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Öffentlicher Workshop "Nachbarschaftstreff im Quartier Pankstraße"
Petunien #9 - Performance-Serie für Improvisationn (gegründet von: Sandra Wieser & Meltem Nil)
Fest im SprengelHaus
Rassismus, NSU und die Stille im Land
Erzählcafé Wedding- Zu Gast der Kiezläufer Mahmut Hatun und der Filmstudent Johannes Kaczmarczyk
30 Jahre NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße
Die Zukunft der europäischen Stadt - das Beispiel Berlin
Händlerfrühstück Müllerstraße
Lange Tafel Leopoldplatz
NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
Müllerstrasse aktiv!
Aktiv ist in der Müllerstraße vor allem der Autoverkehr. Eine der großen Einkaufsmeilen Berlins wird als Durchgangsstraße stark frequentiert, doch Aufenthaltsmöglichkeiten für die Bürger und Geschäfte mit ansprechenden Angeboten sind rar. Bis zum Jahre 2016 soll der Bereich zwischen Transvaal-/Barfusstraße und Fenn-/Reinickendorfer Straße wieder zu einer lebendigen und lebenswerten Einkaufsstraße entwickelt werden. Insgesamt 8 Millionen Euro stellen Bund, Senatsverwaltung und das Bezirksamt Mitte hierfür zur Verfügung.
Das Architektur- und Stadtplanungsbüro Jahn, Mack & Partner hat mit aktiven Bürgern das Konzept für den Wettbewerb erarbeitet und war von Juli 2009 bis Januar 2010 mit vorbereitenden Untersuchungen beauftragt, um zu klären, ob der 1,5 Quadratkilometer große Bereich zum Sanierungsgebiet wird.
„Das ist ein Riesengebiet. Darum plädieren wir dafür, sich auf einen Kernbereich zwischen Seestraße und Trift-/Gerichtstraße zu konzentrieren“, sagt Susanne Jahn. „Der Fokus des Programms Aktive Stadtzentren liegt ja auf Ortskernen mit Funktionsschwäche. Es geht darum, den öffentlichen Raum wieder aufzuwerten, also die Straßen, Plätze und die bestehenden Einrichtungen. Die Wohngebiete profitieren davon natürlich auch, sind aber nicht direkt eingebunden.“
Mit zeitgemäßem und einheitlichem Straßenmobiliar, mit Radfahrwegen, Grünzügen und Durchwegungen für Fußgänger werden die Infrastruktur und das Wohnumfeld verbessert. Über ein Geschäftsstraßen-Management sollen große und kleine Einzelhändler zu gemeinschaftlichem Auftreten motiviert werden. Durch starke Imagekampagnen oder gemeinsame Feste kann die Müllerstraße auch über den Kiez hinaus wieder an Ansehen gewinnen. Zudem gilt es, positiv auf Hauseigentümer einzuwirken, damit sie gegen den Leerstand zum Beispiel Läden für Nachbarschaftstreffs bereitstellen.
„Die Müllerstraße wird ja von wichtigen Verkehrsadern gekreuzt, es gibt zwei U-Bahnlinien und die Ringbahn. Dieses Potenzial muss man viel stärker nutzen“, so Jahn. „Ein Ziel ist zum Beispiel, dass die Leute am Leopoldplatz nicht nur umsteigen, sondern über ein attraktives Angebot und eine einladende Umgebung animiert werden, hier auszusteigen und ihre Einkäufe zu tätigen.“
Zu den baulichen Leuchtturmprojekten gehört die Umgestaltung von Rathaus- und Leopoldplatz. Hier werden im kommenden Halbjahr Projekte diskutiert und erste Schritte vorbereitet. Doch geplant wird nicht nur am grünen Tisch, sondern gemeinsam mit Bürgergremien wie der im vergangenen Herbst gewählten Stadtteilvertretung, dem Runden Tisch Leopolplatz und der Bürgerplattform Wedding/Moabit.
Erste Ideen sehen den Rathausplatz als Informationsplattform vor: mit Wissenschaftsspielplatz, Job-Börse, Café und einem Sicherheit bietenden Beleuchtungskonzept. Der Leopoldplatz, dessen östlicher Teil bereits 2006 durch das Quartiersmanagement Pankstraße umgestaltet wurde, soll nun im westlichen Bereich an Attraktivität als Marktstandort gewinnen.
In Form von Ideenwettbewerben soll die Beuth Hochschule für Technik einbezogen werden; denn sie stellt einen positiven Imagefaktor dar, ist im Kiez aber kaum bekannt. Über eine Neugestaltung des Durchgangs zur Müllerstraße wird der Campus stärker ins Bewusstsein gerückt und fügt sich dann mit der Schiller-Bibliothek, der Musikschule und der Volkshochschule zu einem „Bildungsband“.
Die Schiller-Bibliothek wird demnächst zur Mittelpunktbibliothek erweitert und soll später zur Zentralbibliothek für den gesamteBezirk Mitte ausgebaut werden. Man stehe noch am Anfang, sagt Susanne Jahn. Doch sie hofft, dass im Laufe dieses Jahres mit weiteren Maßnahmen für das Aktive Stadtzentrum Müllerstraße begonnen werden kann.
Kontakt:
Jahn, Mack und Partner
Nadine Fehlert
Alt-Moabit 73
10555 Berlin
Tel.: 85 75 77 0






