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Ebru - Die Kunst auf Wasser zu malen

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Donnerstag, 29. November 2018  10:00 Uhr

Einladung zu Info-Treffen: Tandems für geflüchtete Menschen

Kiezläufer für das Quartier Reinickendorfer/ Pankstraße

Ein wichtiger Teil der Probleme im Gebiet betrifft die Unachtsamkeit und Ignoranz im öffentlichen Raum: Vandalismus, Gewalt, Dreck und Sperrmüll auf Bürgersteigen, in Grünanlagen und Spielplätzen sind sichtbar und nehmen zu.
Gegen diese Erscheinungen zu arbeiten, ist die Aufgabe des Projektes "Kiezläufer", das mehr Verantwortlichkeit auf die Straßen im Gebiet bringen soll. Wichtiges Element ist hierbei die Arbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern. Sie sollen über Veranstaltungen oder präventive Aktionen eingebunden werden.

Wer sind die Kiezläufer:
Vier Menschen aus dem Wedding, die im Rahmen des HZA-Projektes beim Verein "Berlin macht mit e.V." eingesetzt sind, stehen dem Quartiersmanagement Pankstraße/ Reinickendorfer Straße ab 01.10.02 für ein Jahr zur Verfügung. Lohnkosten, Sach- und Qualifizierungskosten finanzieren das Sozialamt Mitte und das Land Berlin. Zuvor waren die Kiezläufer bereits seit Mai 2002 auf der Basis gemeinnütziger zusätzlicher Arbeit tätig.

Was machen die Kiezläufer:
Sie sind durch Rundgänge im öffentlichen Raum präsent und arbeiten gemeinsam mit dem Quartiersmanagement (QM) und der BSR daran, den öffentlichen Raum sauberer zu halten. Aufgabengebiet ist auch die Verbesserung des Zusammenlebens verschiedener Gruppen und die Hilfestellung für Hilfsbedürftige.

Dabei bilden sich verschiedene Aufgabenbereiche heraus:

1. Kinder:
1.1. Schulwegbetreuung und Sicherung in den Morgenstunden an Grundschulen

2. Pankegrünzug:
2.1. Rundgänge entlang des Pankegrünzuges

2.2. Unrat und Müll in den Anlagen und im Gewässer wie auch
Beschädigungen an Pflanzen an das Grünflächenamt durch das QM-Büro melden

2.3. Spritzen und Drogen einsammeln und durch das QM-Büro der Polizei übergeben wie auch Kontakt mir Drogenhilfsvereinen herstellen zur präventiven Arbeit

2.4. Hundehalter ansprechen und zur Einhaltung des Leinenzwangs auffordern

2.5. Alkoholkonsumenten in den Grünanlagen auf Sauberkeit und Lärmvermeidung hinweisen


3. Spielplätze:
3.1. durch Rundgänge Präsenz zeigen und Aufmerksamkeit den Spielplätzen widmen

3.2. ggf. mit dem QM, Kindern und Eltern Aufräumaktionen durchführen, um Vermüllung der Plätze vorzubeugen, gewalttätige Konflikte unter Kindern auf Straßen und Spielplätzen schlichten

3.3. Spritzen einsammeln (s.o.)

3.4. durch Präsenz Vandalismus verhindern und Beschädigungen oder Unfallgefahren zeitnah an das Grünflächenamt durch das QM-Büro melden.

3.5. gemeinsam mit dem QM-Büro und Alkoholkonsumenten versuchen, für sie andere Aufenthaltsplätze als die Spielplätze zu finden, um nicht durch den Alkoholkonsum auf den Spielplätzen Kinder und Eltern zu verdrängen

3.6. Hunde fernhalten


4. Straßenland:
4.1. achten auf Sperrmüll auf den Straßen und tägliche Meldung über das QM-Büro an die BSR

4.2. Hundehalter ansprechen zum Thema Hundekot auf den Gehwegen

4.3. mit Hausmeistern über Sauberkeit auf den Höfen und Straßen sprechen (Einkaufswagen, Hausrat etc.)

4.4. gewalttätige Auseinandersetzungen versuchen zu schlichten

4.5. durch Präsenz Kriminalität vorbeugen

4.6. für ein besseres Miteinander sorgen

4.7. ein offenes Ohr für alle Probleme haben


5. Übergreifende Aktivitäten für den Kiez:
5.1. sich bei der Organisation öffentlicher Feste beteiligen

5.2. Probleme oder Anregungen der Anwohner aufgreifen und an die verantwortliche Verwaltung oder das QM-Büro weitergeben

5.3. Schulen, Kitas, Vereine, Träger bei kleinen Aktionen im Gebiet unterstützen

5.4. Teilnahme an öffentlichen Putzaktionen im Kiez zusammen mit dem QM

Die Präsenz ist im Gebiet wichtig, um bekannt zu werden und Kontakte mit den Anwohnern herzustellen. Die Kiezläufer sollen sich in dieser Weise als Ansprechpartner im Kiez etablieren. Probleme oder Konflikte können vor Ort gelöst oder an entsprechende Stellen weitervermittelt werden. Ziel ist es, das Zusammenleben im Kleinen zu verbessern.
Über die Beseitigung von Müll u.ä. ist eine präventive, informierende Arbeit wichtig. Anwohner sollen durch Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen oder Veranstaltungen zu mehr Verantwortung für ihr Wohnumfeld motiviert werden, wie Müllaktionen, Aktionen gegen Hundekot u.ä.


Effekte durch die Kiezläufer:

  • Ansprechpartner im Kiez werden geschaffen
  • Verwahrlosung des öffentlichen Raumes wird entgegengetreten
  • konfliktfreies Zusammenleben verschiedener sozialer Gruppen wird verbessert
  • Kontrolle der Sauberkeit und Ordnung in den Grünanlagen, Spielplätzen und im öffentlichen Raum
  • Verantwortlichkeit der Anwohner für ihr Wohnumfeld wird gestärkt

  • Wie werden die Kiezläufer organisiert?
    "Berlin macht mit e.V." als Projektträger nimmt die Arbeitgeberfunktion wahr, kleidet die Kiezläufer ein und organisiert die Qualifizierung. Das Quartiersmanagement Pankstraße stellt den Einsatzort, organisiert die tägliche Arbeit sowie die notwendigen Kontakte.
    Der Quartiersladen in der Prinz-Eugen-Str. 1 ist der Anlaufpunkt.
    Die Kiezläufer sind wochentags zu zweit in zwei Schichten von 7.45 Uhr bis 16.30 Uhr und 11.15 Uhr bis 20 Uhr (einschl. 45 min Pause) im Gebiet tätig.


    Wauer/ Okt. 2002





    QM