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Die Zukunft der europäischen Stadt - das Beispiel Berlin
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NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
Ein Ort für Begegnungen

- Die MaxiKings beim Gangway-Fest im Juni auf der Badstraße.
Seit Ende März 2008 gibt es das „offene Haus Maxstraße 14“. Gegründet auf Initiative einiger Anwohner, hat sich der Treffpunkt zum wichtigen Bestandteil im Kiezleben entwickelt.
Als das „offene Haus“ im vergangenen Jahr in einem Ladenlokal eröffnete, war der Lebensmittelpunkt der hiesigen Kinder und Jugendlichen die Straße. Mittlerweile gibt es einen Mädchentag, einen Jungentag, und es gibt die „MaxiKings“. Die haben sich aus dem losen Zusammenschluss einiger Hip-Hop-Fans entwickelt, sind auf 17 Jungen und Mädchen angewachsen und treten auf Veranstaltungen im Kiez und sogar in anderen Berliner Bezirken auf.
Die „MaxiKings“ sind nicht nur für die Hip-Hopper, die ihre Fähigkeiten unter Anleitung der Profimusiker Boger & Benson ausbilden können, eine wichtige und kreative Freizeitbeschäftigung, sondern strahlen zudem auf die nachbarschaftlichen Beziehungen aus. „Die Kinder und Jugendlichen sind natürlich mächtig stolz. Sie erzählen es ihren Eltern, und so bekommen wir einen besseren Kontakt zu Müttern und vor allem zu den Vätern, die sonst eher am Laden vorbeilaufen würden“, sagt Gottfried Uebele, der die Bürgerinitiative Maxstraße 2006 gemeinsam mit Petra Böhm gegründet hat.
Inzwischen arbeiten sie eng mit weiteren Akteuren im Quartier zusammen. Gangway e. V., der Verein für Straßensozialarbeit, führt im Laden eine wöchentliche Sprechstunde für Jugendliche durch und bietet offene Gruppenangebote sowie regelmäßige Berufs- und Rechtsberatungen an. Der Verein Kulturen im Kiez e. V. veranstaltet hier die Kurse seines Väter-Söhne-Projekts.
Aber auch Erwachsenen steht der Treff offen. Ein Kreis von rund zehn Nachbarinnen zwischen 20 und 65 Jahren trifft sich wöchentlich zum gemeinsamen Kochen oder zum Austausch bei Kaffee, und zweimal konnte der Laden bereits vermietet werden: Eine kongolesische Familie hat hier ebenso gefeiert wie eine bulgarisch-türkische Geburtstagsgesellschaft. „Da ist es vielleicht für die Nachbarn etwas laut geworden“, so Gottfried Uebele, „aber die Stimmung war jedes Mal fantastisch.“
Kontakt:
Gottfried Uebele
gottfried.uebele@web.de
Maxstraße 14
13347 Berlin






