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NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
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„Die Elefanten kommen!“
Sieben Wochen lang hatte das Team von gruppe f vielfältige Aktionen sowie Interviews und Gespräche im Pankstraßen-Quartier durchgeführt. Rund 300 Menschen, die hier leben und arbeiten, haben daran teilgenommen. Auf ein Thema hatten sich die großen und kleinen Kiezbewohner rasch geeinigt: Das 4000 Quadratmeter große Gelände soll in einen parkartigen Zirkusspielplatz verwandelt werden, mit Angeboten für unterschiedliche Generationen und einer Freiluft-Manege als Herzstück.
Leibhaftige Dickhäuter waren zum Bedauern der Kinder nicht im Budget vorgesehen. Aber in ihrem Arbeitsmodell hatten die sieben Mitarbeiter um Landschaftsarchitekt ThoMi Bauermeister für anschaulichen Ersatz gesorgt: mit Fotos und selbst gebastelten Elefanten, die vom Sandspielbereich für die Kleinen hinüberleiten zur Manege für die Größeren.
Während des Beteiligungsverfahrens hatten die Anwohner als Hauptprobleme des Geländes seine Vermüllung und die Unübersichtlichkeit benannt. Damit die Grünfläche insgesamt mehr ins Bewusstsein rückt, soll sie zukünftig bereits vom Gehweg aus gut einsehbar und einladend sein.
Eine erste Schneise haben Jugendliche gemeinsam mit den Straßensozialarbeitern von Gangway und dem Charette-Team geschlagen: Bei einer Strauchschnittaktion wurde das dichte Buschwerk 80 Meter tief gelichtet. Außerdem bekommt die Pergola samt Zaun zur Adolfstraße eine durchlässige Gestalt, und in Abstimmung mit dem Grünflächen-Amt werden schadhafte und kranke Bäume entfernt. Natürlich bleiben der insgesamt grüne Charakter und auch der gewachsene Baumbestand mit den großen Platanen im Zentrum der Manege und dem „Ahorn-Wäldchen“ am Rand erhalten.
Schließlich kommen auch die Elefanten. Als Spiel- und Kletterobjekte hatten die Kinder sie bei verschiedenen Modellbauaktionen gebastelt: kleine und mittlere, die man besteigen kann und einen großen zum hineingehen. Am liebsten so groß, dass man aus dem Rüssel wieder herausrutschen kann.
Auf dem Weg zur Manege würde die kleine „Elefantenherde“ ein Bindeglied zwischen den einzelnen Aufenthaltsbereichen und ihren abwechselnden Qualitäten für Jung und Alt bilden. Der vordere Platz soll vor allem den Erwachsenen sowie den Kleinkindern vorbehalten sein. Auf Bänken und umgeben von Pflanzen kann man sich ausruhen, und Eltern haben von hier aus ihre Jüngsten auf dem Sandspielplatz im sicheren Blick.
Farbige Asphaltwege und -flächen schließen sich daran an, auf denen ältere Kinder Rad fahren, skaten oder Ball spielen können. In der Manege selbst sollen sich Nachwuchsartisten, aber auch die Kinder aus der Nachbarschaft, aus der Kita Reinickendorfer Straße oder aus der Wedding-Grundschule bewegen und austoben. Neben den allgemein beliebten Spielelementen gibt es noch genügend Platz, um mit Phantasie und eigenen Materialien zum Beispiel Klettergelegenheiten aus langen Seilen oder Schaukeln aus LKW-Reifen selbst zu bauen.
Daneben steigen Rasenwellen zur Manege hin ab. In Form einer Tribüne, auf der man sitzen und liegen kann, bieten sie einen attraktiven Treffpunkt, insbesondere für die Jugendlichen. Deren eindeutiges und unumstößliches Votum lautete außerdem: Der Bolzplatz bleibt! Und er bekommt einen neuen Belag.
Dass dort aber nicht nur Fußball gespielt werden kann, hat sich während der Haupt-Charette gezeigt. Nach einem international besetzten Fußballturnier stieß das Konzert der Rapper „bensonzwo“ auf große Begeisterung, und eine eigene Hymne hat das Duo aus der Maxstraße dem Areal auch schon gewidmet.
Die Idee, den offenen Charakter des Geländes mit einem zweiten Eingang zu unterstreichen, kann zwar nicht realisiert werden. Dafür bekommen die Mieter dreier Wohnhäuser in der Schererstraße, die der Verbund Nordberliner Wohnungsbaugesellschaften zurzeit saniert, einen direkten Zugang. Die Bewohner haben somit ‚ihren Garten’ vor der Haustür und können durch nachbarschaftliche Achtsamkeit die soziale Kontrolle steigern.
Die Umbauarbeiten für den Zirkusspielplatz sollen im Frühsommer starten. Weil aber Neugestaltung allein die alten Probleme nicht beseitigen kann, sind möglichst viele Kiezbewohner aufgerufen, ein Stück weit Verantwortung zu übernehmen. Zum Beispiel als Spielplatzpaten, die einfach hin und wieder ein Auge auf das Gelände haben, und im Zweifelsfall den ‚kurzen Draht’ zum Grünflächen-Amt nutzen. Oder wie eine Hausbesitzerin bei der Auftakt-Charette bemerkte: „Durch das Quartiersmanagement hat sich schon Einiges verbessert, denn man hat einen Ansprechpartner.“
Kontakt:
Susanne Walz
Quartiersmanagement Pankstraße
Prinz-Eugen-Straße 1, 13347 Berlin
Tel.: 7474 6347







