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Kooperationsvertrag zwischen der Yunus Emre Moschee und der Polizeidirektion 3
Auf Anregung des Quartiersmanagements Pankstraße fanden im September 2006 erste Gespräche über eine Kooperation zwischen der Polizeidirektion 3 und der Yunus Emre Moschee statt. Anfang Juli diesen Jahres war es dann soweit: In einer feierlichen Stunde unterzeichneten Lütfü Imamoglu, Religionsattaché des türkischen Konsulats, und Michael Krömer, Leiter der Polizeidirektion 3, den Kooperationsvertrag zwischen der in der Reinickendorfer Straße ansässigen Moschee und dem zuständigen Polizeiabschnitt.
Vor rund 50 Gästen und in Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters Dr. Christian Hanke sagte Michael Krömer: „Ich bin glücklich und stolz über den Anlass, der uns heute hierher geführt hat.“ Denn die vertraglich vereinbarte Kooperation zwischen der Moschee und der Polizei ist die erste ihrer Art überhaupt und hat somit eine Signalwirkung.
Natürlich gehe es nicht darum, so Krömer, demnächst gemeinsam Streife zu laufen. Er möchte das Zusammentreffen der verschiedenen Nationen als Reichtum begreifen und das Miteinander und gegenseitige Verständnis fördern.
Bestandteile der Kooperationsvereinbarung sind Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen zur Anti-Gewalt-Prävention, Verkehrserziehung, Beratung und Aufklärung über häusliche Gewalt sowie gegenseitige Besuche und ein regelmäßiger Informationsaustausch.
Das Vertragswerk ist jedoch nicht am grünen Tisch entstanden, sondern beruht auf den schon länger gewachsenen und guten Kontakten zwischen dem Polizeirevier Pankstraße und der Moschee. Die Quartiersmanagerin Sükran Altunkaynak organisierte am 7. September 2006 das erste Vernetzungstreffen zwischen den beiden Institutionen. Die Idee zur Vereinbarung hatten Burhan Kaya, stellvertretender Vorsitzender der Yunus Emre Moschee, und Thomas Hildebrandt, Leiter des Arbeitsgebiets Ausländer bei der Direktion 3. „Ein Ziel ist es, die Kollegen im Umgang mit Muslimen kompetenter zu machen“, sagte der Polizeihauptkommissar.
Die Wichtigkeit der Transparenz im Umgang miteinander und die Funktion der Moschee als großem Netzwerk betonten der Moderator Ender Cetin sowie Alpay Ece vom Moscheeverein: „Wir führen zum Beispiel >Crash-Kurse< für Polizisten durch, wo sie etwas über den Islam lernen können, über die Jugendlichen und die Hintergründe für ihr Verhalten.“
Yunus Emre Moschee
Reinickendorfer Straße 38-39
13347 Berlin









