Einzigartiger afrikanischer Leseraum in Berlin eröffnet!

Die Zahl der AfrikanerInnen in der Hauptstadt steigt ständig, ebenso wie die Zahl der Afrodeutschen. Insbesondere im Berliner Stadtteil Wedding, vor allem im „Sprengelkiez“, lassen sich immer mehr Afrikaner nieder. Hier entsteht sozusagen ein „Klein-Afrika“.

Bisher wird die Wahrnehmung dieses Kontinents allerdings von zum Teil althergebrachten Klischees dominiert: Krankheit, Krieg, Exotik und Tanz. Die Kultur des zweitgrößten Kontinents der Erde wird oftmals nur auf Musik, nicht selten sogar nur auf wenige Instrumente reduziert. Das intellektuelle Afrika bleibt vielen Deutschen, aber auch vielen Afrikanern unbekannt. Dabei gibt es in Afrika nicht nur hervorragende Autoren und Autorinnen, Musiker und Musikerinnen, sondern es gibt auch eine florierende Filmindustrie. Auch europäische Filmemacher entdecken den Kontinent für sich. Den an Afrika Interessierten fehlt es allerdings an leicht zugängigen Medien, anhand derer sie sich über Musik, Filme, Geschichte, Politik und Kultur informieren können.

Das Afrika Medien Zentrum e.V. hat diese Lücke geschlossen. Gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms „Zukunftsinitiative Stadtteil“ - Teilprogramm „Soziale Stadt“, ist im Afrika Medien Zentrum ein Raum mit Medien aus und über Afrika eingerichtet, der Interessenten zur Verfügung steht. Dabei handelt es sich um Belletristik, Sachbücher, Dokumentarfilme und Zeitungen/Zeitschriften aus und über Afrika.

Nach einer langen Vorbereitungsphase, in der es nicht leicht war, alle Medien ausfindig zu machen, ist der afrikanische Leseraum seit dem 18. August um 18.00 Uhr offiziell eingeweiht. Ungefähr 2010 Bücher mit Afrikabezug stehen dem Publikum zur Verfügung.

Der Leseraum wird montags und mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 15 bis 20 Uhr geöffnet haben und die Medien können gegen eine kleine Gebühr entliehen werden.


Kontakt:
Lo'Nam Verlag
Hervé Tcheumeleu
Torfstr 12
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