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Rassismus, NSU und die Stille im Land
Erzählcafé Wedding- Zu Gast der Kiezläufer Mahmut Hatun und der Filmstudent Johannes Kaczmarczyk
30 Jahre NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße
Die Zukunft der europäischen Stadt - das Beispiel Berlin
Händlerfrühstück Müllerstraße
Lange Tafel Leopoldplatz
NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
Straßensozialarbeit im Kiez um die Maxstraße
Zwei Sozialarbeiter sind täglich vor Ort, um mit den vorwiegend jungen Männern türkischer und arabischer Abstammung ins Gespräch zu kommen und Beratungen anzubieten. „Es gehört zu den Standards von Gangway e.V., dass immer zwei Kollegen unterwegs sind “, sagt Semih Kneip, Projektkoordinator des Vereins für Straßensozialarbeit. „Unsere Arbeit ist ja eine Art Beziehungsarbeit, und da kann man sich zu zweit besser die Bälle zuspielen.“
Die beiden Sozialarbeiter, die sich von September 2008 bis Ende 2010 eine Vollzeitstelle teilen, gehen täglich zu den einschlägigen Treffs und versuchen zu den Jugendlichen in Beziehung zu treten. „Einer der Sozialarbeiter kennt die Gegend um die Maxstraße sehr gut und bekommt daher schnell Kontakt, weil er manche der Jugendlichen persönlich kennt oder aber ihre älteren Brüder“, so Semih Kneip. „Aber generell kann man sagen, dass die Jugendlichen hier sehr offen sind“, so Semih Kneip.
So kommen die Gespräche dann auch schnell auf den Punkt. Einige Jugendliche erzählen von bevorstehenden Haftstrafen. In solchen Fällen vermitteln die Streetworker ein Treffen mit dem Juristen von Gangway e.V. zur Rechtsberatung. Außerdem stehen sie für Gespräche bereit, warum es überhaupt so weit gekommen ist, wie man zukünftig vorbeugen kann oder aber wie die jüngeren Geschwister damit umgehen.
Ein Fundament für den Aufbau der Beziehungen ist die Gestaltung von Freizeitangeboten, die eben nicht auf der Straße stattfinden. „Wir können dreimal wöchentlich den Laden der Nachbarschaftsinitiative Maxstraße 14 mitnutzen“, sagt Semih Kneip. „Da kann man Tee trinken, gemeinsam kochen, DVD-Abende veranstalten oder sich für andere Aktivitäten treffen. Der Laden ist eine sehr wichtige Alternative zur Straße.“
Damit es nicht nur bei der Freizeit bleibt, werden die Sozialarbeiter einmal wöchentlich von einer Kollegin begleitet, die auf berufliche Beratungen spezialisiert ist. Denn die Hauptprobleme der Jugendlichen sind nicht unbedingt Maxstraßen-spezifisch: sie wollen eine Arbeit oder eine Ausbildung – einfach ganz legal Geld verdienen
Ansprechpartner
Christian Luchmann
Quartiersmanagement Pankstraße
Prinz-Eugenstraße 113347 Berlin
Telefon: 74 74 63 47
Website: www.gangway.de/font>






