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Öffentlicher Workshop "Nachbarschaftstreff im Quartier Pankstraße"
Petunien #9 - Performance-Serie für Improvisationn (gegründet von: Sandra Wieser & Meltem Nil)
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30 Jahre NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße
Die Zukunft der europäischen Stadt - das Beispiel Berlin
Händlerfrühstück Müllerstraße
Lange Tafel Leopoldplatz
NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
Die Wurzeln der Anderen
Begonnen hat alles in Göttingen. Bei einem Treffen bosnischer Flüchtlingsfrauen fragte die Moderatorin, was ihnen zum Glück fehle. Die Antwort war einstimmig: Ein Garten! Denn Blumen auf Fensterbänken oder Kräuter aus dem Supermarkt waren den Frauen fremd. Im ersten Internationalen Garten bauten sie sich ein Stück Heimat in der Fremde auf und kamen über das gemeinsame Handeln mit anderen Nationen ins Gespräch – unkompliziert und ohne Sprachbarrieren.
Gerda Münnich aus Treptow war von der Idee begeistert. Sie rief eine Initiative mit weiteren Interessenten und den zuständigen Ämtern ins Leben, und 2003 bekamen sie eine 4000 Quadratmeter große Brachfläche, den heutigen Wuhlegarten. Mittlerweile ist Berlin mit 60 Initiativen und 25 bestehenden Projekten auch Hauptstadt der Interkulturellen Gärten, und Gerda Münnich ist als guter Geist ständig in ihrer Mission unterwegs.
Zum Mitte Museum, wo seit Februar 2009 der zweite Interkulturelle Garten im Wedding entsteht, kommt sie mit einer großen Torte, denn die erste Projektphase und die Förderung durch das Programm Lokales Soziales Kapital (LSK) sind beendet. „Das ist heute mein dritter Gartenbesuch!“, sagt die rüstige Dame mit den grauen Haaren lachend.
Rund 25 Aktive, Interessenten und Neugierige lassen sich am Nachmittag des 8. November von Michael Strecker und Hans-Hermann Hirschelmann, die das Projekt für den Trägerverein Future-on-Wings organisatorisch betreuen, durch den Garten des Mitte Museums führen.
Eine Ahnung, wie es im Frühjahr hier aussehen könnte, vermitteln zurzeit nur die Eibe mit den roten Beeren und die große Kräuterspirale, die von sechs aktiven Gärtnern aus Kroatien, Nigeria und Deutschland gepflegt wird. Kiwi- oder Himbeersträucher erkennt man an den Namensetiketten. Der Aufbau eines Gartens braucht seine Zeit, vor allem aber kann man in innerstädtischen Gebieten nicht einfach losgärtnern. „Die ersten Monate haben wir damit verbracht, Kabel zu suchen, Genehmigungen für das Fällen der Pappeln einzuholen, und der Boden musste auf Altlasten untersucht werden“, sagt Michael Strecker.
Organisiert werden musste auch neue Erde für die Hochbeete. Denn die Bodenproben haben eine hohe Schwermetallbelastung ergeben. Auf Initiative von Ines Blumenthal, die das Projekt von Seiten des Bezirksamts für Umwelt und Natur tatkräftig unterstützt, spendete der Betriebshof Mitte die neue, unbelastete Erde.
Neben Hügelbeeten sollen Tisch-Beete für Rollstuhlfahrer und Sehbehinderte angelegt werden. Denn während in der Seestraße seit 2005 der Interkulturelle Garten der Generationen besteht, soll ein Schwerpunkt in der Pankstraße das Gärtnern mit Behinderten sein. Michael Strecker erzählt von Kontakten zu einer Schule und zu einem Zentrum in der Wiesenstraße: „Die stehen eigentlich in den Startlöchern.“
Mitte Museum am Gesundbrunnen
Pankstraße 47
13357 Berlin
Tel.: 4606019-0
E-Mail: mittemuseum[at]gmx[.]de
Homepage: www.mittemuseum.de
Wer sich über bestehende Interkulturelle Gärten und Initiativen in Deutschland informieren möchte, findet ausführliche Beschreibungen, Links und Kontakte auf der Homepage der Stiftung Interkultur: www.stiftung-interkultur.de/probrd.htm






