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Prioritätensetzung zwischen den strategischen Zielen 2010

Schule

Bei der Vorbereitung und Durchführung der Gebietskonferenz im Herbst 2009 wurden Leitziele zu den Projektfeldern „Blickpunkt Kinder und Jugendliche“, „Identifikationsort Schule“, „lokale Kulturlandschaft“, „Wohlfühlfaktor Sicherheit“ und „Identifikation und Öffentlichkeit“ entwickelt und vom Quartiersrat mit Prioritäten versehen.

Oberste Priorität im kommenden Jahr haben die Ziele „Identifikationsort Schule“, „Blickpunkt Kinder und Jugendliche“, „lokale Kulturlandschaft“ und „Wohlfühlfaktor Sicherheit“. Daraus ergibt sich ein Fokus für die Arbeit des Quartiersmanagements und des Quartiersrats für folgende Handlungsfelder: „Bewohneradäquate soziale Infrastruktur“ (Z 4), „Mehr Fort- und Weiterbildung“ (Z 2), „Bewohneradäquate Stadtteilkultur“ (Z 5), „Besseres Sicherheitsniveau und Steigerung des Sicherheitsempfindens“ (Z 7), „Bessere Qualität des Wohn- und Lebensraums“ (Z 3) und „Mehr soziale und interkulturelle Integration“ (Z 8).

Die Priorität im Handlungsfeld der sozialen Infrastruktur (Z 4) liegt in der Entwicklung weiterer gezielter Angebote für Kinder und Jugendliche, die ihnen eine Perspektive geben und sie zur Teilhabe motivieren sollen. Neben der Evaluierung der vorhandenen Angebote sollen verstärkt Sport- und Bewegungsangebote umgesetzt werden. Besonders im Umfeld des Utrechter Platzes besteht nach Auffassung des Quartiersmanagement Bedarf an zusätzlichen Angeboten. Die geplante Übertragung des Hauses der Jugend an einen freien Träger wird auch weiterhin durch das Quartiersmanagement begleitet. In der Kolberger Straße wird das bestehende Freizeitangebot 2010 fortgesetzt. Eine Verstetigung wird für dringend notwendig gehalten.

Die Schulen gilt es als Identifikationsorte im Quartier auszubauen. Dazu ist es notwendig, den Fokus verstärkt auf die gezielte Vernetzung und Koordination der Schulen untereinander und mit den Angeboten im Quartier gemäß den Schulprofilen zu legen. Eine besondere Herausforderung im kommenden Jahr besteht für die Oberschulen in der Umstellung auf den Ganztagsschulbetrieb. Eine koordinierende Unterstützung insbesondere bei den Nachmittagsangeboten ist erforderlich. Die Umstellung der Grundschulen auf den Ganztagsbetrieb ist erfolgt; da jedoch nicht alle Schüler_innen an dem Ganztagsangebot teilnehmen können ist eine weitere Vorhaltung von entsprechenden außerschulischen Nachmittagsangeboten unabdingbar. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Übergängen Kita – Schule sowie Schule – Beruf. Die Koordination der Schnittstellen muss weiter intensiviert werden. Die AG Schnittstelle leistet einen Beitrag zum Übergang Kita – Grundschule. Im Schnittstellenbereich Schule – Beruf ist die Begleitung der Modellprojekte „Job-Router“ und „Produktionsschule“ durch das Quartiersmanagement weiterzuführen.

Besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigen zudem die Kinder und Familien der Sinti und Roma an den Schulen im Gebiet. Für den Einsatz von interkulturellen Mediator_innen besteht weiterhin Bedarf.

Die Priorität der Fort- und Weiterbildung (Z 2) ergibt sich aus dem weiterhin hohen Bedarf an Sprachförderung im Gebiet. Insbesondere soll das Thema der Sprachförderung von Kindern, Jugendlichen und Müttern weiter intensiv bearbeitet werden. Weiterer Bedarf besteht in der Stärkung der Elternkompetenzen. Für die Begleitung der Kinder und Jugendlichen durch die Eltern sollen im nächsten Jahr Fortbildungsprojekte zur Stärkung der Elternkompetenz umgesetzt werden. Maßnahmen, mit denen Eltern erreicht werden sollen, müssen mit der Arbeit der Jugendhilfe vernetzt werden.

Im Handlungsfeld Stadtteilkultur (Z 5) und Integration (Z 8) sollen im nächsten Jahr weitere interkulturelle, generationsübergreifende Angebote zur Stärkung der Integration umgesetzt werden. Die Einrichtung eines Kulturortes für Sinti und Roma steht dabei im Vordergrund. Aber auch die Zusammenarbeit mit den bereits existierenden und entstehenden Kulturstandorten entlang der Panke wird weitergeführt. Die Koordination und Begleitung der kleinteiligen Kulturangebote bleibt auch weiterhin ein Schwerpunkt des QM. Des Weiteren wird sich das Quartiersmanagement im kommenden Jahr an der Diskussion zur weiteren Öffnung der Begegnungsstätte Schulstraße 118 für unterschiedliche Generationen beteiligen.

Im Bereich Sicherheit (Z 7) sollen bauliche und soziale Maßnahmen zur Prävention im öffentlichen Raum, aber auch zur Belebung und Zwischennutzung von Läden umgesetzt werden. Die Begleitung und Weiterentwicklung der Jugendstraßensozialarbeit auf der Maxstraße steht auch weiterhin im Mittelpunkt. Hier wird die existierende Drogenproblematik berücksichtigt. Das Projekt „Notinsel“, das sich der Sicherheit von Kindern widmet, wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Auch die Kiezläufer tragen zu einer erhöhten Sicherheit im Quartier bei und werden vom QM zielgerichtet eingesetzt.

Ein Schwerpunkt bei der Verbesserung des Wohn- und Lebensraums (Z 3) liegt im Jahr 2010 bei der Begleitung der Umgestaltung von Spiel- und Parkflächen an der Panke und in der Adolfstraße sowie einer Reihe von größeren Bauprojekten im Gebiet. Auch aktuelle Probleme mit der Sicherheit und Sauberkeit auf dem Leopoldplatz und dem Utrechter Platz haben einen hohen Stellenwert. Dazu sollen im nächsten Jahr Konzepte zur Müllvermeidung entwickelt und umgesetzt werden. Das Quartiersmanagement wird weiterhin versuchen, das Verantwortungsbewusstsein der Hauseigentümer_innen für die Nachbarschaft zu stärken. Entwicklungen bezüglich der Nachnutzung des Krematoriums werden im kommenden Jahr durch das Quartiersmanagement begleitet.

Kultur

An zweiter Stelle in der Prioritätensetzung stehen die Handlungsfelder „Mehr Partizipation der Bewohner und Akteure“ (Z 9), „Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ (Z 1) sowie „Besseres Gesundheitsniveau“ (Z 6).

Im Bereich der Partizipation (Z 9) sollen die Identifikation der Bewohner_innen durch Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit gestärkt werden. In den Verfahren des Quartiers- und Vergabebeirates wird die intensive Beteiligung der Gremien bei der Zielentwicklung für Projekte sowie bei der Auswahl und Auswertung weitergeführt. Die gute Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachämtern, die sich auf der Grundlage der Gebietskonferenz entwickelt hat, wird weitergeführt. Großes Gewicht liegt auch in der Identifizierung und gezielten Ansprache von weiteren Multiplikator_innen und (potentiell) engagierten Bewohner_innen.

Zentrales Thema im Bereich Arbeit (Z 1) ist die Unterstützung von Jugendlichen im Quartier beim Übergang von der Schule in den Beruf. Neue Projekte in diesem Bereich werden durch das Quartiersmanagement intensiv begleitet. Positive wirtschaftliche Impulse für das Gebiet erwartet das Quartiersmanagement von der Förderung der Müllerstraße durch das Programm „Aktive Stadtzentren“ sowie von der möglichen Entwicklung von zusätzlichen Standorten der Kulturwirtschaft. Auch die Belebung und Zwischennutzung von Läden könnten positive Auswirkungen auf das Gebiet haben.

Im Handlungsfeld Gesundheit (Z 6) beabsichtigt das Quartiersmanagement den Schwerpunkt auf Bewegungs- und Ernährungsangebote für Kinder und Jugendliche zu legen. Das Quartiersmanagement sieht in diesem Bereich einen hohen Bedarf. Das bestehende Angebot des Gemüsetransformators wird fortgesetzt. Ein Ausbau der Maßnahmen, sowohl von Angeboten der Sportvereine als auch von offenen Bewegungsangeboten auf Plätzen und Spielplätzen, wird angestrebt.

Das Handlungskonzept mit der kompletten Projekttabelle können Sie sich hier herunterladen.