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Projektwettbewerb: „Übergang Schule Beruf“

Ausgangssituation:

Das Quartiersmanagementgebiet Pankstraße ist eines der Quartiere mit sehr vielen schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen. Hierin liegt ein großes Potenzial für die Quartiersentwicklung. Der Bildungsbegriff umfasst im Rahmen der Quartiersarbeit nicht nur die schulische Bildung, sondern auch die Themen frühkindliche Förderung, Stärkung von Elternkompetenzen, Erwachsenenbildung sowie Verbesserung der lokalen Ausbildungschancen.

Es besteht ein hoher Bedarf, Bildungsangebote für die individuelle Förderung und Qualifizierung von jungen Menschen zu schaffen, um den Übergang von Schule und Beruf zu sichern / erleichtern.

Die Bildungseinrichtungen der weiterführenden Schulen haben dieses Problem erkannt und stellen sich mit zahlreichen Kooperationspartnern der Herausforderung, Jugendliche sowohl zur Ausbildungsreife als auch in einen Anschluss (schulische oder berufliche Ausbildung) zu führen. Die unternommenen Anstrengungen reichen jedoch nicht aus, die Schüler*innen in einem annähernd befriedigenden Maß in die Ausbildung zu vermitteln. Zu oft fehlen den Jugendlichen die Vorstellungen, was sie im Anschluss an die Schule im Arbeitsleben leisten möchten und können. Sie haben nicht unbedingt einen realen Bezug zu den vielen verschiedenen Berufen. Die Praktika, die sie in der Schulzeit im Rahmen der dualen Ausbildung absolvieren müssen, eröffnen ihnen leider auch oft nicht die Möglichkeit, neue Berufsfelder kennen zu lernen, da zu oft auf Altbekanntes zurückgegriffen wird (Friseur, Kita, Apotheke, Internetcafé).

Darüber hinaus stoßen die Schulen an ihre räumlichen Grenzen. Insbesondere fehlen in den meisten Schulen Werkräume oder Orte, in denen sich die Schüler*innen praktisch ausprobieren können, indem sie erste handwerkliche Erfahrungen machen.

Entscheidende Anregungen zur Berufswahl kommen auch aus den Familien. Dort herrscht jedoch häufig Überforderung mit den komplexen Themen "Entwicklung von Berufswünschen" oder "Auswahl des geeigneten Berufes". Viele Eltern haben selbst keine berufliche Ausbildung und kennen sich in dem Bildungssystem nicht genug aus. Die Wünsche und Erwartungen der Eltern sind meistens höher, als das Leistungsniveau ihrer Kinder, verbunden mit unrealistischen Vorstellungen von Anforderungen und Möglichkeiten in den jeweiligen Berufen. Die Berufe die sie für ihre Kinder bestimmen, entsprechen dahernicht den Grundlagen und Qualifikationen, über die ihre Kinder verfügen. Das führt dazu dass viele Schüler*innen sich von Ausbildungsberufen abwenden und sich für weiterführende Schulen entscheiden.

Aufgabenstellung:

Mit dem Projekt sollen Strategien und Ansätze zur frühzeitigen Vermittlung von individuellen Fähigkeiten und somit der Berufsfindung entwickelt werden. Es sollen bereits ab der 5 und 6 Klasse in der Grundschule Strukturen dazu geschaffen werden, um die Schüler*innen frühzeitig in ihren Talenten und Fähigkeiten sowie Stärken zu fördern und eine erste Orientierung in Berufe zu sichern.

Vorhandene Strukturen in den Schulen wie Fach- und Werkräume, sollen erfasst, durch Fehlende ergänzt und zeitgemäß ausgestattet werden. Das Schulpersonal sollte durch Personen, die in den jeweiligen Berufen tätig sind, unterstützt werden, um den Bezug zu Realität und Praxis als Vorbilder nahe zu bringen.

Berufsvorbereitungsmaßnahmen, die bereits in den Schulen laufen, sollen erfasst und mit weiteren Modulen aufgestockt werden. Die Vorstellung von verschiedenen Berufen und die dafür notwendigen Qualifikationen sollten möglichst frühzeitig thematisiert werden und wenn möglich eine praxisorientierte Gestaltung der Unterrichtsfächer mit bestimmten Berufen anstrebt werden.

Es ist erforderlich, die Eltern zu Bildungsbegleitern qualifizieren, damit sie ihre Kinder auf dem Bildungsweg mit begleiten und die Bildungs- und Qualifikationsbausteine für die in Frage kommenden Berufe gemeinsam aufbauen können.

Es soll ein Berufsnetzwerk aufgebaut werden, mit Bildungseinrichtungen und Institutionen und weiteren Partnern wie BIZ, IHK, Gewerbetreibende, Bildungseinrichtungen, Bibliotheken, Jobcenter, Unternehmer mit einer tragfähigen und möglichst vielseitigen Struktur.

Dabei sind Partnerschaften im Sinne von Kooperationen zwischen den Beteiligten anzustreben, die es den Jugendlichen der weiterführenden Bildungseinrichtungen ermöglicht, in Betrieben mit Praktikumskonzepten verlässliche Praktika zu absolvieren, die den beruflichen Horizont der Schüler*innen erweitern.

Ziele:

  • Frühes Heranführen der Kinder und Jugendliche an Berufe/Ausbildungsberufe
  • Einrichtung und Ausstattung von Schulwerkstätten
  • Förderung von Stärken und Neigungen der Kinder und Jugendlichen
  • Qualifizierung der Eltern im Thema Berufswahl/ Berufsorientierung ihrer Kinder 
  • Schaffung von Vorbildern im Gebiet
  • Schüler*innen am Ende der 10. Klasse aus der Schule mit der richtigen Entscheidung und notwendigen Grundqualifikation für den angestrebten Beruf verabschieden 
  • Aufbau eines Berufsnetzwerkes mit schulischen und außerschulischen Partnern

Zielgruppen:

  • Kinder und Jugendliche im Gebiet, Eltern, Lehrer*innen
  • Schulische- und Außerschulische Bildungseinrichtungen, Gewerbetreibende, Unternehmer, Berufsinformationscentrum, Bibliotheken, Jobcenter, Oberstufenzentren, Institutionen, Vorbilder (ehemalige Schüler*innen, Familie, Verwandte, fremde)......
  • Schulen im Quartier: Herbert-Hoover-Schule, Albert-Gutzmann-Schule, Erika-Mann-Schule, Wedding-Grundschule, Humboldthain-Grundschule

Anforderungen:

Gesucht wird ein Träger, eine Einrichtung oder eine Einzelperson, der/die das Projekt in enger Kooperation mit den Bildungseinrichtungen entwickelt und befähigt ist, die notwendigen Maßnahmen in den vorhandenen Einrichtungen und den genannten Zielgruppen durchzuführen.

Erfahrungen im interkulturellen Bereich und Qualifikationen in der Bildungsarbeit sowie in der Berufsorientierung sind Voraussetzung.

Einzureichende Unterlagen:

  • Detailliertes Maßnahmen- und Durchführungskonzept, ausschließlich unter Nutzung der Projektskizze (s. Anlage)
  • Detaillierter Finanzplan unter Nutzung des Kosten- und Finanzplanes (s. Anlage). Alle Kostenpositionen (Personalkosten, Honorare und Sachkosten) sind konkret und differenziert aufzuschlüsseln. Bei Personalkosten ist das Besserstellungsverbot gem. Anlage 2 Ausführungsvorschriften § 44 Nr. 1.3 der Landeshaushaltsordnung zu beachten, Honorarkosten sind aufzuschlüsseln mit Stundenkalkulation inkl. Stundensatz. Ein Nachweis der fachlichen Qualifikationen des eingesetzten Personals mit kurzer stichpunktartiger Aufführung bisheriger Tätigkeiten ist beizufügen.

Führungszeugnis:

Bei Projekten mit Angeboten für Kinder und/oder Jugendliche ist folgendes zu beachten: Der ausgewählte Projektträger muss die persönliche Eignung für die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit gem. § 72a Quartiersmanagement PankstraßeL.I.S.T. GmbH Sozialgesetzbuch (SGB) VIII durch die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses gem. § 30a Bundeszentralregistergesetz (BZRG) nachweisen bzw. schriftlich erklären. Die entsprechenden Kosten könnenSie bei der Projektkalkulation einplanen unter sonstige Sachkosten.

Bitte verwenden Sie für Ihr Angebot ausschließlich die dafür vorgesehenen Formulare "Antragsskizze" und "Finanzplan".

Projektzeitraum:

Das Angebot muss im Zeitraum von Juli 2018 bis 31.12.2020 realisiert werden.

Projektfinanzierung/Finanzrahmen:

Für das Projekt steht aus dem Programm "Soziale Stadt" eine Gesamtsumme von max. 125.000 in folgenden Jahresraten zur Verfügung:

2018 25.000 Euro

2019 50.000 Euro

2020 50.000 Euro

Diese können auf Antrag des ausgewählten Projektträgers als Zuwendung bewilligt werden. Der Finanzrahmen kann nicht überschritten werden. Zur Abwicklung des Projektes gehört die eigenständige Beantragung und Umsetzung von Fördermitteln im Programm "Soziale Stadt".

Die Bewerbungsunterlagen und Angebote sind in Papierform und digital bis 30.04.2018 im Büro des Quartiersmanagements einzureichen:

L.I.S.T. GmbH

Quartiersmanagement Pankstraße

Sükran Altunkaynak

Prinz-Eugen-Str. 1, 13347 Berlin

Tel: 74 74 63 47

Email: qm-pank[at]list-gmbh[.]de

Hinweis: Bei dem Auswahlverfahren handelt es sich nicht um ein Interessenbekundungsverfahren gemäß § 7 LHO oder eine Ausschreibung im Sinne des § 55 LHO. Rechtliche Forderungen oder Ansprüche auf Ausführungder Maßnahme oder finanzielle Mittel seitens der Bewerber*in bestehen mit der Teilnahme am Auswahlverfahren nicht. Die Teilnahme ist unverbindlich, Kosten werden den Bewerber*innen im Rahmen des Verfahrens nicht erstattet.