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Schaut auf diesen Kiez!

Aktion „Nehmt Platz“ zum Tag der Städtebauförderung

Dein Kiez.
Nehmt Platz!
Habibi
Stand der Bürgerredaktion Panker 65
Collage: Dein Lieblingsort im Wedding.
Bürgerzeitung Panker 65
Panke Parcours der Baufachfrauen
Türkischer Chor
Colombia Carneval
Kulturtanzschule
Nachbar*innen nehmen Platz
Austellung der Beuth Hochschule

Im Rahmen des Tags der Städtebauförderung am 13. Mai 2017 lädt das Quartiersmanagement Pankstraße alle Nachbar*innen und Akteur*innen aus dem Kiez ein, vor dem QM-Büro in der Prinz-Eugen-Straße/ Ecke Adolfstraße Platz zu nehmen! Bereits zum dritten Mal findet nun der Tag der Städtebauförderung statt. In ganz Deutschland gibt es an diesem Tag verschiedene Veranstaltungen, die über Projekte und Ziele der Städtebauförderung informieren und die Städtebauförderung als erfolgreiches Instrument der Stadt- und Gebietsentwicklung stärker in die Öffentlichkeit bringen.

Entgegen der Wettervorhersage bleibt es an diesem Samstag glücklicherweise warm und vor allem trocken. Auf dem Platz vor dem QM-Büro können Nachbar*innen heute erfahren, was konkret im Rahmen der Städtebauförderung hier im Kiez geschieht. Eingeladen hatte das QM mit Plakaten, über seine Website und den monatlichen Newsletter. Aber auch zufällig vorbei Kommende machen Station, um sich zu informieren oder unterhalten zu lassen. Für das musikalische Programm sorgt das Team von unverblümt – Kulturexpeditionen. Den Start macht die syrische Band Habibi, die im Kiez durch viele Veranstaltungen, etwa dem Kiez-Weihnachtsmarkt im Dezember, bekannt und inzwischen nur noch schwer von hier wegzudenken ist. Kaum hat Habibi die ersten Töne erklingen lassen, kommen die Kinder und Jugendlichen des Palästinensischen Jugendvereins um die Ecke. Blitzschnell erobern sie den Platz und eröffnen die Tanzfläche. Als Bühne dient auch heute wieder der goldene Rahmen des Kultur-Projektes „unverblümt“. Habibi erfreut die Anwesenden mit rhythmischen arabischen Sounds zum Mitsingen und Mitklatschen. Heute allerdings mit einer neuen, poppigen Note. Denn zum ersten Mal ist heute ein Keyboarder mit einem breiten Repertoire moderner Effekte dabei.

Auch für die Aktion der Baufachfrauen und den Stand der Bürgerredaktion interessieren sich die Kinder und Jugendlichen sehr. Die Baufachfrauen stellen heute den zweiten Abschnitt des Panke Parcours (Entlang der Panke von Pank- bis Uferstraße) vor. Am Stand der Bürgerredaktion lädt Maja Schudi zur Beteiligung an einer Collage ein. Hier sind alle sofort eifrig dabei, ihre Lieblingsorte im Wedding auf Papier zu bringen. Für viele sind das Schule oder diverse Sport- und Spielplätze. Für die Kinder vom Zirkus Internationale, die auf Stelzen über die Straße gelaufen kommen, ist dies natürlich der Zirkus. Aber auch mancher Erwachsene kommt und interessiert sich für die Arbeit der Bürgerredaktion und kann sich vorstellen, aktiv mitzuwirken.  

Außerdem hatten die Besucher*innen noch einmal die Chance, die Ausstellung von Studentierenden der Beuth-Hochschule zu besuchen. Kürzlich war diese in der Schillerbibliothek zu bestaunen. Die Ausstellung zeigt Ergebnisse einer Projektarbeit namens "Ideen für den Wedding – Städtebauliche Analysen und Entwürfe". Die Studierenden des 5. Semesters des Bachelorstudiengangs Architektur sollten hier Ideen für die Bebauung realer Flächen im Wedding entwickeln und präsentieren.

Als nächstes wird der Rahmen für die Instrumente des türkischen Chors der Defne Kulturwerkstatt frei gegeben. Aus Platzgründen muss sich der Chor selbst allerdings neben dem Rahmen platzieren. Viele der heute Anwesenden sind begeistert und können die Texte mitsingen. Es wird geklatscht, gesungen und sogar geschunkelt.

Mit dem darauf folgenden Auftritt ist die Regenvorhersage dann endgültig vergessen und ein kleiner Sommer vor dem QM ausgebrochen. Die Mädels von „Colombia Carnival“ tanzen zu südamerikanischen Rhythmen, am Körper bunte Blumen und im Gesicht ein fröhliches Lachen. So stellt man sich den Karneval in Kolumbien doch tatsächlich vor.

Zum Abschluss hat „unverblümt“ auch noch einen typisch deutschen Act im Programm. Die Tänzer der Kulturtanzschule, die erst Ende letzten Jahres in der Adolfstraße 12 eröffnete, legen deutsche Folkloretänze auf die Gehwegplatten. Walzer, Landler und Plattler führen zu immer neuen Formationen von Rund- und Paartänzen.

Alles in allem ein sehr gelungenes Fest, das den Gästen vor Augen führt, mit welchem kulturellem Reichtum unser Kiez gesegnet ist. QM-Teamleiterin Sükran Altunkaynak zeigt sich sehr zufrieden: "Nach unserer Einschätzung dürften wenigsten 250 Menschen hier gewesen sein. Das ist ein toller Erfolg." Und die Städtebauförderung? Nun, sie hat nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass viele der heute hier anwesenden Aktiven im Kiez dazu in der Lage sind, ihre Nachbar*innen so gut zu unterhalten.


Text: Johannes Hayner und Anna Lindner
Fotos: Anna Lindner