Aktuelle Veranstaltungen
Öffentlicher Workshop "Nachbarschaftstreff im Quartier Pankstraße"
Petunien #9 - Performance-Serie für Improvisationn (gegründet von: Sandra Wieser & Meltem Nil)
Fest im SprengelHaus
Rassismus, NSU und die Stille im Land
Erzählcafé Wedding- Zu Gast der Kiezläufer Mahmut Hatun und der Filmstudent Johannes Kaczmarczyk
30 Jahre NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße
Die Zukunft der europäischen Stadt - das Beispiel Berlin
Händlerfrühstück Müllerstraße
Lange Tafel Leopoldplatz
NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
Emsige Hände und fleißige Lieschen – „We care“ an der Panke

- Sozialarbeiterin Katrin Schäfer

- Hack-Pause für Bezirksbürgermeister Dr. Hanke

- Fleißige Helfer und fleißige Lieschen

- Verdiente Kaffeepause am Arbeitsobjekt

- So sehen "We Care-Beete" aus
Sonntag, 8. August, 14 Uhr. Katrin Schäfer, Sozialarbeiterin im Tageszentrum Wiese (Wiesenstraße 30), schwingt beherzt die Hacke. Sie bearbeitet ein Blumenbeet – dort, wo die Panke die gleichnamige Straße kreuzt. Zunächst legt sie gemeinsam mit Kollegen und Klienten – psychisch Kranken, die in der Wiese Beschäftigung und Tagestruktur finden – die Rosen frei. Dann pflanzen sie Blumen; fleißige Lieschen in Rosa.
Prominenter Gast der freiwilligen Aktion „We Care“ ist Bezirksbürgermeister Dr. Hanke. Der lobt das Engagement des Tageszentrums: „Ich bewerte die Aktion sehr positiv, deshalb helfe ich gerne mit.“ Seit ungefähr zwei Jahren beobachtet Hanke eine gestiegene Aufmerksamkeit der Anwohner für die Zustände von Straßenbäumen und Grünanlagen im Wedding. „Das finde ich gut – bitte aber auch immer darum, dies in Absprache mit dem Grünflächenamt zu tun.“ Doppelt wichtig sei, dass dies in einer Zeit stattfindet, in der aufgrund andauernder Sparmaßnahmen oftmals nur eine Grundinstandsetzung durch den Bezirk gewährleistet wird.
Das Tageszentrum Wiese liegt in der direkten Nachbarschaft des Flusses und pflegt mit Fördermitteln des Quartiersmanagements einige Grünanlagen und Wege. Die ehrenamtliche Aktion „We Care“ geht darüber hinaus – weil Betreuern und Klienten bei der Arbeit die dürftigen Zustände in einigen Anlagen aufstießen. Per Flyer und Plakat wurden Anwohner dazu aufgefordert, sich zu beteiligen. Das Echo war am Sonntag leider gering. Kein Grund, enttäuscht zu sein findet Katrin Schäfer: „Es geht uns erstmal darum, anzufangen. Und außerdem macht vielen Klienten die Gartenarbeit Spaß.“
„We Care“ ist ein Anzeichen für die gestiegene Aufmerksamkeit, derer sich die Panke erfreut. Der Fluss mit Quellgebiet bei Bernau zieht sich 27 km durch Berlin und Umland, um schließlich in die Spree zu münden. Entlang des gesamten Flusslaufes kann man Renaturierungsmaßnahmen, Umfeldaufwertung und Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger beobachten. Von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz gibt es ein ausführliches Informationsheft und sogar ein interaktives Computerspiel zur Panke. Beides gibt es im QM-Büro in der Prinz-Eugen-Straße 1.
Nächstes Projekt hier im Bezirk: Der Pankegrünzug in Alt-Mitte, bei dem ein Weg sogar durch das BND-Gelände führt. Bezirksbürgermeister Dr. Hanke findet den Kult um den Fluss gut: „Schließlich ist die Panke für Wedding das, was die Spree für Berlin ist.“
Johannes Hayner






