Aktuelle Veranstaltungen
Öffentlicher Workshop "Nachbarschaftstreff im Quartier Pankstraße"
Petunien #9 - Performance-Serie für Improvisationn (gegründet von: Sandra Wieser & Meltem Nil)
Fest im SprengelHaus
Rassismus, NSU und die Stille im Land
Erzählcafé Wedding- Zu Gast der Kiezläufer Mahmut Hatun und der Filmstudent Johannes Kaczmarczyk
30 Jahre NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße
Die Zukunft der europäischen Stadt - das Beispiel Berlin
Händlerfrühstück Müllerstraße
Lange Tafel Leopoldplatz
NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
Panke Musik – Musik aus dem Kiez für den Kiez

- Ursan, Mükeren und Murat von der Musikschule Fanny Hensel

- Künstler aus dem deutsch-kurdischen Verein Mesopotamia

- Rapper von PKB65

- Liedermacher Jan Koch und Cellist Peter Erles

- Die Rapper Zeroone und Zasaone

- Der Sänger Gogo aus der berliner Band Mamasweed

- Die Künstler Sinanay

- Witzige Abwechslung: Bardun & Helden

- Leidenschaft auf der Bühne...

- ...Lilia und Jens-Christian vom Tangoloft Berlin

- Der Gospelchor der International Revival Church
Open Air Konzerte auf dem Nettelbeckplatz - 14. Oktober bis 4. November
Herbst; da denken wir an ungemütliches Wetter, Nieselregen, kühlen Wind und herab gefallene Blätter auf den Pflastersteinen. Aber an den letzten beiden Donnerstagen war zumindest der Nettelbeckplatz für einige Stunden etwas bunter als sonst: Die Weddinger Open-Air-Saison ist eröffnet!
Zwei von vier Konzerten der Konzertreihe „PankeMusik“ sind vorbei. Ziel und Aufgabe der Konzerte ist es, lokalen Musikern aus dem Wedding bzw. dem QM-Gebiet eine Auftrittsmöglichkeit in ihrem Kiez zu verschaffen. Das ist bisher gut gelungen. Genre und Grad der Professionalität oder Popularität spielen keine Rolle.
Am 14.10. eröffnete PankeMusik mit einem Trio aus der Musikschule Fanny Hensel. Ursan, Mükeren und Murat spielten türkische Volksmusik (zwei Barlamas) – und nicht nur die Türken im Publikum wippten mit. Gleich im Anschluss stellten sich vier Herren aus dem deutsch-kurdischen Verein „Mesopotamia“ vor, die kurdisch-orientalische Musik mit einer Barlama, einem Keyboard und zwei Sängern intonierten. Im starken Kontrast dazu der folgende Auftritt: fünf jugendliche Rapper mit dem Namen „PKB65“. Mit ihrem frechen Reimen heizten sie den zufällig vorbei kommenden Jugendlichen ein und trugen so zur Vergrößerung des Publikums bei. PKB65 gehört zum Rap-Programm „Kingz of Kiez“ des Trägers Puk a Malta, das sich um die Integration Jugendlicher mit Migrationshintergrund kümmert. Mit viel Ruhe und etwas Melancholie stellten sich Liedermacher Jan Koch und Cellist Peter Erles ihren Zuschauern und Nachbarn vor. Zeroone und Zasaone hieß das darauf folgende Rap-Duo, das sich auch mit 2 a-Capella-Stücken dem Publikum und mitgereisten Fans präsentierte. Den Abschluss des Konzertes bildete „Gogo“ – Sänger der Berliner Band Mamasweed, die ihre Wurzeln im Wedding hat, in der Schwedenstraße probte und zum Teil auch wohnte. Mit seinen nachdenklichen Balladen schenkte er den letzten Gästen reichlich Entspannung und Ruhe für den Heimweg.
Obwohl mit den Stunden leider auch viele Zuschauer dahin gingen, lag eine herbstlich – gemütliche Stimmung über dem Platz mit dem Klavierspieler, der dem Thema des Abends als Metapher diente.
Am darauf folgenden Donnerstag schien die Stimmung ähnlich, obwohl ein paar Regentropfen den Organisatoren in die Quere kamen. Macht nichts! Die Künstler waren frohen Mutes und heizten dem Publikum ordentlich ein. Die ersten Künstler waren "Sinanay", drei Herren von Erenler - Die Weisen - Jugend-, Bildungs- und Kulturzentrum e.V., die türkisch-griechisch-deutsche Musik spielten. Dank ihres Humors ließen sie sich durch den anfangs noch leeren Platz nicht entmutigen. "Bardun & Helden" sorgten danach für würzige Abwechslung: mit komisch, kecken deutschen Balladen und Chansons über das Leben im Alltag brachten sie die Zuschauer zum schmunzeln.
Ein Highlight des Abends waren zwei Tanzlehrer des Tangoloft Berlin aus der Gerichtstraße: Lilia & Jens-Christian. Charmant und witzig tanzten sie sich in die Herzen der Schaulustigen und brachten sie mit drei verschiedenen Tangovariationen dazu, etwas näher zu kommen.
Einen grandiosen Ausklang bot der Gospelchor der International Revival Church aus der Maxstraße: Mit ihrer "göttlichen" Musik sorgten sie unter den bunt-erleuchteten Herbstbäumen für eine sensationelle Stimmung. Mit ihrer super Laune brachten Band, Sänger und vor allem der Pfarrer der Gemeinde jeden Besucher zum Singen, Tanzen und Feiern. So sorgten sie für einen vollkommenen Abschluss des Abends, der auf zwei weitere tolle Konzerte hoffen lässt!
An den beiden kommenden Donnerstagen (28.10., 4.11.) gibt es von 17.00 bis 19.00 Uhr weitere Konzerte, bei denen jedes Mal neue Künstler auftreten.
Kommen Sie doch vorbei und lassen Sie sich von dem kreativen Potenzial der Kiez-Künstler überraschen.






