (wiedergewählt)

05. Guido Rohmann

06. Marcel Flasch

07. Philip Drasdo (wiedergewählt)

08. Julian Gröger

09. Idriss Tawat

10. Florentine Dietrich (wiedergewählt)

 

Als Nachrücker wurden gewählt:

11. Franziska Zimmermann

12. Franziska Hupke

13. Benjamin Meintrup

14. Daniel Reisener

15. Georg Maurus

Wir gratulieren dem neuen Vergabebeirat und den Stellvertretern, bedanken uns bei allen Kandidat/innen und Wähler/innen und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit.

Johannes Hayner