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Ausstellung: Über(s) Leben: Tschetschenische Jugendliche in Berlin. Programm 20. Januar - 17. Februar 2011
Ein Projekt von kulturbewegt e.V. und der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem August Bebel Institut.
Über(s) Leben will informieren und Begegnung schaffen mit einer islamischen Minderheit, die bisher in Deutschland nur am Rande wahrgenommen wird.
Ein Jugendzimmer, eingerichtet und gestaltet von tschetschenischen Jugendlichen, mit Fotoalben, Möbeln, Lieblingsmusik, Gebetsteppich, Laptop und persönlichen Accessoires. Ein Fernseher - mit einem Film über den 19- jährigen Ajubhan wie er nach Kreuzberg zum Deutschkurs fährt, in der Hand eine schwarze Tasche mit Wörterbuch und einer klitzekleinen tschetschenischen Flagge. Und - Hörstationen, über die Madina, Heda, Seda, und andere von ihrem Leben in Berlin-Wedding und von ihren Wünschen und Sehnsüchten erzählen.
Auf nur 15 Quadratmetern vermischen sich die Zeugnisse der aktuellen Lebenssituation in Berlin mit den Erinnerungen an die verlorene Heimat und geben einen tiefen Einblick in die Lebenswelt der Jugendlichen. In Berlin leben über 1500 Flüchtlinge aus Tschetschenien - und ihre Zahl wächst. Wir wissen kaum etwas über sie.
AUSSTELLUNG UND BEGLEITPROGRAMM 20. JANUAR - 17. FEBRUAR 2011
Donnerstag, 20. Januar, 19 Uhr, Ausstellungseröffnung
Mit Ingo Siebert, ABI, Elke Bredereck und Nicole Andries, kulturbewegt e.V. Gelegenheit zu Gesprächen bei musikalischer Untermalung und Getränken.
Sonntag, 23. Januar, 11 Uhr, "Kein Ort", Dokumentarfilm 2009
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin.
Der Regisseurin Kerstin Nickig ist es gelungen, das Schicksal tschetschenischer Flüchtlinge auf verschiedenen Stationen durch Europa anschaulich und beispielhaft zu schildern.
Veranstaltungsort: Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, Berlin-Kreuzberg.
Donnerstag, 27. Januar, 19 Uhr, "Wo liegt Tschetschenien?" - Hintergründe zu Tschetschenien und der Rolle Deutschlands
Informations- und Diskussionsveranstaltung
Mit Maynat Kourbanova, Journalistin//PEN-Stipendiatin und Dr. Olaf Kühl, Referent für Russland an der Berliner Senatskanzlei, Literarischer Übersetzer aus dem Russischen und Polnischen.
Donnerstag, 10. Februar, 19 Uhr, Tschetschenische Flüchtlinge in Deutschland
Diskussion zur Menschenrechtsproblematik
Mit Ekkehard Maaß, Vorsitzender Deutsch-Kaukasische Gesellschaft und weiteren Gästen
Donnerstag, 17. Februar, 19 Uhr, Finissage
Lesung und Gespräch mit Apti Bisultanov
Bisultanov lebt seit 2002 in Berlin im Exil. In der Zeit der Unabhängigkeit war er Vizepremier von Tschetschenien. 1992 erhielt er für sein Poem In Chaibach verfasst, das den Opfern der Deportation unter Stalin gewidmet ist, den tschetschenischen Nationalpreis außerdem wurde er mit dem Preis der Stiftung Poets of all Nations 2003 geehrt.
Bitte Programmänderungen beachten unter: www.august-bebel-institut.de
Kontakt:
August-Bebel-Institut
Sara Sohrabi
Müllerstr. 163
13353 Berlin
Tel. (030) 4692-121 / -122
Fax (030) 4692-124







