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Die Zukunft der europäischen Stadt - das Beispiel Berlin
Händlerfrühstück Müllerstraße
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NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
Straßensozialarbeit im Malplaquetkiez (abgeschlossen)

Ein wichtiger Grund für die Initiierung des Projektes waren die seit langem bestehenden Beschwerden von Gewerbetreibenden, Anwohnern und Institutionen im Umfeld der Malplaquet- und Utrechterstraße. Die Beschreibungen ergaben das Bild einer Vielzahl von Personen, die sich im öffentlichen Straßenland (besonders Utrechter Platz) treffen, dort Alkohol trinken und durch sozial unverträgliches Verhalten auffallen. Als besonders störend wurde an den Plätzen öffentliches urinieren, Lautstärke und Verschmutzung angegeben.
Im Verlauf des Projektes wurden 115 Personen als zur Gruppe zugehörig wahrgenommen. Hiervon waren 63 Personen Anwohner der umliegenden Straßen, 19 Verwandte sowie Partner, 21 Freunde und Bekannte. Lediglich bei 12 Personen war unklar, welchen Bezug sie zur Gruppe haben. Es fällt also deutlich ins Auge, dass über die Hälfte der beteiligten Personen aus dem Quartier kamen. Es wurde davon ausgegangen, dass sowohl die Einzelpersonen als auch deren Familien einen erheblichen Bedarf an Unterstützung und sozialen Integrationsleistungen aufweisen.
Im Rahmen der Straßensozialarbeit zeigte sich, dass Aufklärung, positive Anreize und Stärkung persönlicher Ressourcen eher Erfolg zeigen, als Versuche Personen durch Druck zu erwünschtem Verhalten zu bewegen.

Durch regelmäßige Besuche auf dem Utrechter Platz und an den anderen Treffpunkten konnte eine Vielzahl von Kontakten mit den sich dort aufhaltenden Personen geknüpft werden. Die deutliche Steigerung im Sommer 2006 ist der Tatsache zuzuschreiben, dass aufgrund der steigenden Bekanntheit des Streetworkers auch Besucher Kontakt aufgenommen haben, die nicht regelmäßig den Utrechter Platz als Treffpunkt nutzen.
Neben dem regelmäßigen Aufsuchen an den Treffpunkten wurde auch Beratung und Unterstützung, sowie Gruppenaktionen angeboten. Insgesamt 68 Personen haben das Angebot von Beratung und Unterstützung angenommen. Hiervon gehörten 63 Personen zur Gruppe vom Utrechter Platz.
Zusätzlich bestand die Idee, der Gruppe einen anderen Ort als Treffpunkt anzubieten. In diesem Zusammenhang wurde ein überdachter Treffpunkt mit einem kostenfreien Urinal im hinteren Teil des Leopoldplatzes ins Auge gefasst. Die Überdachung und das kostenfreie Urinal wurden bis heute nicht realisiert. Aus diesen Gründen und denen, dass eine Entfernung vom sozialen Umfeld die Folge wäre und bei Nacht keine Beleuchtung vorgesehen ist, wurde der hintere Teil des Leopoldplatzes nicht als neuer Treffpunkt angenommen.
Während des Projektzeitraums war eine deutliche Verringerung der Beschwerden zu verzeichnen. Ob die positiven Veränderungen der Situation am Utrechter Platz anhalten werden, wird abzuwarten sein. Um eine Minderung oder besser noch Behebung der Problemlagen zu erreichen, sollten Kontakterhalt, soziale Beratung und als Ergänzung des bisherigen Angebotsprofils Unterstützungsangebote in die Familienstrukturen hinein gelangen.






