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NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
Football United- Ein Tag gegen Gewalt und Rassismus auf dem Fussballplatz (abgeschlossen)

Football-United ist ein Aktionstag für große Gruppen (Schulen, Vereine) gegen Gewalt und Rassismus auf dem Fußballplatz. Der Aktionstag fordert auf, sich einen Tag lang theoretisch und praktisch mit Gewalt und Rassismus im (Fußball-)Sport auseinanderzusetzen - nicht nur im Stadion sondern auch im Alltag zwischen Verein und Bolzplatz.
Ziel war es, einen Prozess anzustoßen, in dem Jugendliche selbstständig die Problematik herausarbeiten und Lösungsansätze entwickeln. Durch die selbstbestimmte Beschäftigung der Jugendlichen mit der Thematik sollen Toleranz und interkulturelle Kommunikationsfähigkeit gefördert und Bewältigungsstrategien für einen kritischen Umgang in der alltäglichen Lebenswelt von Jugendlichen geübt werden - theoretisch im Rahmen des Open Space-Workshops und praktisch im Rahmen des Fussballturniers.
Der Aktionstag wurde am 8.12.2006 durchgeführt. Für die Planung des Aktionstages waren mehrere Wochen intensiver Vorbereitung nötig. Zunächst musste das Projekt auf die Situation im Stadtteil abgestimmt werden und dann gezielt Akteure vor Ort angesprochen werden (Schulen, Einrichtungen, Experten...).

- Themen- und Gruppenbildung
Theoretischer Teil:
Nach einer Einführung in das Thema durch die Moderatoren Peer Wiechmann und Tanja Walther entwickelten die Teilnehmenden selbstständig ihre Fragestellungen, die sich aus dem Leitthema ergaben. Die selbst gesuchten Themen sowie die Freiwilligkeit der Arbeitsgruppen erhöhten die Motivation der Jugendlichen zur aktiven Teilnahme und inhaltlichen Mitgestaltung. Die sich so ergebenden Fragestellungen wurden im "Marktplatz der Ideen" gesammelt und als die Arbeitsthemen für die Arbeitsgruppenphase präsentiert. Die Jugendlichen ordneten sich dann dem Thema zu, das sie am meisten interessierte.
Die Ergebnisse der jeweiligen Gruppen wurden am Ende des theoretischen Teils der Veranstaltung für die Präsentation auf Postern vorbereitet und in bereits vorstrukturierten Protokollen festgehalten. Diese Protokolle wurden zudem in einer Dokumentation gebündelt, die jeder Jugendliche am Ende der Veranstaltung erhielt.
Praktischer Teil:
Der zweite Teil des Tages bestand aus einem Fussballturnier, in dem die Jugendlichen in gemischten Gruppen miteinander spielten. Um dies zu erreichen wurden die einzelnen Gruppen ausgelost. Anders als bei vergleichbaren Spielen wurde hier auf einen Schiedsrichter verzichtet, damit die Jugendlichen lernen sich selber zu organisieren. Dies stellte für einige Jugendliche eine hohe Herausforderung dar, so dass ein paar mal das Spiel unterbrochen wurde und noch einmal betont werden musste, dass der Gedanke des Spiels das Miteinander ist. Alles in allem wurde dies aber durchaus gut gemeistert.

- Praktischer Teil: Fußballturnier der Jugendlichen in gemischten Gruppen
Teilnehmende:
Teilgenommen haben 85 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Sie stammmen aus den drei Haupt- bzw. Realschulen im Quartiersmanagementgebiet Pankstraße in Berlin-Wedding. Die Altersspanne wurde durch gezielte Ansprache der 9. und 10. Klassen gering gehalten, was der Qualität der Veranstaltung zugute kam. Auch das nahezu ausgeglichene Geschlechterverhältnis hat sich positiv auf die Stimmung und die Breite der Diskussionsbeiträge ausgewirkt. Im Detail nahm eine 9. und eine 10. Klasse von der Oberschule am Brunnenplatz (20 bzw. 22 Teilnehmer), eine 9. Klasse der Herbert-Hoover-Oberschule mit 27 Teilnehmern und eine gemischte Gruppe von 16 Personen von der Theodor-Plievier-Oberschule am Aktionstag teil.
Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Theodor-Plievier-Oberschule (theoretischer Teil) und der Oberschule am Brunnenplatz (Turnier in der Sporthalle) statt.
Fazit:
Die Jugendlichen waren überaus interessiert bei der Sache und kreativ in ihren Fragen und Lösungsvorschlägen. Auch die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer bestätigten dies und betonten, dass ein solches Eigenengagement nicht immer vorhanden ist.
Bei einer Feedback-Runde nach der Veranstaltung wurde sowohl von den eingeladenen Experten als auch den begleitenden Erwachsenen betont, dass sie die Veranstaltung gelungen fanden und sie gerne mit weiteren Schülern wiederholen würden. Positiv wurde dabei auch die Vernetzung der drei Schulen und der jeweiligen Schulsozialarbeit hervorgehoben. Es wurde berichtet, dass es den Schülern gut getan hat, eine Veranstaltung zu besuchen, die sowohl in der eigenen als auch einer anderen Schule im Quartier stattfindet: so waren sie einmal "zu Besuch" und in der eigenen Schule konnten sie einen "Heimvorteil" erleben.
Das Team von football united überlegt derzeit, gemeinsam mit den diversen Kooperationspartnern weitere Aktionstage zum Thema Fußball gegen Gewalt und Rassismus mit den drei Oberschulen im QM-Gebiet Pankstraße zu veranstalten. Sowohl die drei Schulen im Gebiet als auch Hertha und die anderen Teilnehmer (Polizei, DRK-Jugendladen etc.) haben schon Interesse angemeldet und mögliche Unterstützung zugesagt. Hierfür wird derzeit eine Finanzierung durch Stiftungen, Vereine oder Sponsoren geprüft.
Das Projekt wurde durch das QM aus Mitteln des Bund-Länder-Programms "Die Soziale Stadt" finanziert.






