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Weniger Dreck – mehr Information

Die Müllkampagne errichtet eine Infotafel am Nettelbeckplatz

Mach doch mal Deinen Dreck weg!
Letzte Handgriffe vor der Eröffnung
So werden die Müllfundstücke präsentiert
Detailliert werden die Hinterlassenschaften ihren Fundorten zugeordnet
Da staunt sogar die BSR!
Die Projektverantwortlichen beim Eröffnungsfoto: u.a. Hajo Toppius (links) und Thorsten Haas von panke.info (rechts)

6 Millionen Euro. In Ziffern 6.000.000,00. Soviel kosten 10.400 neue Müllcontainer. Im Internet bekommt man dafür 63 gebrauchte Müllfahrzeuge mit 23 Kubikmetern Ladevolumen, jedes kostet 95.000 Euro. 6 Millionen Euro allerdings muss das Land Berlin jährlich dafür ausgeben, illegal entsorgten Müll zu beseitigen. 6 Millionen Euro zu viel, wie viele denken. Überall im Stadtgebiet trifft man auf wilden Müll – vom Altreifen bis  zum Zellstofftaschentuch. Unser Quartier macht dabei keine Ausnahme.

Seit 2012 versucht deshalb die QM-geförderte Müllkampagne „Mach doch mal deinen Dreck weg!“ die Bewohner des Kiezes für dieses Problem zu sensibilisieren und eine Verbesserung der Müllsituation herbeizuführen. Allerdings müssen dabei die sprichwörtlichen dicken Bretter gebohrt werden. Vom Projekt veranstaltete Mülltouren jeweils am ersten Dienstag im Monat bringen immer wieder erstaunliche Fundstücke zutage.

Am 26. September stellte die Müllkampagne am Nettelbeckplatz eine Infotafel auf, die eindrücklich auf das Problem aufmerksam macht. Hajo Toppius und seine Mitstreiter von Kollegen 2,3 – neben panke.info und stadt&hund projektverantwortlich – führen Betrachtern plastisch vor Augen, was so alles liegen gelassen oder allgemeingefährdend entsorgt wird. Das reicht von abgebrochenen Kehrschaufeln über jede Menge Altglas und eine Mischbatterie bis hin zum nicht mehr benötigten Schulranzen. Tenor: Es liegt zu viel Müll im Kiez!

Allein im April 2013 zählten die fleißigen Müllmänner und –frauen 38 Sperrmüllhaufen. Nun wollen die Kollegen 2,3 jeweils aktuell die „schönsten“ Fundstücke an der Schautafel präsentieren. Diese steht zunächst bis August 2014 am Nettelbeckplatz und wird ständig aktualisiert. Die Schautafel – Spitzname „Pankwand“ – ist eine kreative Mischung aus Museumsvitrine und Plakatwand. Entworfen und errichtet von den Kollegen 2,3 machte die Genehmigung für die Aufstellung mehr Probleme als erwartet. Denn im öffentlichen Straßenraum bestimmen Tiefbau-, Grünflächen-, Ordnungs- und Denkmalschutzamt mit, was dort stehen darf. Mit tatkräftiger Unterstützung der Polizei konnte dann allerdings die Genehmigung erreicht werden.

Schon während des Aufstellens gibt es erste Erfolge. Immer wieder bleiben Passanten interessiert stehen und fragen nach. Ein Anwohner kommt gezielt und freut sich über die „großartige Aktion“ und dass nun „endlich mal etwas geschehe“. Er selbst mache seit mehr als neun Jahren im Freundes- und Bekanntenkreis auf die Misere aufmerksam. Nicht nur er wünscht der Müllkampagne für die folgende Zeit viel Erfolg. 

Und für die sechs Millionen Euro, für die findet sich dann schon eine Verwendung.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Johannes Hayner