Sie befinden sich hier: quartiers.management - Projekte / Abgeschlosse Projekte / QF3 - Begegnungsanlässe / Panke belebt!

Suche

Aktuelle Veranstaltungen

Donnerstag, 14. Dezember 2017 , 14:00 Uhr

Basteln mit Natur im Himmelbeet

Donnerstag, 21. Dezember 2017 , 14:00 Uhr

Basteln mit Natur im Himmelbeet

Donnerstag, 21. Dezember 2017 , 14:00 Uhr

Weihnachtsessen im Tageszentrum m32

Sonntag, 24. Dezember 2017 , 14:00 Uhr

Heiligabend - Geselliges Beisammensein im Tageszentrum m32

Dienstag, 26. Dezember 2017 , 14:00 Uhr

Weihnachtscafé im Tageszentrum m32

Panke belebt!

Mit diesem Plakat wurden die Zuschauer begrüßt
Vorstellungsrunde an der Panke
die erste Werferin
dynamische Performance: Wurfhaltung Note 1
Was eingeworfen wurde, bauen diese Kinder wieder auf

Ein neues QM-Projekt rückt seit Juni 2013 die Panke in den Mittelpunkt seiner Arbeit. „Begegnungsanlässe entlang der Panke“ heißt es, und eigentlich verrät der Name schon das zentrale Anliegen der Projektträger. Es geht darum, das Flüsschen mehr ins Bewusstsein des Kiezes zu bringen und die dortigen Freizeitmöglichkeiten dafür zu nutzen, Bewohner aufeinander neugierig zu machen. Das Projekt wird durchgeführt von „Stadtgeschichen e.V.“, einem Verein, der Kultur- und Theaterwissenschaften, Stadtplanung und Stadtsoziologie zusammen führt. Stadtgeschichten erprobt stets neue Formen der Beteiligung, um Menschen einzubeziehen und dabei zu helfen, Vorurteile abzubauen. So begreifen sich die Projektleiterinnen Esther Blodau-Konick und Theresa Dietl auch als Sozialarbeiter auf Nachbarschaftsebene. Gestartet ist das Projekt mit einer Umfrage zur Nutzung der Panke unter den Anwohnern. Von Juni bis September gab es vier Mal ein Teezelt im Kiez – zum letzten Mal während des Kulturfestivals Wedding Moabit neben dem Stattbad. Dort trafen sich Anwohner aus verschiedenen Generationen, Ethnien und sozialen Hintergründen und nutzen die Teepause, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein Highlight war der Besuch einer Gruppe älterer türkischstämmiger Frauen im Stattbad – zwei Sphären, die nicht zwingend zusammen gedacht werden. So aber konnte sich dort ein interessanter Austausch anbahnen und es wurden Barrieren in beide Richtungen abgebaut.

Eine bunte Menschengruppe von sicher 30 Leuten traf sich am 11. Oktober um 15 Uhr vor dem Haus Bottrop. Hier, an der Panke zwischen Gericht- und Schönwalder Straße, ist der Startpunkt für einen Rundgang der besonderen Art. Unter dem Schirm "Begegnungsanlässe entlang der Panke" gibt es heute "Wedding Walking" - einen Fitness-Parcour für alle. Auf einem selbst gestalteten textilen Riesenposter strahlte den Teilnehmern neben der Sonne das Motto des Tages entgegen: "Panke belebt!". Und lebendig sollte es weiter gehen.

Zunächst stellten sich alle Teilnehmer vor. Die Alterszusammensetzung reichte von Eins bis über Siebzig. Türkischstämmige Frauen mit Kopftuch stehen neben Männern, die zufällig aus Moabit herüber gekommen sind. Frauen sind in der Überzahl. Eine junge Frau mit französischem Akzent lebt erst seit zwei Wochen im Wedding und hat über die Quartierszeitung vom Walk erfahren. Eine andere lebt schon seit sechzig Jahren hier und bekommt ohnehin alles mit, was hier läuft. Den jungen Journalisten, auch neu in Berlin, treibt die Neugier her, die Studentin der Stadtentwicklung, deren Abschlussthema die Veränderungen im Wedding sind, das wissenschaftliche Interesse. Allen gemeinsam ist, dass sie teilnehmen an einem Parcour unterschiedlicher sportlicher Übungen, mit denen die Gesundheit gefördert, regelmäßige Bewegung angeregt und gemeinsamer Spaß erreicht werden sollen.

Los geht's mit dem guten alten Büchsenwerfen. Alle kennen dieses Spiel vom Rummel: Pyramiden aus gestapelten Blechdosen müssen mit Bällen eingeworfen werden. Zunächst versucht sich ein kleines Mädchen an der Übung, allerdings meint sie es gut mit der Pyramide. Mit drei Bällen schafft sie nur eine Dose. Nach anfänglichem Zögern trauen sich nach und nach fast alle Teilnehmer. Erfolgreich ist vor allem eine ältere Dame, der man ihr Talent auf den ersten Blick nicht ansieht. Gekonnt räumt sie die Pyramide bis zur letzten Dose ab und bekommt dafür heftigen Beifall der Umstehenden.

Und weiter ging es auf dem Fitness-Weg entlang der Panke. Lachend und sich fröhlich unterhaltend zog die kleine Gruppe zu nächsten Station: Um eine runde Stoffbahn in Regenbogenfarben platzierten sich ca. 10 Menschen. Auf den Stoff wurde nun ein Ball gelegt, der durch plötzliches Ziehen an allen Ecken nach oben geschleudert wurde. Die in zwei Gruppen unterteilten Mitspieler mussten nun versuchen, es der jeweils anderen Gruppe unmöglich zu machen, den Ball auf dem Stoff zu halten. Eine sehr lustige Übung - sogar für die, die nur zuschauen wollten.

Und schließlich wurden noch Yoga-entlehnte Dehn- und Streckübungen durchgeführt, bevor "Wedding Walking" für dieses Mal endete.

"Es war ein toller Nachmittag unter den letzten Herbstsommerstrahlen. Ein bunt gemischtes Grüppchen machte sich auf den Weg entlang der Panke.", sagen Theresa Dietl und Esther Blodau-Konick von STADTGESCHICHTEN e.V.. "Viele, die sich vorher nicht kannten, kamen miteinander ins Gespräch und entdeckten neue Orte an der Panke. Und lustig wurde es, als ca. 30 Menschen gemeinsam zum Armkreisen und Beinedehnen ansetzten."

Am 11. November ist zum Martinstag ein Laternenumzug für Kinder entlang der Panke geplant. Los geht es um 16.30 an zwei Orten: vor der Kita Gottschedstraße 28 und vor der Kita Paradiesvögel (Plantagenstraße 9).

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Einige Impressionen vom Wedding-Walk

Johannes Hayner/Anna Loewe