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Donnerstag, 07.11.2013

Dein Kiez für die Hosentasche

Workshop zur Gestaltung einer illustrierten Kiezkarte in der Adolfstraße

Kiezbewegte gestalten ihren Stadtplan selbst
Munter ging es bei der Auswahl der Kiez-Highlights zu
Zwischenstand des Protokolls: Diese Seiten sollten sich noch deutlich füllen
Das finale Ergebnis: Mehr als 80 Orte, Gebäude, Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten!

„Entdecke Deinen Kiez!“ Unter diesem Motto hätte der Workshop auch  stehen können, der am 30. Oktober um 18.30 Uhr im Versammlungsraum Adolfstraße stattfand. Anlass war die Erstellung einer illustrierten Kiezkarte, für deren Gestaltung das Quartiersmanagement eine Ausschreibung durchgeführt hat. Die Projektnehmer georg+georg, Gewinner der Ausschreibung, luden nun zu einem Workshop ein, in dessen Verlauf jeder die Möglichkeit hatte, eigene Ideen und Vorschläge einzubringen. Gekommen waren zehn Interessierte aus dem Quartiersrat sowie dem Quartiersmanagement. Und auch der Illustrator Burkhard Piller, der hier im Kiez wohnt und die Zeichnung der Karte übernehmen wird.

Zunächst waren einige grundsätzliche Fragen zu klären wie: An wen wendet sich die Karte, eher an Bewohner oder an Besucher unseres Stadtteils? (an beide, aber Bewohner haben Priorität) Soll die Karte das Gebiet möglichst geographisch korrekt darstellen oder erhält eine originelle und an Kiez-Highlights orientierte Gestaltung Vorrang? (eher das Zweitgenannte) Was geschieht mit der Rückseite der Karte? Erscheinen hier beschreibende Texte über Geschichte, Kultur und Bevölkerung oder eher handfeste Informationen zu Kontaktangeboten und Öffnungszeiten von Institutionen, Ämtern und Projekten? (Die Teilnehmer waren sich einig, hier beschreibende Texte einzusetzen) Wie aktuell soll die Karte sein? Nimmt man billigend in Kauf, dass das ein oder andere Angebot in einem halben Jahr nicht mehr existiert, um eine möglichst komplette Momentaufnahme zu erhalten? (Vollständigkeit ist nicht das Ziel, eher soll eine atmosphärische Abbildung des Kiezlebens erreicht werden)

Nun war es nach Workshopplan eigentlich Zeit für die Auswahl der in der Karte hervorgehobenen Kiez-Besonderheiten. Aber wie Brecht schon sagt: „Ja, mach nur einen Plan!“ Denn schon im Vorfeld wurde klar, dass sich viele inhaltliche Festlegungen nur in Abhängigkeit von der Gestaltung der Karte denken lassen. Und so wurde kurzerhand der letzte Tagesordnungspunkt vorgezogen. Burkhard Piller hatte eine Auswahl von Gestaltungsbeispielen mitgebracht, die illustrierten, wie unsere Kiezkarte am Ende aussehen könnte. Und anhand dieser Beispiele konkretisierten sich schnell viele Punkte, die vorher theoretisch eher vage diskutiert wurden. Und nun ging’s richtig los: Mit Feuereifer suchten die Workshopteilnehmer die Höhepunkte unseres Kiezes heraus, die sich auf der Karte wiederfinden sollen. Die Diskussion wurde erleichtert durch einen mitgebrachten Stadtplan im A2-Format, auf dem mit Klebepunkten die relevanten Orte gekennzeichnet wurden. Jede und jeder hatte seine Ideen für die Karte und wollte sie aufgenommen wissen. Armer Protokollant! Es wurde zusehends schwerer, alle Vorschläge zu erfassen. Noch immer wird nach der Bedeutung von zwei Punkten auf der Karte gefahndet, für die es auf der Liste keine Entsprechung gibt!

An der bewegten Diskussion und den Nachfragen erkannten alle Beteiligten gut, dass wir es mit einem lebendigen Kiez mit jeder Menge Geheimtipps zu tun haben, die selbst erfahrene Quartiersräte nicht alle kennen. Wenn sich auch nur ein geringer Teil der Begeisterung aus dem Workshop auf die Karte überträgt – dann kann sie nur zu einem Erfolg werden.

Geplanter Fertigstellungstermin ist übrigens Januar 2014 – pünktlich zum QM-Neujahrsempfang.

Johannes Hayner/Anna Loewe