Aktuelle Veranstaltungen
Öffentlicher Workshop "Nachbarschaftstreff im Quartier Pankstraße"
Petunien #9 - Performance-Serie für Improvisationn (gegründet von: Sandra Wieser & Meltem Nil)
Fest im SprengelHaus
Rassismus, NSU und die Stille im Land
Erzählcafé Wedding- Zu Gast der Kiezläufer Mahmut Hatun und der Filmstudent Johannes Kaczmarczyk
30 Jahre NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße
Die Zukunft der europäischen Stadt - das Beispiel Berlin
Händlerfrühstück Müllerstraße
Lange Tafel Leopoldplatz
NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
Kurse zur Gewaltprävention Oberschule am Brunnenplatz (abgeschlossen)

An der Oberschule am Brunnenplatz kommen über 90% der Schülerinnen und Schüler aus Familien mit Migrationshintergrund. Ein Großteil der Schüler und Schülerinnen gehört der muslimischen Religion an.
Seit dem Jahr 2005 nehmen je 100 Schüler aus fünf verschiedenen Klassen an den Kursen zur Gewaltprävention statt (zeitlicher Umfang: 4-8 Std./Woche).
Ziele der Kurse:
- Steigerung der Aufmerksamkeit der Schüler
- Vermittlung von Wissen (speziell zu kulturell bedingten Auseinandersetzungen)
- Trainieren von Verhalten
- Entwicklung von Projekten, z.B. Themenbereich Wertschätzung, soziale Umgangsweisen
Die Konfliktlotsen arbeiten innerhalb ihrer einzelnen Schulen sehr motiviert, identifizieren sich mit der Aufgabe der Streitschlichtung, sorgen sich um Schüler und Schülerinnen die gemobbt werden und gehen mit offenen Augen über den Schulhof und in den Schulalltag. Sie beginnen zunehmend mehr, sich als Team zu fühlen, als Gruppe wahrzunehmen und Verantwortung zu übernehmen.
Auch in Einzelfällen wird eine Stärkung sozialer Kompetenz sichtbar:
- Benannt werden können mehrere männliche Schüler mit hochgradigen Verhaltensstörungen, die keinerlei Frustrationstoleranz hatten und jetzt weniger schnell aus dem Unterricht verwiesen werden oder auch das Gespräch mit den Sozialpädagogen suchen bevor ihr eigenes Verhalten eskaliert.
- Im Rahmen von Gruppenzusammenhängen, z.B. einer Theater-AG in der Oberschule am Brunnenplatz werden die in die AG integrierten Integrationskinder nicht mehr ausgelacht, sondern inzwischen akzeptiert und von den anderen Schülern anerkannt.
- Schüler/innen können inzwischen kurzzeitig alleine im Raum von Schulnetz gelassen werden; sie beginnen sich selbst zu kontrollieren, Verantwortung für den Raum zu übernehmen und nicht zerstörerisch zu agieren- eine Haltung, die zu Beginn der Tätigkeit von Schulnetz nicht vorhanden war, z.B. wurden in der Oberschule am Brunnenplatz zu Beginn der Tätigkeit von Schulnetz ständig kleinere Diebstähle aus dem Schulnetzraum versucht- jetzt können sich dort 40 Schüler aufhalten ohne das etwas weggenommen wird.
Insgesamt herrscht bei Schulnetz die Einschätzung, dass innerhalb der Schülerschaft positive Veränderungen spürbar sind, die Grenzziehung zwischen "Angemessen" und "Unangemessen" bewusster geworden ist, dass in Bezug auf "Beschimpfungen" ein Bewusstsein am Entstehen ist, dass das so nicht in Ordnung ist und dass das Wort "Entschuldigung" kein Fremdwort mehr ist.








