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Dienstag, 19.06.2012

Schritt für Schritt - Kiezrundgang mit Carsten Spallek

Unterwegs mit dem Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung

Die Teilnehmer auf Kiezrundgang

Wer neu ist in seinem Job braucht erstmal den Überblick, ehe er effektiv arbeiten kann. Das gilt für Taxifahrer, Verkäuferinnen, Bundestrainer, Sozialarbeiter. Und natürlich auch für Bezirksstadträte. So kam es am Montag, dem 18. Juni zu einem Quartiersrundgang durch das QM-Gebiet Pankstraße mit dem Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung in Berlin Mitte, Carsten Spallek. Spallek, seit Oktober 2011 im Amt, besucht nacheinander alle Quartiersmanagements in Mitte, um die spezifischen Konstellationen in den einzelnen Kiezen kennenzulernen. Und nun war unser QM-Gebiet an der Reihe.

Um 14 Uhr trafen sich ein gutes Dutzend Personen vor dem QM-Büro, um den Bezirksstadtrat auf seiner Runde zu begleiten. An den einzelnen Stationen stießen später Projektträger und Betroffene hinzu, um mehr über die einzelnen Initiativen zu berichten. Der Bezirksstadtrat selbst kommt umgehend zur Sache. Eine ganz kurze Vorstellungsrunde geht einer ebenso zackigen Begrüßung Spalleks voraus. Danach stellt QM-Chefin Sükran Altunkaynak das Tagesprogramm vor. Die Reise geht über acht Stationen vor allem im zentralen Bereich des QM-Gebietes. Los ging's zunächst mit einer kurzen Besichtigung der QM-Räumlichkeiten und einer anschließenden Kurzpräsentation des Kiezes im Veranstaltungsraum. Da die Zeit eng und der Zeitplan ambitioniert waren, kappte Sükran Altunkaynak die Präsentation kurzerhand nach zehn Minuten. Live erlebt ist eben besser als bloß referiert.

Zu den Teilnehmern des Kiezrundgangs zählten unter anderen einige Mitglieder des Quartiersrates Pankstraße, Projektträger vom Verein „Kulturen im Kiez“ und vom „Zirkus Internationale“ sowie Vertreterinnen aus der Senats- und Bezirksverwaltung.

Die erste Station liegt direkt in der Nachbarschaft: der Spielplatz in der Adolfstraße 13. Frau Altunkaynak erläutert dem Bezirksstadtrat, welche Herausforderungen bei der Umgestaltung zu meistern waren und wie diese angegangen wurden. Aufmerksam hört Spallek zu, stellt gelegentlich Fragen. So geht es auch weiter bei den nächsten Stationen. Die Hofanlage im ehemaligen Wittlerblock wird von der Hausverwaltung Harry Gerlach Wohnungsunternehmen GmbH vorgestellt, wobei das Projekt "Maxgärten" im Durchgang zwischen Max- und Reinickendorferstraße besonderes Augenmerk erhielt. Beim Projekt "Roma Horizonte" stellten Ivanka Sucic und Pavao Hudik ihre Arbeit mit Roma hier im Kiez vor. Spontan ergreift eine Anwesende die Gelegenheit, sich bei den Projektträgern für deren Unterstützung zu bedanken und gleichzeitig auf ihr Dilemma aufmerksam zu machen: Sie findet keinen Job und erhält deshalb keine feste Aufenthaltsgenehmigung, weswegen sie keinen Job bekommt. Carsten Spallek fragt interessiert nach, seit wann das Projekt besteht und ob es denn eine Stabilisierung der Situation gäbe. Dies verneinen die beiden Mitarbeiter, vor allem das Problem des ungeklärten Aufenthaltes mache die Arbeit schwer.

Weiter geht's entlang der Panke. An Panke-Grünzug und der Wiesenburg werden neue Projekte und interessante Enwicklungen im Kiez vorgestellt: das QM-Projekt Müllkampagne, das QM-Projekt "Rituale der Gemeinschaft" in der Wiesenburg sowie die Idee, ein „Baumhaus“ als Nachbarschaftscafé in der Gerichtstraße 23 zu etablieren. Ziemlich schnell ist die Zeit vergangen und die Spaziergänger erreichen mit dem Nettelbeckplatz den Schlusspunkt der Präsentation. Ein kurzes Dankeschön und ein gemeinsames Kaffeetrinken der Teilnehmer, dann ist der Kiezrundgang vorbei.

Der Kiez erlebte einen aufmerksamen, interessierten und konzentrierten Carsten Spallek. Nun bleibt es abzuwarten, welche Schlussfolgerungen der Bezirksstadtrat aus den Projektpräsentationen zieht, welche Schwerpunkte er für die Zukunft seiner Arbeit sieht und wo genau sich eventuell Akzente verschieben werden.

Für den Kiez war dieser Rundgang die Chance, sich der Bezirksregierung zu präsentieren und für den Bezirksstadtrat die Möglichkeit, ein wenig Pankeluft zu schnuppern. Die Mischung aus alten und neuen, aus kulturellen, sozialen und umweltbezogenen, aus abgeschlossenen und geplanten Projekten jedenfalls führte den Besuchern einen lebendigen Kiez vor Augen, in dem noch viel zu machen, aber auch schon viel erreicht ist.

Johannes Hayner