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Montag, 30.01.2017

Sozial total stark!

Neujahrsempfang des QM Pankstraße am 23. Januar 2017

Willkommen im Silent Green Kulturquartier
Sükran Altunkaynak, Leiterin des QM-Teams
Katrin Lompscher
Stephan von Dassel
Tanzkurs der Herbert-Hoover-Schule
Orhan Senelan der Zither
Das Publikum ist begeistert
Blumen für die Engagierten
orientalisches Buffet
QM-Torte
Visionen für den Kiez

„Wir sind nicht sozial schwach, wir sind wirtschaftlich schwach. Und weil wir wirtschaftlich schwach sind, denken viele, wir seien auch sozial schwach. Das stimmt aber nicht. Und es stimmt noch weniger, wenn ich heute hier in die Runde schaue.“ Manchmal werden die wichtigsten Worte des Abends ja nicht von den Gästen, sondern von den Gastgebern gesagt, und so war es heute. Sükran Altunkaynak, Leiterin des QM-Teams Pankstraße, hielt sich mit ihrer kurzen Ansprache beim traditionellen QM-Neujahrsempfang lange zurück. Wichtige Gäste waren gekommen: Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen sowie Stephan von Dassel, der neue Bezirksbürgermeister für Berlin-Mitte. Und da beide hastige Anschlusstermine hatten, wurde die Rednerliste kurzentschlossen geändert, um den lieben Gästen noch ihr Grußwort zu gestatten. Schade eigentlich, dass sie nicht noch die Ansprache von Frau Altunkaynak gehört haben, vor allem oben stehendes Zitat wäre durchaus anhörens- und bedenkenswert.

Aber der Reihe nach. Er ist inzwischen eine lieb gewordene Tradition, der Neujahrsempfang des QM Pankstraße. Man kennt sich und freut sich aufeinander. Nach den Feiertagen scheint der Empfang am 23. Januar der erste größere Treffpunkt für wichtige Akteure in Mitte zu sein, jedenfalls ist die Gästeliste wie immer lang und illuster. Zum zweiten Mal fand der Empfang im Silent Green statt, dort, wo auch schon mehrere Großveranstaltungen des Quartiersmanagements ihren Platz fanden. Die direkte Nachbarschaft zum QM und natürlich das großartige Ambiente laden ja auch dazu ein.

Jedenfalls waren wieder über 100 Menschen gekommen, um gemeinsam mit dem Quartiersmanagement das neue Jahr zu begrüßen, Bewohner/innen, Projektträger, Mitarbeiter/innen aus den Senats- und Bezirksverwaltungen sowie Akteure unterschiedlicher Einrichtungen und Initiativen im Quartier. Der offizielle Teil wurde eingeleitet durch eine ultrakurze Begrüßung von Sükran Altunkaynak, die von der schon genannten Verschiebung der Rednerfolge sprach und kurz ermahnte, dass man doch an diesem Abend nicht über Arbeit reden müsse. Sodann betrat Stephan von Dassel die Bühne, zum ersten Mal als Bürgermeister des Stadtbezirks.

Stephan von Dassel leitete sein Grußwort damit ein, dass es ja schwierig sei, nicht über die Arbeit des QM zu reden, wenn man es loben wolle. Für das neue Bezirksamt in Mitte sei das QM Pankstraße ein ganz wichtiger Partner und er wünsche dem QM sowie allen Anwesenden viel Erfolg und Gesundheit im neuen Jahr.

Anschließend kam Katrin Lompscher ans Mikrofon. Sie hat sich von ihren Mitarbeiter/innen vorbereiten lassen und sie gefragt, was besonders sei an diesem QM. Die Antwort war, dass der Quartiersrat besonders engagiert sei und somit großen Anteil an der positiven Entwicklung hier habe. Das wichtigste Ziel des QM allgemein sei, das Miteinander im Kiez zu stärken. Dies sei bei einem Blick aufs gemischte Publikum offensichtlich auf einem guten Weg. Oberstes Ziel der Stadtentwicklungspolitik sei, nachhaltige Strukturen zu schaffen. So freue sie sich, dass es auch im Wedding Milieuschutzgebiete gibt. Denn es mache ja wenig Sinn, mit Fördermitteln benachteiligte Quartiere zu stärken mit dem Ergebnis, dass die Menschen sich das Leben dort nicht mehr leisten können. Zum Schluss kündigte Katrin Lompscher einen Besuch im Kiez an, sobald es wärmer und länger hell ist. Wir werden berichten.

Im Anschluss ergriff Sükran Altunkaynak wieder das Wort, um ihre Ansprache fortzusetzen. Sie nutzte die Gelegenheit, um die Quartiersmanagerin Marlen Bergmann in den Mutterschutz zu verabschieden und als neuen Kollegen Michael Langer, erfahrener Quartiersmanager aus dem verstetigten QM-Gebiet Sparrplatz, zu begrüßen.

Dann war Zeit „Danke“ zu sagen - an den Quartiersrat, den Vergabebeirat, alle Nachbar/innen und die Kolleg/innen im QM-Team. Persönlich geehrt wurden mit einem Blumenstrauß Kerstin Rietz vom Bezirksamt Mitte, die das QM seit 15 Jahren begleitet, Wilma Glücklich von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie Frau Kurzweg stellvertretend für den Vergabebeirat und Frau Sämisch stellvertretend für den Quartiersrat. Und im Rahmen einer Tombola wurden vier der originellen QM-Hängelampen verlost.

Offizieller Teil: Adé! Es folgt das Kulturprogramm. Zunächst eine Performance der Tanzkurse der achten Klassen an der Herbert-Hoover-Schule. Grazil bewegten sich die Jugendlichen über die Bühne, sichtbar stolz auf ihren von treibender Musik untermalten Auftritt. Der kulturelle Bildungsverbund Pankstraße treibt also Blüten, und diese sind nicht schlecht. Das stellte auch die zweite Darbietung unter Beweis: Schüler der siebten Klassen derselben Schule, die „darstellendes Spiel“ als Kurs belegen. Beide Stücke wurden selbst von den Schülerinnen und Schülern entwickelt und fanden geneigte Zuschauer.

Alsdann kam Orhan Senel. Er spielte ein Kanu (orientalische Zither), und er spielte es wirklich gut. Die virtuosen Klänge, die starke meditative Qualitäten hatten, verwandelten den großen Saal im Silent Green in eine fast sakrale Versammlung. Verzückt lauschte das Publikum.

Eröffnung des Buffets. Neben einer selbstgebackenen Torte, die das QM-Pankstraße-Logo zeigte, gab es noch unzählige weitere Leckereien, die von fleißigen Unterstützerinnen der Nachbarschaft für diesen Anlass vorbereitet wurden. Die Schlange war lang, der Hunger groß und der Gesprächsbedarf enorm. So klang der Neujahrsempfang des Quartiersmanagements Pankstraße in der letzten Stunde mit einem herrlich bunt-fröhlichen Stimmengewirr aus, untermalt mit stimmungsvoller Musik von Paul Bergmann.

Das QM feiert Neujahr - und alle sind gekommen! Aus irgendeinem Grund können wir es gar nicht abwarten, dass das gerade begonnene Jahr bald wieder vorbei ist …

 

Text: Johannes Hayner

Fotos: Sophie Rothbarth