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NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
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Die Panke jetzt durchgehend Grünzug

Seit 100 Jahren träumen die Weddinger von einem durchgehenden Grünzug entlang der Panke. Jetzt ist dieser Traum erfüllt: Seit dem 31. August ist der letzte, bislang unzugängliche Abschnitt zwischen Gericht- und Pankstraße auch offiziell eröffnet.
Bereits im Jahr 1909 gab es nämlich Bestrebungen, die Panke in Wedding wieder zu begrünen. Die war damals ein schmutziger Abwassergraben, von Fabriken und Mietkasernen gesäumt. Doch erst 1951 wurde mit dem Bau des Pankegrünzugs begonnen – die Konzeption erarbeitete das Weddinger Gartenbauamt unter den damaligen Baustadtrat Walter Nicklitz. Insgesamt 2,8 Kilometer des Uferbereiches wurde neu gestaltet, es wurden Grundstücke angekauft, Betriebe verlegt und Straßen verschmälert. In den achtziger Jahren wurden die Arbeiten fortgesetzt – auch deshalb, weil ein Hochwasser im Jahr 1980 die Notwendigkeit von Rückhaltebecken vor Augen geführt hatte. Doch zwischen Gericht- und Pankstraße klaffte weiter eine Lücke. Hier hatte die Trasse des S-Bahn-Ringes den Durchgang blockiert, zudem ist hier das Ufer zum Teil bis an den Rand bebaut. Bei der Instandsetzung der Ringbahn bzw. dem Bau der neuen Nord-Südbahn wurde jedoch ein Durchgang für Fußgänger und Radfahrer geschaffen. Und die Einsetzung des Quartiersmanagements im Gebiet Reinickendorfer Straße/Pankstraße ermöglichte die Vollendung des letzten Abschnitts mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Programm "Soziale Stadt".
Beteiligt wurden AnwohnerInnen und die EigentümerInnen der betroffenen Grundstücke, Student-
Innen erstellten Gestaltungsentwürfe, Jugendliche aus Berlin
und Paris wurden im Rahmen eines Austauschprojekts an der Durchführung der Arbeiten beteiligt. Das Grünflächenamt räumte einen Teil seines Stützpunktes an der Pankstraße, und der Eigentümer der Gerichtstraße 23 ließ einen Durchgang durch sein Hinterhaus brechen, das bis ans Ufer der Panke reicht. Zuletzt wurde ein Steg über die Panke errichtet und damit die Lücke in der Promenade geschlossen.
Nicht nur für die Weddinger besteht nun die Möglichkeit, von der Mündung der Panke am Spandauer Schifffahrtskanal bis an die Stadtgrenze und darüber hinaus bis nach Bernau zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu wandern. Und wenn demnächst auch der historische Verlauf der Panke wiederhergestellt sein wird – über das Gelände am Stadion der Weltjugend, wo der BND seine Zentrale errichten will bis zur eigentlichen Mündung in der Nähe des Bahnhofes Friedrichstraße – bekommt die Pankepromenade einen direkten Anschluss an die touristischen Zentren Berlins. Auch für Besucher der Stadt ist der Pankegrünzug nämlich überaus attraktiv. Nicht nur, weil er an zwei Stellen die ehemalige Mauer durchbricht. An vielen Orten gibt es interessante Geschichten zu erzählen: von den Barrikaden im Mai 1929 in der Kösliner Straße zum Beispiel, an die hier heute ein Gedenkstein erinnert. An die ersten Siedlungen der "Kolonie Neu-Wedding" in der Gegend der Wiesenstraße oder der ehemaligen Heilquelle am Gesundbrunnen (Luisenbad). Auch in dem neuen Abschnitt des Grünzuges wäre ein Hinweis auf den "Berliner Asyl-Verein", der im Jahr 1896 in der "Wiesenburg" ein Obdachlosenheim errichtete, angebracht. Einen ähnlich attraktiven Spazierweg durch die Innenstadt findet man jedenfalls in Berlin kaum wieder. An dem jetzt neu eröffneten Abschnitt hätten daher auch gastronomische Betriebe gute Chancen. Derzeit dienen die Erdgeschossräume der Gewerbegebäude in der Gerichtstraße 23 noch als Lager – ihre Umwandlung in ein Café oder eine andere gastronomische Einrichtung ist aber ausdrücklich erwünscht.






