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Im Tangoschritt ins neue Jahr

Neujahrsempfang des Quartiersmanagement Pankstraße im Tangoloft

Das Tangoloft vor der Veranstaltung
Austausch vor den Projektplakaten
Die neu gestalteten illustrierten Kiezkarten lagen aus
Viel zu entdecken auf dem A0-Ausdruck der Karte
Blumen für die QM-Koordinatorinnen
Geschenke für das Quartiersrat-Sprecherteam
Eröffnungstanz von Henning Klose und Julia Nordmann
Die Schüler vom Radio-Projekt bei ihrem Vortrag
Udeme Etim performed
Gute Stimmung auch nach dem offiziellen Teil
Die Jüngsten lernen sich kennen

Treffpunkt Gerichtstraße 23, Lebenshaus Mitte, 3. Hinterhof. Von den letzten Regentagen gezeichnet schlurfte ich die Stufen zum Tangoloft hinauf, wo am 14. Januar um 17 Uhr der diesjährige QM-Neujahrsempfang stattfand. Den Eingang versperrt ein vereinzelt noch mit Kugeln behangener Tannenbaum und löste in mir einen Monolog über das diesjährige missratene Winterwetter aus. Noch in Gedanken öffnete ich die schwere Stahltür des Clubs und fand mich plötzlich in einem Tanzlokal, Anfang des 20. Jahrhunderts, irgendwo im argentinischen Untergrund wieder. Lateinamerikanische Klänge drangen an mein Ohr und die netten Herren am Empfang erlösten mich von meiner Jacke, die mir bei diesem tropischen Klima nicht mehr von Nutzen war.

Die Räume der Tangoloft füllten sich stetig mit weiteren Besuchern. Saft und Bio – Brause wurden ausgeschenkt und die gemütlichen Sitzecken füllten sich mit gespannten Gästen. Ich nutzte die Zeit, mir in einem kleinen Nebenraum die bunten Plakate mit den aktuellen Projekten des QM Pankstraße anzuschauen, die eben an diesem Tag frisch aus der Druckerei kamen. Die lebendige und kreative Gestaltung der Plakate passt jedenfalls gut zu den Leitbildern der QM-Arbeit "Urbane Nachbarschaften" und "Kreativ leben, lernen und arbeiten an der Panke". Die Darstellungen der Projekte tragen Zeugnis davon, das hier ein Ort ist, an dem Kreativität gelebt und gelehrt wird.

Und dann ging es auch schon los. Sükran Altunkaynak, Leiterin des QM, hielt die Eröffnungsrede und schürte freudige Erwartungen an das weitere Programm. Sie begrüßte alle Beteiligten aufs Herzlichste und lies einen kurzen Rückblick auf 2013, garniert mit einem Ausblick auf 2014, folgen. Stolz präsentierte sie auch die gerade fertig gestellte illustrierte Kiezkarte, die auf A1-Format den gesamten Kiez illustriert von Burkhard Piller zeigt. Und schließlich gab es auch die aktuelle Ausgabe der Kiezzeitung Quartier "Zukfunft" anzukündigen. Mit der feierlichen Blumenübergabe an das Sprecherteam  des Quartiersrats, Maria Befeldt und Carsten Schulz, würdigte sie deren stets vorbildlichen Einsatz. Mit der Blumenübergabe an die Gebietskoordinatorin im Bezirksamt, Kerstin Rietz, und die Senatsverantwortliche für die QM-Gebiete, Wilma Glücklich fand der offizielle Teil sein Ende.

Nun betraten Henning Klose, Inhaber des Tangoloft und Julia Nordmann die halbkreisförmige Tanzfläche. Wie er uns erzählte, wird in der Tangoloft zumeist die schnelle Milonga, ein Vorläufer des Tangos getanzt, heute wollte er jedoch einen seichteren Tanz präsentieren. Musik wurde aufgelegt. Das Tanzpaar begann eng umschlungen seinen Tanz. Sie schwebten durch den Raum, so als würden sie niemanden außer sich und ihren Tanz wahrnehmen. Verträumte Zuschauer folgten ihren Schritten.

Den nun dringend nötigen Energieschub bekamen das Auditorium anschließen von Aysegül, Ibrahim, Ensar, Cezmen, Mehmet, Schüler der Herbert-Hoover-Schule, die uns mitreißend von ihrem Radioprojekt „Umgang mit modernen Medien“ erzählten. Auch dies ein vom QM Pankstraße gefördertes Projekt unter der Leitung von Mila Zaharieva-Schmolke. Tobender Applaus und Blumen, diesmal an Frau Zaharieva-Schmolke und Aysegül.

Die angeheizte Stimmung fand ihren Höhepunkt als nun Udeme Etim die Bühne betrat und Groß wie Klein mit seinen mitreißenden Songs - eine Mischung aus Dub, Reggae und Funk -  zum Tanzen animierte. Einige Songs wurden performt, dann stürzten sich auch die letzten hungrigen Besucher, die es bis dato noch nicht an das lecker und abwechslungsreiche Buffet geschafft hatten, auf die Teller.

Nun wurde es ruhiger, aber nicht weniger intensiv. Man tauschte sich über bestehende und zukünftige Projekte aus, resümierte, Kontakte wurden geknüpft oder aufgefrischt. Auch eine kleine Gruppe Bis-Siebenjähriger tat es den Eltern gleich und machte sich vergnügt untereinander bekannt. Die süßen Leckereien am Buffet und die munteren Gespräche ließen keine Müdigkeit aufkommen und als gegen 20 Uhr Tangotänzer zu einem Tanzabend eintrafen, blieben einige der Gäste, um zuzuschauen oder mitzutanzen.

Auch ich trat den Rückweg von meiner Reise in die Vergangenheit an. Und obwohl ich beim Anblick des Tannenbaums wieder in meiner Gedankenwelt angekommen war, machte mich dieser Kurzurlaub auch gespannt auf das kommende Jahr 2014 mit bestimmt vielen fantastischen QM - Projekten.

Sophie Rothbarth, Johannes Hayner, Fotos: Benedikt Wohlleben