Hereinspaziert – Manege frei!

v.l.n.r.: Nöck Gail (Zirkus Internationale), Ephraim Gothe (Bezirksrat für Stadtentwicklung), Susanne Walz (QM Pankstraße), Tho-Mi Bauermeister (gruppe F)

Freudige Eröffnung des Zirkusspielplatzes in der Adolfstraße

Montag, 14. Juni, 16 Uhr. Aufgeregte Kinderstimmen, ein rot-weißes Absperrband, neugierige Anwohner und ein offizielles Eröffnungskomitee – so stellt sich das Szenario in der Adolfstraße bei der Eröffnung des neu gestalteten Spielplatzes dar. Anwesend sind neben einer Vielzahl von Kindern u.a. der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Ephraim Gothe, Tho-Mi Bauermeister (gruppe F), der den Spielplatz geplant und gestaltet hat, Nöck Gail vom Zirkus Internationale sowie Susanne Walz vom Quartiersmanagement Pankstraße.

In seiner kurzen Eröffnungsansprache zeigt sich Ephraim Gothe erfreut, dass sich auf diesem Spielplatz viele kleine thematische Angebote wie Bolzplatz, Buddelkiste, Streetball oder Klettergerüste unter dem großen Thema Zirkus vereinigen. Im Anschluss verzichtet er darauf, das Absperrband selbst zu durchschneiden. Vielmehr führen zwei Kinder die Schere. Diese durchtrennen ohne viel Federlesens das Band und erobern darauf mit ihren Spielkameraden jubelnd das Areal. Zur Erfrischung für Kinder und Erwachsene gibt es eine köstliche Holunder-Bowle mit Erdbeeren.

Der Platz kommt sofort gut an. Klar – konnten sich doch Kinder, Anwohner, Eltern, Initiativen und Interessierte bei der Planung intensiv einbringen. Die Planung unterlag der aus Amerika stammenden Charette-Methode, eine konsequent öffentliche Planungsmethode unter direkter Beteiligung der Bürger. Was es damit genau auf sich hat schildert Tho-Mi Bauermeister: „Wir waren 5 Tage die Woche vor Ort, haben unzählige Interviews geführt und selbst das Gespräch gesucht – zum Beispiel auch in den Moscheen oder beim Frauencafé. Und mit der Zeit hat sich das Thema Zirkus als international und offen genug herauskristallisiert, um allen gewünschten Spielräumen und -angeboten ein gemeinsames Dach zu bieten.“

Ein Dach, auf dass sich auch Nöck Gail freut: „Wir werden diesen Platz in Zukunft wieder regelmäßig mit unserem mobilen Spielteam besuchen und die Kindern mit Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten überraschen.“

Erstmal ist der Platz allein Attraktion genug. Überall haben sich Pulks von Kindern gebildet, die neugierig und enthusiastisch die neuen Möglichkeiten testen.

„Der Platz ist nicht nur eine Attraktion für Kinder, er stellt auch einen wichtigen und zentralen Ort für alle BewohnerInnen im Quartier dar.“ Sagt Susanne Walz vom Quartiersmanagement Pankstraße. „Mit der Fertigstellung des Spielplatzes wurde einer der letzten wichtigen Plätze im Quartier umgestaltet.“

Tho-Mi Bauermeister fast seine Erwartungen an den Spielplatz so zusammen: „Was wir hier hoffentlich erleben werden ist, dass ein Ort, der schon vorher als Idee vorhanden ist, von den Menschen stärker angenommen wird.“ Davon bin ich nach diesem Tag überzeugt.

Johannes Hayner