Themenwerkstatt „Nauener Platz – Umgestaltung für Jung und Alt“

Diesen und ähnlichen Fragen ging die Themenwerkstatt „Nauener Platz – Umgestaltung für Jung und Alt“ Anfang Juni im Haus der Jugend auf den Grund.

Denn Licht oder Klang nimmt ein jeder auf seine eigene Art wahr. Wo findet man also Schnittstellen und Möglichkeiten, die den öffentlichen Raum für viele und unterschiedliche Menschen angenehm und attraktiv gestalten? Orientierung und Sicherheit bieten?

Brigitte Schulte-Fortkamp, Professorin am Institut für technische Akustik der Technischen Universität Berlin, berichtete über Forschungen, die ergeben haben, dass nicht nur der objektive Schallpegel sondern auch das subjektive Empfinden die Wahrnehmung von Geräuschen bestimmt. Ob jemand den Verkehr an einer großen Straße als Lärm als empfindet oder sich ein Pappelrauschen vorstellen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab; genauso wie die Frage ob Meeresgeräusche an einem städtischen Platz überhaupt sinnvoll sind. Anschließend wurde mit Technikern und Künstlern, den Bewohnern und hiesigen Initiativen über "Soundscapes" – das sind Schallfelder, die eine Umgebung prägen – und "Lärm-Maskierung" diskutiert.


Weitere Herausforderungen für die Platzgestaltung sind die Beleuchtung, die bei einem intelligenten Umgang mit Licht neben optischen auch soziale Komponenten positiv beeinflussen kann, sowie die generationsübergreifenden Elemente. Wie all das konkret aussehen kann, präsentieren die Künstler, Designer und Techniker anhand ihrer Entwürfe am 19. Juni, im "Haus der Jugend", Reinickendorfer Straße 54, 13347 Berlin, Saal, 1. OG, 14-18 Uhr.

von Michaela Nolte