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Der Wedding auf der Kunstlandkarte

darrenalmond
Eine Arbeit von Darren Almond bei Max Hetzler

Seit 2006 hat Max Hetzler, einer der führenden deutschen und international bekannten Galeristen, hier eine beeindruckende Zweigstelle. Mit 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist es fast schon ein Museum auf Zeit, weshalb die Hallen auch nicht durchgehend bespielt werden, wie es sonst in Galerien üblich ist. Denn jedes Projekt ist extrem aufwändig.

Darren Almond, 1971 in Nordengland geboren, gehört zur Spezies derer, die vor solchen Dimensionen nicht zurückschrecken. Seine Ausstellung "Nacht und Nebel" (bis 14. Juli) ist spannend und macht zugleich nachdenklich. Mit beeindruckenden Fotografien und zwei Installationen stellt Almond Wunden der Vergangenheit den bis Heute von der Industrie produzierten Naturkatastrophen gegenüber. Spannt einen Bogen von Auschwitz zu den Gulags und den toten Wäldern in Sibirien. Das ist bisweilen schön und bestechend einfach anzusehen und löst zugleich ein unheimliches Gefühl aus.

Mehr Kunst in den OsramHöfen gibt es außerdem in der Galerie Guido W. Baudach, in dessen Räumen ab dem 22.6. Arbeiten von Thomas Helbig zu sehn sein werden, und der Projektraum "Cluster" zeigt vom 13. bis 23. Juni Ölbilder von Gehrd Grothusen.

 

OsramHöfe, Oudenarder Straße 16-20, 13347 Berlin

  • Galerie Max Hetzler, Dienstag bis Samstag, 11-18 Uhr
  • Galerie Guido W. Baudach, Dienstag bis Samstag, 12-18 Uhr
  • Cluster, Mittwoch bis Samstag, 12-18 Uhr
Michaela Nolte