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Hart an der Panke

- Im Wedding angekommen fließt die Panke unter der Soldiner Brücke durch Richtung Osloer Straße.

- Jenseits der Badstraßenbrücke schlängelt sie sich durch ein enges, kanalisiertes Bett, vorbei an der ehemaligen BVG-Straßenbahnwerkstatt in der Uferstraße, dem heutigen Kunst- und Kulturzentrum 'Uferhallen' . fotos: panke.info e.V.
„Alles fließt, klingt einfach besser als es geht den Bach runter“, sagt Martin Riewestahl vom Verein panke.info e.V.. Tatsächlich soll es mit der Panke wieder bergauf gehen. Denn bis 2015 wird das Flüsschen entsprechend der europäischen Wasserrahmenrichtlinie naturnah umgestaltet. Der im Mai 2009 gegründete Verein wird die Umbaumaßnahmen mit seiner besonderen Öffentlichkeitsarbeit für den Lebensraum Panke begleiten.
„Ursprünglich wollten wir nur eine Internetplattform machen,“ sagt Ralf Hertsch. Der Programmierer und Webdesigner war vor einigen Jahren in die Stockholmer Straße gezogen – mit Blick auf die Panke. Seinen Nachbarn Joachim Faust lernte er über einen Freund in Indien kennen und gemeinsam riefen sie 2006 www.panke.info ins Leben.
Mittlerweile ist das Portal zu einer beeindruckenden „Erklär-Anlage“ angewachsen, auf die monatlich bis zu 3000 Neugierige zugreifen. Von der Quelle bei Bernau bis zur Spree-Mündung in Berlin-Mitte vermitteln liebevoll gestaltete Beiträge und Fotografien Wissenswertes zum Verlauf und zur wechselvollen Geschichte der Panke. Ausgearbeitete Touren informieren über Wege, Natur und Architektur, der Veranstaltungskalender „Nah am Fluss“ und ein Newsletter bieten Aktuelles entlang der Panke vom Barnimer Landkreis bis Berlin.
Längst ist das ehrenamtliche Engagement der zurzeit 25 Mitglieder nicht mehr nur virtuell. Seit November 2008 bieten die Panke-Experten Führungen zu Fuß oder per Fahrrad an: „Hart an der Panke“ geht es in Etappen von der Quelle bis zur Mündung, entlang des Mauerstreifens oder zu architektonischen Sehenswürdigkeiten. Zwei Studentinnen bringen Kindern die Natur an der Panke nahe und im nächsten Juni gibt es wieder eine biographische Harald-Juhnke-Tour.
„Als Fremdenführer bringen wir nicht nur Touristen, sondern auch vielen Anwohnern ihre Umgebung nahe“, sagt Joachim Faust. „Denn den meisten ist die Panke fremd.“ Damit sich das ändert, wird panke.info auch den Umbauprozess mit eigenen Themenführungen flankieren. „Wie sich der Fluss bis 2015 entwickeln wird, ist kaum planbar“, sagt Ralf Hertsch. „Die Panke wird sich schneller verändern als die Köpfe der Menschen.“
Der Verein trifft sich zwei Mal im Monat im Stadtteilzentrum Pankow. Die Mitgliedschaft beträgt 5 Euro pro Monat, bei Bedarf kann ein Sozialtarif vereinbart werden. Die Führungen finden auf Spendenbasis statt.
Kontakt:
Ralf Hertsch
hertsch[at]panke[.]info
www.panke.info





