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Elternbegleitung im Quartier Pankstraße

Auch Museumsbesuche gehören zu den Aktivitäten der Schuleltern (Foto Güler Öz)

Was gibt es an praktizierter Elternarbeit und mit welchen Initiativen kann man die Einbindung und das Interesse der Eltern am Schulgeschehen stärken? So lauteten die zentralen Fragen, denen die Untersuchung der casablanca gGmbH und des Quartiersmanagements Pankstraße nachging.

Ein Fazit der„Schul(El)tern“-Projektleiterin Güler Öz: „Für die Ansprache der Eltern muss man viel Zeit aufbringen und kontinuierlich Arbeit investieren. Die Eltern zu gewinnen, ist genauso wichtig wie die Angebote, die den Eltern an der Schule gemacht werden.“ Denn ein Problem der Schulen im Kiez ist die Zurückhaltung der Eltern; einerseits weil sie das hiesige Bildungssystem nicht kennen und andererseits weil Sprachprobleme oder eigene negative Erfahrungen die Hemmschwelle erhöhen. „Dabei wirkt es sich auch auf die Kinder positiv aus, wenn sich ihre Eltern aktiv in der Schule einbringen“, betonte eine Lehrerin bei der Präsentation.

Im Rahmen der rund elfmonatigen Untersuchung hat Güler Öz Vertreter von Schulen und Kitas sowie Eltern zunächst interviewt und eine Bestandsaufnahme der praktizierten Elternarbeit gemacht. Anschließend wurden in Modellprojekten an der Wedding-Grundschule sowie an der Albert-Gutzmann-Schule weiterführende Aktivitäten zur nachhaltigen Beteiligung von Eltern ausprobiert.

Bei regelmäßigen Elterntrainings ging es um praktische Erziehungsfragen: Wie kontrolliere ich den Fernsehkonsum meines Kindes oder wie unterstütze ich es beim Deutschlernen? Die Erkenntnisse und Erfahrungen wurden anschließend diskutiert und im Kurs oder zu Hause mit Übungen vertieft.

Aus den Trainingseinheiten, zu denen auch Ausflüge zu „Lernorten“ gehörten, wurden Leitfäden wie zum Beispiel ein Motivationsplan zur Selbständigkeit der Kinder erarbeitet oder eine Mustervereinbarung, die den Alltag und die Kommunikation zwischen Schule und Eltern erleichtert. Eine Gruppe von Pateneltern soll das Projekt unterstützt von Lehrern und Erziehern fortsetzen.

 

Michaela Nolte