Aktuelle Veranstaltungen
Öffentlicher Workshop "Nachbarschaftstreff im Quartier Pankstraße"
Petunien #9 - Performance-Serie für Improvisationn (gegründet von: Sandra Wieser & Meltem Nil)
Fest im SprengelHaus
Rassismus, NSU und die Stille im Land
Erzählcafé Wedding- Zu Gast der Kiezläufer Mahmut Hatun und der Filmstudent Johannes Kaczmarczyk
30 Jahre NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße
Die Zukunft der europäischen Stadt - das Beispiel Berlin
Händlerfrühstück Müllerstraße
Lange Tafel Leopoldplatz
NAH DRAN XXXII - Stücke junger Tänzer & Choreografen
Wedding-Entdeckungen
Im Folgenden finden Sie einige Orte und Einrichtungen, die den Kiez um die Pankstraße prägen und einen Besuch lohnenswert machen.
Leopoldplatz und Nazareth-Kirche

Der etwa 45.000 m² große, langgestreckte Leopoldplatz ist der zentrale Platz im Ortsteil Wedding. Seit 1891 trägt er diesen Namen, der sich auf den Spanischen Erbfolgekrieg bezieht, an dem der junge Kronprinz Friedrich Wilhelm 1706 und 1709 unter Leopold und Eugen teilgenommen hatte.
Deutlich geprägt ist der Platz durch die beiden Baudenkmäler
Alte und Neue Nazarethkirche. Erstere wurde zwischen 1832 und 1835 nach Plänen von Karl-Friedrich Schinkel, letztere aufgrund des enormen Mitgliederzuwachses der Gemeinde nach Plänen von Max Spitta zwischen 1891 bis 1893 erbaut.
Die kleine Schinkel-Kirche dient der Evangelischen Gemeinde als Gotteshaus und wird seit 1974 auch als Kindertagesstätte genutzt. Seit 1991 ist die
Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Gottes Berlin als Eigentümerin in der Neuen Nazarethkirche ansässig, die zudem weiteren freikirchlichen Gemeinden als Gotteshaus dient.
Auf dem nördlichen Leopoldplatz entstand 2006 ein Spielplatz mit Motiven aus 1001 Nacht. In dessen unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die ehemalige Passierscheinstelle Schulstraße 118, die heute als Begegnungsstätte genutzt wird.
ExRotaprint
Der Druckmaschinenhersteller Rotaprint war als Industriestandort in der Gottschedstraße 4 über Jahrzehnte ein großer Arbeitgeber im "Roten Wedding".
Er hat ein einmaliges Ensemble aus Gründerzeit und Nachkriegsmoderne hinterlassen. Die prägnanten denkmalgeschützten Bauten wurden zwischen 1957-1960 von dem Architekten Klaus Kirsten errichtet.
Seit 2007 hat die ExRotaprint gGmbH das Areal der Fabrik übernommen. Die Vermietung des Areals erfolgt zu je einem Drittel an lokales produzierendes Gewerbe, an kreative Büros oder Kulturschaffende sowie an soziale Träger oder gemeinnützige Vereine.
Ein Besuch des ExRotaprint-geländes lohnt nicht nur aus architektonischen Gründen sondern auch aus kulinarischen. Die ExRotaprint-Kantine lädt jeden Monatg bis Freitag von 10 bis 18 Uhr zu Frühstück, Mittag und Kaffee.
Weitere Informationen unter www.exrotaprint.de
Die Panke

Früher konnten die Berliner Kinder in der Panke Fische fangen und baden. Später siedelten sich immer mehr Fabriken und Handwerksbetriebe an der Panke an. Sie leiteten ihr Abwasser direkt ins Wasser vor ihrer Haustür. Aus dem klaren Wiesenfluss wurde die berüchtigte "Stinkepanke". Das Baden wurde verboten und die Fische starben aus.
Heute ist das anders. Es wird kein Abwasser mehr in die Panke geleitet. Und es gibt dort auch wieder Fische. Nach dem Krieg ließ der Baustadtrat Walter Nicklitz entlang der Panke einen Grünzug anlegen, die Walter-Nicklitz-Promenade.
Auf dem Panke-Wanderweg kann man zu Fuß die ganze Panke entlang gehen: von der Panke - Mündung an der Friedrichstraße bis nach Bernau (ungefähr 28 km).
Ausführliche Informationen zum Flüsschen Panke und dem Wanderweg bereitet der Verein panke.info auf.
Nettelbeckplatz

Der Nettelbeckplatz hat seinen Namen von dem Kaufmann Joachim Christian Nettelbeck (1738-1824). Dieser verteidigte einst als Bürgeradjutant die Festung Kolberg gegen die Napoleonischen Truppen.
Seine heutige Gestalt als Stadtplatz erlangte er ab 1985 nach den Plänen von Günter Fischer. Zuvor war der Nettelbeckplatz kein freier Platz, sondern ein Verkehrsknotenpunkt für Autos und Straßenbahn.
Den Blickpunkt bildet der Brunnen "Tanz auf dem Vulkan", der von Ludmilla Seefried-Matejkowa entworfenwurde.
Im Jahr 2006 konnte die Aufenthaltsqualität mit Hilfe von neuen Radwegen und Sitzmöbeln erneut erhöht werden. Der Platz hat sich durch Abhaltung wöchentlicher Märkte und das jährliche Kiezfest als fester Ort der Begegnung im Quartier etabliert.
Die Wiesenburg
Bei der pittoresken Ruine der "Wiesenburg" in der Wiesenstraße 55 handelt es sich weder um eine Fabrik noch um eine Burg – sondern um ein ehemaliges Obdachlosenasyl des Asyl-Vereins aus dem Jahr 1896.
Das Besondere an diesem Asyl war, dass man für eine Nacht anonym bleiben konnte und nicht christlich missioniert wurde. Sogar der "Hauptmann von Köpenick" hat hier genächtigt. Ebenso der Schriftsteller Hans Fallada, der diese Zeit in seinem Roman "Wer einmal aus dem Blechnapf frisst" verarbeitete.
1945 zerstörte eine Brandbombe einen Teil des Gebäudes, das auch heute noch bewohnt ist.
Das Ensemble diente auch als Filmkulisse, so zum Beispiel für den Film "Die Blechtrommel".
Mit finanziellen Mitteln aus dem Quartiersfonds 4 ist ein Teil der alten "Wiesenburg" zu einer Tanz- und Kulturhalle umgebaut worden.
Utrechter Platz
Der Utrechter Platz ist Teil eines relativ homogenen gründerzeitlichen
Viertels. Die Utrechter Straße trifft hier auf die Malplaquetstraße.
Seinen Namen hat der Platz nach dem Friede von Utrecht, der am 11.4.1713 zwischen England, Frankreich, Holland, Preußen, Savoyen und Portugal geschlossene Fwurde und den spanischen Erbfolgekrieg beendete.
Durch verschiedene bauliche Maßnahmen – insbesondere der Vernetzung von Spielplätzen, Frei- und Grünflächen – konnte das Gebiet um den Utrechter Platz seit 2003 lebenswerter gestaltet werden.
So wurde u.a. die denkmalgeschützte Wasserpumpe wieder instandgesetzt und Poller zu farbigen Sitzmöbeln umgestaltet.
Das Karl-Schrader-Haus

- Das Erzählcafé Wedding im historischen Bürgersaal des Karl-Schrader-Hauses
Der denkmalgeschützte Wohnkomplex auf dem Eckgrundstück Malplaquetstraße/Liebenwalder Straße wurde in den Jahren 1904-1906 von der "Berliner Baugenossenschaft eG" errichtet.
Es gehört zu den beispielgebenden Reformwohnungsbauten des frühen 20. Jahrhunderts. Das "Karl-Schrader-Haus", benannt nach dem Gründer der Genossenschaft, war das erste Bauvorhaben dieser Art und sollte in dicht bebauten Innenstadtquartieren große Wohnanlagen mit preiswerten, jedoch hellen und gut belüftbaren Arbeiterwohnungen schaffen.
Im Wohnhof der Anlage befindet sich ein Gemeinschaftsraum, der für Veranstaltungen genutzt werden kann. Eine solche Veranstaltung ist beispielsweise das Erzählcafé Wedding, zu dem die Autorin Regina Scheer regelmäßig einlädt. Schauen Sie in unseren Veranstaltungskalender ...









