Sie befinden sich hier: kiez.info - Aktuell / SAVE THE DATE!

SAVE THE DATE!

Integration in Deutschland.

Datum: Mittwoch, 27. Januar 2010

Uhrzeit: 19:00 bis 22:00 Uhr

Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte

Kosten: Eintritt frei

Mit:

  • Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
  • Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen, Berlin
  • Shermin Langhoff, Theatermacherin und Künstlerische Leiterin des Ballhaus Naunynstrasse, Berlin

 

Die zähe Diskussion, ob Deutschland ein Einwanderungsland ist oder nicht,
ist verhallt und hat den Blick frei gegeben auf die prekäre Lage, in der sich
viele Migrantinnen und Migranten heute befinden. Obwohl häufig mit großen
Aufstiegsabsichten nach Deutschland gekommen, sehen viele Einwanderer
und ihre Kinder für sich kaum Möglichkeiten, durch eigene Anstrengungen den
sozialen Aufstieg zu erreichen. Angesichts zahlreicher struktureller
Aufstiegsbarrieren hat Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die
Grünen, von Deutschland als einer "blockierten Gesellschaft" gesprochen.

Wenn also die Aufstiegschancen stark von der sozialen oder ethnischen Herkunft bestimmt werden, ist das nicht nur eine Ungerechtigkeit, die den Zusammenhalt der Gesellschaft gefährdet, sondern auch ein ökonomisches Problem. Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet fordert daher eine Rückbesinnung auf das Leitbild der "Aufsteigerrepublik". Bereits zweimal habe das Land große Integrationsleistungen vollbracht. Durch gesellschaftliche Aufstiege seien nach dem Krieg Millionen von Flüchtlingen erfolgreich integriert und nach 1989 die Einheit von zwei Staaten vollzogen worden. Nun gelte es, mit der Integration der Einwanderer die "dritte deutsche Einheit" anzustreben.

Können und sollten wir unsere Gesellschaft als Aufsteigerrepublik begreifen?
Kann es analog zum American Dream so etwas wie einen "deutschen Traum"
geben, der wie der "Wiederaufbau" der Nachkriegszeit als große Erzählung
wirkt?

Oder verstärkt das Leitbild vom sozialen Aufstieg eher die soziale Ungleichheit
als dass es zu deren Überwindung beiträgt?

Geht der Aufstieg von gesellschaftlichen Gruppen immer auch mit einer Bedrohung
für die Etablierten einher? Welche Konflikte treten in einer wirklich sozial mobilen
Gesellschaft auf?

Wie ist es um die Aufstiegshoffnungen bei Migrant/innen bestellt?

Die Diskussion ist der Auftakt für die neue Veranstaltungsreihe
"Was ist der deutsche Traum? - Bildung, Integration und Aufstieg in Deutschland", in der die Heinrich-Böll-Stiftung in den nächsten zwei Jahren Debatten rund um soziale Aufstiegsmöglichkeiten und gesellschaftliche Teilhabe führt.


Kontakt:

David Handwerker
Programm Soziale Teilhabe und faire Aufstiegschancen
Tel.: 030/ 28 53 42 36
Fax: 030/28 53 45 23 6

Ehandwerker[at]boell[.]de