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Dienstag, 30.07.2013

Hier spielt die Musik – Eröffnung der neu gestalteten Maxgärten am 6. Juni

Ein Platz zum Spielen, ein Platz zum Ausruhen, ein Platz zum Leben: So lässt sich das Ergebnis der Umgestaltung der Maxgärten kurz zusammenfassen. Dass nun dieser Raum der Öffentlichkeit übergeben wurde, war Anlass zu einem großen Hoffest am 6. Juni in den Maxgärten. Musik spielte auf, ein Clown hielt die Kinder bei Laune, ein leckeres Buffet sorgte für die Befriedigung kulinarischer Begierden. Die turbulente, bunte Atmosphäre war Ausdruck der großen Freude der Nachbarn über dieses konkrete Stück neu gewonnener Lebensqualität. Großfamilien hielten Picknick, Kinder tollten an Schaukel, Karussell, Rutsche, Trampolin und Buddelkiste, Nachbarn trafen sich zum Plausch oder lauschten den smoothen Sommerklassikern, die das Weddinger Duo „Natural Soul“ zum besten gab.

Durch die gemeinsame Finanzierung des Eigentümers Harry Gerlach Wohnungsunternehmen GmbH und dem Quartiersmanagement Pankstraße entstand hier eine Spiel- und Erholungslandschaft für Klein und Groß. In die Gestaltung mit einbezogen waren die zahlreichen Kinder und Jugendlichen, die in den angrenzenden Wohnarealen leben (wir berichteten). So konnten sie in dem von den Landschaftsarchitekten Gruppe F geplanten und moderierten und von Gottfried Uebele und Maude Fornaro unterstützten Entstehungsprozess eigene Wünsche formulieren.

Die „Gestaltung“ des Innenhofes der Maxgärten war bis 2012 ohne Anpassungen oder Erneuerungen auf dem Stand des 20. Jahrhunderts. Die Spielmöbel, wenn sie noch benutzt wurden, waren in einem sehr schlechten Zustand und nicht mehr zeitgemäß. Darüber hinaus gab es auch Gefahrenquellen, die ein erhebliches Verletzungsrisiko in sich trugen. Teilweise diente das verwahrloste Areal sogar Drogendealern und Trinkern als Rückzugsgebiet.

Nun steht das Areal vor einem Neuanfang. Fakt ist aber auch, dass man das Gebiet nicht sich selbst überlassen kann. Auch weiterhin werden Gottfried Uebele und Maude Fornaro vom Weddinger Träger „Kulturen im Kiez“ regelmäßig die hier lebenden Kinder besuchen und darauf achten, dass die entstandenen Möglichkeiten in gutem Zustand bleiben. Befragte Anwohner präsentierten sich von erfreut bis skeptisch. Ein älteres Ehepaar meinte, sie gäben dem Spielplatz „drei Monate, dann ist hier alles kaputt.“ Andere Anwohner vermuten, dass sich gerade in den Abendstunden die Trinker- und Drogenszene wieder einfinden werde. Aber gerade befragte Kinder sehen vor allem die neu entstandenen Möglichkeiten. „Jetzt“, so ein 10jähriger Junge, „spiele ich jeden Tag so lange im Hof, bis mein Mutter mich zum Abendessen ruft. Und wenn sie mich lässt, gehe ich danach wieder hierher.“  

Einige Impressionen von der Eröffnungsfeier

Johannes Hayner