Rechenwerk an der Panke wird bis Oktober saniert
In einem Rechenwerk wird nicht gerechnet, sondern geharkt. Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) führen gerade am Rechenwerk der Panke in der Schulzendorfer Straße 8 Instandsetzungsarbeiten durch, die inzwischen weit fortgeschritten sind. Das zwischen 1988 und 1989 gebaute Sieb ist in die Jahre gekommen. „Ein Zusammenhang mit der Wiederbelebung der Panke besteht nicht“, sagt ein Pressesprecher der Wasserbetriebe auf Nachfrage. Das 30 Jahre alte Werk sei einfach hinfällig und müsse modernisiert werden.

Ein Blick in die Archive zeigt, dass ein heftiges Anschwellen des Flüsschens ein wiederkehrendes Ereignis ist. Von einem „reißenden Fluss“ wird zum Beispiel im Mai 1952 berichtet. Am 6. Juli 1980 waren „Sandsäcke“ zur Eindämmung nötig. Die neue Anlage wird künftig besser mit heranwellenden Fluten umgehen können. Gleich mitbedacht haben die Bauherren, dass aus der Stinke-Panke künftig wieder ein lebendiger Bach werden soll. Ein entsprechendes Planfeststellungsverfahren ist erledigt. Der nächste Schritt, um aus dem Panke-Kanal einen beinahe natürlichen Panke-Bach zu machen, wäre nun der Start der Arbeiten. Das neue Rechenwerk würde die Rückkehr zur Natur nicht versperren. „Für die Wanderung größerer Fischarten werden im Rechengitter extra Lücken in Sohlnähe vorgesehen“, heißt es in einer Mitteilung der BWB.


Text: Andrei Schnell, Fotos: Schnell/Hensel