Umgestaltung des Leopoldplatzes – Ihre Ideen sind gefragt! (abgeschlossen)

Planungswerkstatt am Mittwoch, den 02.03.2005, 18.30-21.30 Uhr
Die erste Ideenwerkstatt zur Umgestaltung des Leopoldplatzes hat am 16.02.2005 stattgefunden (s. beiliegender Bericht mit Fotos). Wir möchten uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich für Ihre engagierte Mitarbeit bedanken. Der Planungsprozess wird in den kommenden Wochen weiter geführt.
Die Ergebnisse der Ideenwerkstatt werden bis dahin in einem Plan zusammengefasst, den wir vorstellen und gemeinsam mit Ihnen diskutieren möchten. Es besteht zudem die Möglichkeit, Themen in Arbeitsgruppen weiterführend zu bearbeiten.

 

Pressemitteilung Ideenwerkstatt Leopoldplatz
Am Mittwoch, dem 16.02.2005 fand die erste Ideenwerkstatt zur Umgestaltung des Leopoldplatzes statt. Die Veranstaltung war der Auftakt einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe, in der bis Ende März mit den Anwohnerinnen und Anwohnern ein realisierbares Gestaltungskonzept für den Leopoldplatz entwickelt werden soll. Eröffnet wurde der Abend von Frau Hänisch, Bezirksstadträtin Bildung und Kultur. Sie begrüßte die Anwesenden in den Räumen der Begegnungsstätte am Leopoldplatz und lud alle dazu ein, Ihre Ideen für die Umgestaltung des Leopoldplatzes einzubringen.

Für die Umgestaltung des Leopoldplatzes stehen insgesamt ca. 330.000 Euro netto Baumittel in zwei Bauabschnitten (2005 und 2007) als Fördermitteln zur Verfügung. Baubeginn ist im Sommer 2005. Sein heutiges Gesicht bekam der Leopoldplatz zwischen Turiner- und Maxstraße in den 80er Jahren. Das Gartenbauamt Wedding legte eine Grünanlage mit Spielflächen, einem Bolzplatz und einem mit Pergolen eingefassten Sitz- und Ruhebereich an. Als dominierende Baumart wurde Ahorn gepflanzt. Die Malplaquetstraße, die bis dahin noch den Platz querte, wurde entfernt. Die damals angepflanzten Bäume haben sich bis heute zu einem stattlichen Kronendach entwickelt, das den Platz fast vollständig bedeckt. Dies ist auch der Eindruck der Nutzer der Grünanlage. "Mehr Licht und Einsichtigkeit" ist ein Wunsch, der von vielen genannt wurde. Weitere Wünsche für den Leopoldplatz wurden im Vorfeld der Ideenwerkstatt zusammengetragen. Sie sind das Ergebnis von persönlichen Gespräche mit Akteuren vor Ort und einer Auswertung vorangegangener Veranstaltungen wie z.B. des Kiezplenums vom 12.10.2004. Im Vorfeld wurden zudem rechtliche und planerische Rahmenbedingungen mit dem Bezirksamt Mitte von Berlin als Eigentümer der Fläche abgestimmt.


Wünsche für den Leopoldplatz
Ein wichtiges Thema für alle sind die Wegeverbindungen, die momentan den realen Laufrichtungen der Nutzer nicht entsprechen und die in der feuchten Jahreszeit fast unbegehbar sind. Die Befragten wünschten sich ein funktionales Wegenetz mit einem Anteil an befestigten Wegeflächen. Weitere Ideen waren die Öffnung der Begegnungsstätte, Angebote für Jugendliche, Wasser auf dem Spielplatz, Beete für Kinder und Jugendliche sowie eine kostenlose öffentliche Toilette. Aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Baumittel von ca. 20,- / qm sollten einzelne Bereiche des Platzes erhalten bleiben. Als erhaltenswert gelten der Spielplatz, der Bolzplatz und das Pflasterlabyrinth. Zudem soll ein Teil der vorhandenen Plateau- und Mauerkonstruktion, der sogenannten "Klagemauern" erhalten werden. In der anschließenden Diskussion wurden weitere Vorstellungen und Ideen für den Leopoldplatz gesammelt. Deutlich wurde, dass das Thema Sicherheit auf dem Platz für viele der Anwesenden von großer Wichtigkeit ist. Beklagt wurden Vandalismus und Kriminalität in dem Viertel. Viele der diskutierten Themen fanden sich in den Arbeitsgruppen wieder.
Mit den Themen realistische und ‚trockene’ Wegeführung, Überschaubarkeit und Transparenz beschäftigte sich eine von drei Arbeitsgruppen. Eine zweite Gruppe nahm sich der Themen Umgang mit Gewalt, Drogen und Vandalismus, Gepflegte Anlage, Sauberkeit und Inbesitznahme des Platzes an. Das Thema Öffnung der Begegnungsstätte und Sicherheit war ein weiteres Thema, das in einer dritten Gruppe bearbeitet wurde.
Die Gruppen haben die Ergebnisse ihrer Arbeit teilweise in Plänen skizziert und diese abschließend vorgestellt. Für den 2. Workshoptermin am 02.03.2005 wurden die vorgestellten Ergebnisse in einem Plan zusammengefasst und mit den TeilnehmerInnen diskutiert. Einzelne Themen wurden in Arbeitsgruppen vertieft und bearbeitet.

Für die Ideen der Kinder und Jugendlichen gab es in einer eigenen Veranstaltung Platz. Das Kinder- und Jugendbüro Mitte führte am 10. März 2005 eine Kinder- und Jugendlichenbeteiligung zum Leopoldplatz durch. Die Ergebnisse wurden auf der Abschlussveranstaltung am 15. März 2005 präsentiert und sollen in das Gesamtkonzept integriert werden.

Arbeitsgruppen bei der Umsetzung
In Gruppen wurden Ideen für den Leopoldplatz entwickelt.

Als moderner und übersichtlicher Platz im Herzen des Wedding bietet der "neue Leo" für alle Altersgruppen seine Reize:

Der Kleinkinderbereich ist unter dem Motto "1001 Nacht" gestaltet: Während der Sandkasten bereits ein Wüstengefühl aufkommen lässt, verbreiten ein "Beduinenzelt" und ein "Kamel" orientalischen Flair. Der Spielbereich für die größeren Kinder wird nicht neu gestaltet, jedoch werden die bereits vorhandenen Spielgeräte repariert und ein kleiner Drehstern aufgestellt. Ein betonierter Spielbereich wurde mit leichten Bodenwellen versehen, die zum Skaten, Inline-Skaten oder zum Radfahrparcours einladen.

 

 

Das Modell zur Veranschaulichung
Für die Arbeit im Workshop steht ein Modell zur besseren Veranschaulichung zur Verfügung.

Für Eltern und andere erwachsene Platzbesucher wurden nicht nur am Spielplatzbereich neue Bänke aufgestellt und neue Wege angelegt, auch die Anzahl der Papierkörbe wurde erhöht. Die Umgestaltung des Lepoldplatzes wurde vom Quartiersmanagement Pankstraße unterstützt und aus Mitteln des Programms "Soziale Stadt" finanziert.