Kalter Regen, heiße Rhythmen, coole Sounds – 3. Afrikafest im Wedding

Eine reiche Auswahl an afrikanischen Getränken und Lebensmitteln erwartete die Besucher
Alle konnten mitmachen
Das Afrikafest auf dem Platz vor dem Rathaus Wedding

Tristes, graues Wetter, 12° Celsius, Regen, Afrika. Afrika? Genau, denn auf dem 3. Afrikafest im Wedding gab es genau das: schlechtes deutsches Wetter und eine Menge Afrika. Der Deutsch-Togoischen Freundeskreis e.V. organisierte das Zusammentreffen der Kulturen, das am 28. und 29. August 2010 den Rathausplatz an der Müllerstraße in ein Stück Afrika verwandelte. Bei Musik, Tanz, Kultur, kulinarischen Leckerbissen, Kunsthandwerk und politischen Informationen konnten die Berliner erleben, wie viel Afrika in Berlin zu finden ist. Das Fest wurde unter anderem von den QM Pankstraße und Sparrplatz mit Mitteln des Programms „Soziale Stadt“ finanziert.

„Unser Wunsch ist es, dass alle afrikanischen Länder auf diesem Fest vertreten sein können“, sagt Assibi Wartenberg, Leiterin des Deutsch-Togoischer Freundeskreis e.V. „Dieses Jahr waren 6 Länder (von insgesamt 53) vertreten, zeigten an Ständen, mit Musik und Tänzen ihre Kultur. Und trotz des schlechten Wetters waren es mehr als in den letzten Jahren.“

Unter dem Motto Umbenennung der Straßennamen im Afrikanischen Viertel hatte der Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke zum großen Afrikaumzug aufgerufen. Am 28. August zog eine bunte Parade vom S-Bahnhof Wedding zum Rathaus Wedding. Der Umzug endete mit einer Kundgebung und abschließenden Party auf dem Afrikafest.

Wegen des schlechten Wetters blieben große Besucherzahlen leider aus, der guten Stimmung der Tänzer und Musiker konnte der Regen dagegen nichts anhaben. Über den gesamten Platz hörte man die typisch afrikanische Trommelmusik, dem kalten deutschen Klima einen Hauch Wärme gebend. Die Tänzerinnen heizten dem Publikum zusätzlich ein, kaum jemand stand dabei still.

Köstliche exotische Gerichte wie frittierte Bananen, die man einfach probieren musste, Couscous, mit Fleisch gefüllte Teigtaschen und andere Leckereien,  Kokos- und Bananenbier sowie Kunsthandwerk, Kleidung und Stoffe aus Afrika schufen eine lebendige bunte Atmosphäre. 

Obwohl die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurückblieben, konnten die Veranstalter rund dreitausend Besucher zählen, die gekommen waren, um afrikanisches Flair direkt vor ihrer Haustür zu spüren. Neben dem kulturellen Angebot luden politische Stände dazu ein, sich über „afrikanische Verhältnisse“ zu informierten. Gekommen waren vor allem Anwohner, die ein besonderes Interesse daran hatten, Erfahrungen auszutauschen und andere Kulturen kennen zu lernen. Die Resonanz war positiv, sowohl auf deutscher als auch afrikanischer Seite.

Isabel Zweiniger/Johannes Hayner