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Was ein Zirkus!

Zirkus Internationale
Nevin, Nadine, Naval und Cansel - Die Freundinnen wohnen nicht nur im gleichen Block in der Adolfstraße, sie sind auch alle engagierte Zirkuslehrlinge. Gemeinsamer Favorit ist die Disziplin „Stelzenlaufen“.

„Komm nicht vor neun Uhr abends nach Hause.“ Eine Ansage, mit der viele Kinder im Kiez von ihren Eltern in den Tag entlassen werden, erzählt Nöck Gail. Der Impresario des Zirkus’ Internationale, weiß wovon er spricht. Seit 2004 übt das Team des Zirkus Internationale mit den 5- bis 15-jährigen Bewohnern Zirkusdisziplinen. Einen Großteil seiner jungen Akrobaten bezeichnet der 47-jährige, gebürtige Weddinger als „Straßenkinder“ – Kinder, die zwar ein Zuhause haben, für die die Straße aber oft genug das Kinderzimmer ersetzt.

Nadine, Naval, Nevin und Cansel sind jeden Tag draußen. Dass immer was los ist und so viele unterschiedliche Menschen in „ihrer“ Adolfstraße unterwegs sind, gefällt den jungen Damen. Mit Vergnügen beobachten sie das tägliche Geschehen im Kiez mit seinen „Merkwürdigkeiten“. Anwohner und Gewebetreibende sehen das zuweilen anders – viele von ihnen empfinden das Gewaltpotential - gerade in der Adolfstraße bzw. auf dem dortigen Spielplatzgelände - als bedrohlich. In den Sommerferien kommt noch die Langweile der jungen Bewohner hinzu.

Zirkus Adolfstraße
Souverän auf dem Balancierball,
während der Besuch aus Spandau noch das Gleichwicht sucht.
Ulli hilft und
motiviert zu neuen Kunststücken.
Bei den einen ist die freie Disziplin „Zaunklettern“ beliebt,
bei den anderen Pingpong,
Tischtennis ohne Tisch und ohne Schläger,
dafür mit Hand und Fuß.
Ausruhen muss ja auch mal sein,
...bevor die Kugel erneut erklommen wird.
Das motiviert den Herrn aus Mitte,
… aber auch große Artisten brauchen Hilfestellung,
während der Rest der Familie sich mit dem Diabolo vergnügt.
Aufschwung und …
... Hüftschwung – „Pretty“ beherrscht beides.
… und voller Zirkuselan: Die jüngste Akrobatin.

Seit 2004 bieten die Zirkusmacher Abhilfe: Statt rumhängen ist auf einigen Kiezspielplätzen Stelzenlaufen und Einradfahren angesagt. Anfänglich aus freien Stücken, später auf Initiative der Antonkiez AG ist das Team des Zirkus’ Internationale jeden Sommer in der Adolfstraße, Malplaquetstraße und dem Leopoldplatz unterwegs. Ausgerüstet mit diversen Balancier- und Jonglierrequisiten, um Bewegung und Abwechslung in den Ferienalltag zu bringen. Damit auch keiner das Vergnügen verpasst, werden die Kinder schon mal mit dem Bollerwagen zu dem jeweiligen Spielort kutschiert. „Das Angebot wird super angenommen“, freut sich Nöck Gail. Das bestätigen auch unsere Fotos der Zirkusstunden auf dem Spielgelände in der Adolfstraße.

Manche Kinder finden über das offene Ferienangebot im Herbst und Winter den Weg in die Kiezetage und trainieren regelmäßig am festen Standort des Zirkus weiter.

In dieser Saison gibt es noch ein paar besondere Highlights:

Das Stelzenfußballturnier am 30.|31.8. auf dem Sportplatz Ruheplatzstraße und das Spielplatz-Fest am Freitag, den 26. September, von 15-18 Uhr!
Der Zirkus ist dann in der Adolfstraße und der KiezKulturEtage zu finden.


Weitere Ferientermine

02.|03. September 2008, 16-19 Uhr, Leopoldplatz|Maxstraße
09.|10. September 2008, 6-19 Uhr, Malplaquetstraße
16.|17. September 2008, 16-19 Uhr, Adolfstraße
20.|21. September 2008, 15-18 Uhr, Ruheplatzstraße Stelzen-Fußball|-laufen
23.|24. September 2008, 16-19 Uhr, Adolfstraße

Zirkus Internationale
KiezKulturEtage

Adolfstr.12, 13347 Berlin, 2. HH
Telefon und Fax: 030 | 46 06 58 75

bc