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Donnerstag, 22.11.2012

Die Musikschule Fanny Hensel

Musik für alle

Die Musikschule in der Ruheplatzstraße 4 besteht seit den 1950er Jahren und gehört seit der Bezirksfusion 2001 zur Musikschule "Fanny Hensel", die im Berliner Bezirk Mitte drei Zweigstellen betreibt. Im Wedding unterrichten 80 Dozenten etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler in Kursen vom Musikgarten für Babys über die Musikalische Früherziehung bis zu den einzelnen Instrumentenarten, wie Streich-, Zupf-, Blas-, Schlag-, Tasten- und Balginstrumente oder Gesang und Tanz. Die Statistik der Altersverteilung zeigt, dass Kinder bis 14 Jahren die stärkste Gruppe in den Musikkursen sind. Danach folgen Jugendliche und Erwachsene, die  neben Einzelunterricht auch Angebote zum Musizieren in Ensembles und Gruppen wahrnehmen. Die Musikschule kooperiert mit vielen Weddinger Schulen und führt dort Kurse mit Schülern durch. Gerade in letzter Zeit ist die fachliche Diskussion über Konzepte der musikalischen Bildung im Quartier Pankstraße zwischen Musikschule und Wedding-Schule sowie Humboldthain-Grundschule intensiviert worden.

Musikschulleiter Udo Krzyzynski betont das Credo der Einrichtung, durch Wohnortnähe Angebote des Musikunterrichts zu den Menschen zu bringen und sie bei der Finanzierung des Musiklernens ihrer Kinder zu entlasten. Damit wird auf die kulturelle Breitenarbeit der stärkste Akzent gesetzt. Daneben wird die Spitzenförderung aber nicht vernachlässigt, allerdings verfolgen im Wedding nur drei bis fünf Prozent der Schüler eine Berufsperspektive als Musiker. Der Musikpädagoge Udo Krzyzynski erläutert die Bandbreite von Fähigkeiten, die beim Musikmachen ausgebildet wird: Soziale Kompetenz entsteht beim gemeinsamen Musizieren, Verantwortung übernehmen und sich einordnen können, das Zuhören und Eingehen auf andere Instrumente sind Kompetenzen bei Persönlichkeitsbildung und Lernfähigkeit. Musizieren ist eine Anstrengung, die sich lohnt, denn ein Musikstück spielen zu können, ist ein Erfolgserlebnis und vermittelt Freude für sich und die Zuhörer. Zur Philosophie der Musikschule gehört, angesichts der Vermassung, Desensibilisierung und Überreizung in der Gesellschaft organisierte Gegenangebote zu machen. In einer Ex-und- Hopp-Gesellschaft hat die Beschäftigung mit Musik eine eigene Qualität und auch das Leitbild der Musikschule, Musizieren als gemeinsames Tun zu pflegen, setzt klare soziale und kulturelle Signale.

Musikinstrumente werden nicht nur von Kindern und Jugendlichen gelernt, sondern auch Erwachsene kommen zur Musikschule, um früher erworbene Musikkenntnisse aufzufrischen oder ganz von vorn zu beginnen. Lernformen sind der Einzel- und Gruppenunterricht, wobei flexible individuelle Lösungen möglich sind. Instrumente können gegen eine Gebühr ausgeliehen werden. Erstaunlich ist der Zulauf im Berliner Norden zum Klavier, dessen Unterricht eine Spitzenstellung einnimmt. Danach kommen die Zupfinstrumente, die Holzbläser und Streicher. Dann der Gesang, die Schlaginstrumente und zuletzt die Blechbläser, die eigentlich ein stärkeres Interesse verdienten.

Heute hat an Musikschulen schon längst nicht mehr die Pflege klassischer Musik Vorrang, vielmehr hat sich neben der Klassik eine ganze Bandbreite von Folklore, Weltmusik, Rock, Pop, Jazz und Tanz entfaltet. Eine kleine Abteilung ermöglicht auch die Studienvorbereitung für künftige Musikstudenten aus den Bereichen Klassik und Populärmusik. Der Unterricht und die Projektleitung liegen an der Musikschule in den Händen ausgebildeter und erfahrener Musiker mit pädagogischer Qualifikation, wodurch die Vermittlung musikalischer Bildung und die Praxis des Musizierens eine gute Basis haben. 

Informationen über die Musikschule:

Info-Telefon: (030) 9018-37522

Internet: www.musikschule-fanny-hensel.de

Große Weddinger Musikshow im September 2012 beim Jahreskonzert „Da Capo…“ der Musikschule Fanny Hensel: Im Programm treten 14 Gruppen mit Titeln der unterschiedlichsten Musikrichtungen auf: Passend zum Motto „Unter Nachbarn“ begrüßen Kinderchor und Jugend-Kammerorchester die Konzertbesucher mit dem Neuköllner Nachbarschaftslied „In der Weserstraße 4“. Es folgt ein türkisches Tanzlied von Jugendorchester, Sazorchester und türkischem Chor. Danach spielt das Blockflötenconsort, gefolgt von den Guitar Heroes, vier Sängerinnen bringen Berliner Lieder, dann zwei Klaviervirtuosen mit einer vierhändigen Komposition von Ravel. Nach der Pause legt die Big Band „Foo Birds“ mit jazziger Akustikpower los und nach einem virtuosen Klavierspiel die feinen Instrumentalmusik des vietnamesischen Lotos Ensembles. Eine Querflöte bringt Beethoven, dann elektronisch verstärktes Fortissimo der Oberstufenpopband und zum Finale mit großem Orchester und Chor werden griechische Titel gespielt. Begeisterung und Beifall im Konzertsaal des ATZE Musiktheaters in der Luxemburger Straße.

Ewald Schürmann