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Mittwoch, 16.03.2011

Lecker essen um die Ecke – kulinarischer Kiez-Rundgang

Das ist Uwe Effertz, unser kulinarischer Kiezexperte, hier noch ziemlich hungrig.

Im Rahmen des QM-Projektes „Nächste Ausfahrt Wedding“  bietet er einmal im Monat einen kulinarischen Rundgang durch den Wedding an. Für einen Obolus von 6€, ermäßigt 4€ führt er Minigruppen auf eine spannende Reise durch unterschiedlichste Geschmackswelten. Heute uns.

Das Motto lautet: „Tourist sein in der eigenen Stadt.“

Ansonsten ist der 47jährige Musiker (American Blues) und – natürlich – Hobbykoch. Ungewöhnliche Kochkurse, die schon beim Einkaufen beginnen und oft erst weit nach dem Dessert enden, gehören auch zu seinem Repertoire.  

Startpunkt der kulinarischen Tour: Altinyayla Gözleme Evi, Lindower Straße Ecke Müllerstraße.

Gözleme, das sind dünne Fladenbrote aus Yufka-Teig, eine Spezialität aus Anatolien. Gefüllt werden sie zum Beispiel mit Schafskäse, Spinat oder Fleisch. Außerdem gibt’s hier noch Börek und verschiedene Suppen. Alles frisch, alles lecker. 

Effertz’ Empfehlung an den Fischfan: Royal Fischladen Deluxe, Lindower Str. 18

Frischen Fisch gibt’s hier! Vom Aal bis zum Zander. Und manchmal sogar eine kleine Meerjungfrau.
 

Weiter geht es zu Al Amir, Nettelbeckplatz am S-Bahn-Eingang

Ein arabisches Restaurant mit Holzkohlegrill. Al Amirs Spezialität sind Schawarmas und Grillspieße, auch zum Mitnehmen. Ein leckeres Hühnchen-Schawarma kann man auf dem Titelblatt der Quartier2 „Essen“ bestaunen.

Achtung: Rabatt-Coupon in der Printausgabe „Essen“  von Quartier2.

Restaurant Dubrovnik, Gerichtstr. 30

Rustikales gibt es im Dubrovnik. Der Kroate überzeugt schon seit Westberliner Tagen vor allem mit deftigen Fleischtellern. Im Sommer kann man schön draußen sitzen.

Erst im letzten Jahr hat der Bombay Express, Gerichtstr. 47 seine Türen geöffnet.

Endlich ein Inder im Kiez! Von „Alu Palak“ (Frische Kartoffeln mit Spinat) über „Fisch Curry“ bis hin zu „Sabzikorma“ (Gemüse und Rahmkäse mit Mandeln in Curry-Soße) findet man alle Klassiker auf der Karte. Preisreduzierte Mittagsangebote von 12 bis 16 Uhr gibt es auch.

"Zum Magendoktor", direkt am Nettelbeckplatz.

Der Klassiker! Wenn der Magen nach all den kulinarischen Gaumenfreuden dann doch mal drückt, bekommt man hier 24/7 seinen Verteiler. Sportliche Betätigung am Billardtisch und beschwingende Töne aus einer Musikbox von anno dazumal unterstützen die Verdauung.

Alaturka, Reinickendorfer Straße 110

Das stadtbekannte türkische Restaurant mit Holzkohlegrill. Spezialität ist der knackige Alaturka-Salat mit Rucola, Petersilie, Zwiebeln, Chili und Zitronensaft. „Das ist wirklich ein extrem guter Salat, der Lust aufs Wiederkommen macht!“ findet Uwe.

Achtung: Rabatt-Coupon in der Printausgabe „Essen“ von Quartier2.

Dan-Thai-Food, Reinickendorfer 96

Klein aber oho! Ein Tisch innen, einer außen. Von der Tom Kha über die knusprige Ente bis zum Thailändischen Eisbein bleibt auf der übersichtlichen Karte kaum ein Wunsch offen. Auch einen winzigen Verkauf asiatischer Spezialitäten gibt es. Effertz: „Meine Freundin fährt vor allem auf die leckeren Suppen ab.“

Spiritus Mundi, Nazarethkirch- Ecke Malplaquetstraße

Seit Ende 2010 gibt es endlich auch eine Wein- und Feinkosthandlung im Kiez. Bagels, Brot und American Cookies kann man bei einem netten Schwatz mit Tanja genießen oder mit nach Hause nehmen.

Unser Weg führt uns zu Da Baffi, Mangiare y Bere, Nazarethkirchstraße 41.

Federico, einer der drei Eigner ist dieser Tage noch fleißig am renovieren. Noch im März eröffnet „Der Schnurrbart“ seine Pforten und lockt auf 22 Plätzen mit original italienischer Küche: Pasta, Fisch- und Fleischgerichte ab 5 Euro.

Direkt daneben finden wir Auf der Suche nach dem Verlorenen Glück, Nazarethkirchstraße 43. Schöner Name, schönes Café. Hausgemachte Kuchen und herzhafte Gerichte, Frühstück ab 9 Uhr. Uwe: „Ordentliche Qualität zu ordentlichen Preisen!“

Korea Haus, Nazarethkirchstr. 45

Unser Lieblingskoreaner im Kiez. Kim hat eine kleine Holzhütte in sein Ladenrestaurant gebastelt. So erscheint jeder Besuch wie eine kleine Reise nach Fernost, nicht zuletzt auch wegen der leckeren Gerüche und Spezialgerichte. Vorsicht: Montag ist Ruhetag. „Das Schöne ist ja, dass eigentlich jede Tour anders verläuft“, freut sich Uwe, „jeder Teilnehmer hat sein persönliches Lieblingsrestaurant im Kiez, das ich dann unter Umständen noch gar nicht kenne, aber auf meiner nächsten Tour sogar einbaue.“

Pierogarnia, Turiner Straße 21

Lidia Kozlowska kommt aus Poznan und lebt seit 30 Jahren im Wedding. Ihr Motto „Polnische Gastfreundschaft und Gaumenfreuden“ ist Programm. Spezialität des gemütlichen Restaurants sind Piroggen (Pierogi), das sind gefüllte Teigtaschen aus Hefe-, Blätter- oder Nudelteig. Dienstag bis Samstag ab 13 Uhr geöffnet.

Achtung: Rabatt-Coupon in der Printausgabe „Essen“ von Quartier2.

Taverna Hellas, Utrechter Ecke Turiner Straße

Einen Griechen gibt es natürlich auch im Kiez. Einmal im Monat wird zu Live-Musik Sirtaki getanzt. Spezialität ist der Mittelmeerfisch, der im folkloristischen Ambiente besonders gut mundet.

Sehr lecker schmeckt´s beim Krua Thai Imbiss, Luxemburger Str. 4.

Spezialität sind verschiedene Curry-Gerichte auf Kokosmilch-Basis und die „Knusprige Ente“. Im Sommer kann man draußen speisen und von 11 bis 16 Uhr gibt’s einen Mittagstisch mit 11 preiswerten Gerichten (4€ bis 6,90€). Immer mit Suppe oder Frühlingsrollen.

2 Häuser weiter kehren wir bei Asaad ein, Luxemburger Str. 6.

Unter Studenten der nahen Beuth-Hochschule sitzt man im familiär geführten Asaad gemütlich und in geschmackvollem Ambiente. Frische Hühnchen- oder Rind-Schawarmas sowie Halumni-Taschen mit Spezial Sesam- oder Mango-Soße gehören zu den absoluten Rennern, aber auch die Tellergerichte munden vorzüglich.

Vinh-Loi, Müllerstr. 40 (im Keller!)

Der Chinesische Supermarkt ist Uwes Lieblingsort im Kiez „Hier habe ich noch nie was gesucht, was ich nicht gefunden habe!“ Oft war es aber schon umgekehrt. An der asiatischen Lebensmittelvielfalt und -ausgefallenheit kann man sich kaum satt sehen!

Besonders delikat: Die in Salzlauge eingelegten Seewasserquallen.
Asia Deli, Seestr. 41

Nicht mehr ganz im Kiez, aber dennoch einen Blick über den Tellerrand wert. Hier gibt es einige „sauleckere Spezialitäten“ wie Rindermagen oder Schweinebauch. Uwes Geheimtipp: „Unbedingt die rote Speisekarte verlangen, die eigentlich für Chinesen gedacht ist, aber die wirklich leckeren Gerichte führt.“

Die normale Karte ist ausschließlich mit Gerichten gespickt, die auf den europäischen Geschmack adaptiert sind.
Ariang, Seestraße 106

Das Ariang ist die letzte Station unserer Kieztour. Der von außen sehr unscheinbare Koreaner genießt Kultstatus. Nicht nur bei koreanischen Besuchern. Die Gäste laben sich in der zweiräumigen rustikal möblierten Stube an Gerichten wie Feuerfleisch und Kimchi-Kohl.

Aber auch Kurioses wie eingelegte Strandschnecke kann man bestellen.
Echte (Schürmann´sche) Ochsenschwanz(vor)freude.
Hungrig und platt, aber glücklich: Die Redaktion dankt und wünscht einen Guten Appetit.

Uwe Effertz mit den Kollegen Hayner (links) und Schürmann (mittig). Hayner labt sich am Tintenfisch, Schürmann kühlt routiniert die noch immer heiße Ochsenschwanzsuppe und Uwe freut sich über seine Kokosmich-Suppe mit Meeresfrüchten. Berichterstatter und Fotograf Kuntzsch freut sich schon auf sein Feuerfleisch.

Volker Kuntzsch